Diplomarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Darstellung
1.3 Maritime Abhängigkeit Deutschlands
2 Piraterie am Horn von Afrika
2.1 Allgemeine Begriffsklärung Piraterie
2.2 Brennpunkt Somalia
2.2.1 Wandel des Geschäftsmodells
2.2.2 Land und Regierung
2.2.3 Strategie und Organisation der Piratenbanden
2.2.4 Taktik der Piraten und gefährdete Seegebiete
2.3 Folgen der Piraterie
2.3.1 Konsequenzen für deutsche Reeder
2.3.2 Konsequenzen für Versicherungsgesellschaften
2.3.3 Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft
3 Bekämpfung der Piraterie
3.1 Rechtlicher Rahmen der Bekämpfung
3.1.1 Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen
3.1.2 Befugnisse der Deutschen Marine
3.2 Militärische Bekämpfung auf See
3.2.1 Militärische Operationen
3.2.2 Operation Atalanta
3.3 Bekämpfung der Piraterie durch die Deutsche Marine
3.3.1 Aufgaben und Einsatz
3.3.2 Probleme und Herausforderungen des Einsatzes
3.4 Selbstschutzmaßnahmen der Reeder
3.4.1 International Maritime Bureau
3.4.2 Personelle und technische Aufrüstung
3.4.3 Schulung der Besatzung und der Mitarbeiter
3.4.4 Routenanpassung
3.5 Erfolge der Bekämpfung
4 Kosten-Nutzen-Analyse
4.1 Instrument und Anwendung
4.1.1 Ökonomische Methode
4.1.2 Praktischer Arm der Wohlfahrtsökonomie
4.1.3 Anwendbarkeit für militärischen Operationen
4.1.4 Kollektivgut Sicherheit
4.2 Bedingungen und Faktoren dieser Analyse
4.3 Kosten durch Piraterie
4.3.1 Monetäre Kosten
4.3.2 Immaterielle Kosten
4.4 Kosten der Pirateriebekämpfung
4.4.1 Monetäre Kosten
4.4.2 Immaterielle Kosten
4.5 Nutzen der Pirateriebekämpfung
4.5.1 Monetärer Nutzen
4.5.2 Immaterieller Nutzen
4.6 Ergebnis der Kosten-Nutzen-Analyse
5 Zusammenfassung
6 Literaturverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Anwendung einer Kosten-Nutzen-Analyse, um den ökonomischen Nutzen der deutschen Pirateriebekämpfung am Horn von Afrika zu ermitteln. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob die durch Piraterie verursachten Kosten für die deutsche Wirtschaft durch die Kosten des militärischen Einsatzes (Operation Atalanta) gerechtfertigt sind.
2.2.1 Wandel des Geschäftsmodells
Die ersten beiden Formen von Piraterie, Hafenüberfälle und Schiffsübernahmen, traten vor allem in den 90er Jahren in Süd-Ost-Asien auf. Hier wurden vornehmlich ankernde und vor Reede liegende Schiffe überfallen und ausgeraubt. Die Piraten hatten es meist nur auf die Wertsachen der Besatzungen abgesehen. Größere Raubzüge zielten aber auch auf die Veräußerung der Ladung und des Schiffes. Die Piraterie in Süd-Ost-Asien ist nicht mit der Piraterie vor Somalia vergleichbar. Die asiatischen Piraten konnten sich zwar auf bereits länger bestehende organisierte und kriminelle Strukturen abstützen, doch sie hatten stets das Problem des gefährdeten Rückzugsraums (Vgl. Stehr 2009a). In dem asiatischen Raum, der Malakka-Straße und dem indonesischen Inselreich, gab es stets Anrainerstaaten, die gegen die Piraterie vorgingen. Seit dem Jahr 2001 kooperierten Indonesien, Malaysia und Singapur im Kampf gegen die Piraterie mit ihren See- und Seeluftstreitkräften durch kontinuierliche Patrouillen der gefährdeten Seegebiete. Damit ist es dort den Anrainerstaaten gelungen, die Piraterie spürbar zurückzudrängen.
Die Statistiken belegen den Erfolg. Im Jahr 2004 wurden in der Malakka-Straße und vor Singapur 46 Überfälle gemeldet, wohingegen im Jahr 2008 nur acht Überfälle gemeldet wurden.
In Somalia jedoch können die Piraten auf sichere Basen auf dem Festland zurückgreifen. Daher haben sie auch ihr Geschäftsmodell geändert und konzentrieren sich auf die Anwendung der vierten Form von Piraterie, also auf die Lösegelderpressung.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die maritime Abhängigkeit Deutschlands und definiert die Problemstellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Piraterie am Horn von Afrika: In diesem Kapitel werden die Definition von Piraterie, die Besonderheiten der somalischen Piraterie sowie die Folgen für Reeder und Wirtschaft analysiert.
3 Bekämpfung der Piraterie: Dieses Kapitel behandelt den rechtlichen Rahmen, die Rolle der Deutschen Marine und verschiedene Selbstschutzmaßnahmen der Reeder.
4 Kosten-Nutzen-Analyse: Hier wird die ökonomische Methodik vorgestellt und auf die Daten der Pirateriebekämpfung angewandt, um monetäre und immaterielle Kosten sowie Nutzen zu quantifizieren.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt den ökonomischen Nutzen der deutschen Pirateriebekämpfung.
6 Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Piraterie, Horn von Afrika, Somalia, Kosten-Nutzen-Analyse, Operation Atalanta, Deutsche Marine, Reeder, Lösegeld, Welthandel, Seehandelswege, Volkswirtschaft, maritime Sicherheit, Risikomanagement, Sicherheit, Wohlfahrtsökonomie.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Piraterie am Horn von Afrika auf die Bundesrepublik Deutschland und bewertet die getroffenen Gegenmaßnahmen mittels einer Kosten-Nutzen-Analyse.
Zentrale Themen sind die ökonomische Bedeutung der Schifffahrt, die Veränderung der Piraten-Geschäftsmodelle, die verschiedenen Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft sowie die militärischen und zivilen Gegenmaßnahmen.
Das Ziel ist die ökonomische Bewertung des Nutzens der deutschen Pirateriebekämpfung, indem die Kosten durch Piraterie den Kosten des militärischen Einsatzes gegenübergestellt werden.
Es wird eine betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse angewandt, die sowohl monetäre als auch immaterielle Faktoren für die Bewertung öffentlicher Güter einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Piraterie, die Darstellung der Bekämpfungsstrategien (rechtlich, militärisch, privatwirtschaftlich) und die detaillierte rechnerische Durchführung der K-N-A.
Wichtige Begriffe sind Piraterie am Horn von Afrika, Operation Atalanta, Kosten-Nutzen-Analyse, Seeschifffahrt und deutsche Wirtschaft.
Aufgrund der extremen Export- und Importabhängigkeit Deutschlands als führende Industrienation ist der Schutz der Seehandelswege von existentieller Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft.
Der Autor kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die deutsche Beteiligung erzielt einen monetären Nettonutzen von rund 16 Millionen Euro für die deutsche Wirtschaft.
Im Gegensatz zu früherem Raub geht es heute primär um die Entführung von Schiffen und Besatzungen, um diese gegen hohe Lösegelder wieder freizupressen.
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