Bachelorarbeit, 2011
112 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Betrachtung der Lernstrategien beim selbstgesteuerten Lernen
2.1 Merkmale und Begriff des selbstgesteuerten Lernens
2.2 Lerntheoretische Begründung des selbstgesteuerten Lernens
2.3 Personale Bedingungen des selbstgesteuerten Lernens
2.3.1 Zum Begriff der Lernstrategie
2.3.2 Klassifikation und Beispiele der Lernstrategien
2.3.2.1 Kognitive Lernstrategien
2.3.2.2 Ressourcenbezogene Lernstrategien
2.3.2.3 Metakognitive Lernstrategien
2.4 Kontextuale Bedingungen des selbstgesteuerten Lernens
2.5 Zusammenspiel personaler und kontextualer Bedingungen
3 Analyse des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV: Konzeption und Befunde einer empirischen Erhebung der Lernstrategien der Beschäftigten
3.1 Konzeption und Durchführung der empirischen Erhebung
3.1.1 Problemstellung und Frage der Erhebung
3.1.2 Design des Erhebungsinstrumentes
3.1.3 Auswahl der Teilnehmer und Durchführung der Erhebung
3.2 Auswertung und Analyse der empirischen Befunde
3.2.1 Auswertungsschritte und Berechnung der Messergebnisse
3.2.2 Ergebnisbericht der Erhebung
3.2.2.1 Kognitive Lernstrategien
3.2.2.2 Ressourcenbezogene Lernstrategien
3.2.2.3 Metakognitive Lernstrategien
4 Förderung des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV: Implikationen für den Aufbau der Lernstrategien der Beschäftigten
4.1 Didaktische Methoden für ein selbstgesteuertes Lernen
4.1.1 Direkte Förderung: Methoden des Lernstrategietrainings
4.1.2 Indirekte Förderung: Methoden des Instruktionsdesigns
4.2 Innovative Methodenlandschaft für eine neue Lernkultur
5 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf die künftige Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV
Die Arbeit untersucht, ob die Beschäftigten der Territorialen Wehrverwaltung (TerrWV) über ausreichende Lernstrategien verfügen, um in einer zunehmend komplexen Arbeitswelt selbstgesteuert lernen zu können. Ziel ist es, durch die Analyse der bestehenden Lernstrategien didaktische Implikationen abzuleiten, um das selbstgesteuerte Lernen innerhalb der Organisation zu fördern und die Lernkultur zu modernisieren.
2.1 Merkmale und Begriff des selbstgesteuerten Lernens
Eine Definition dessen, was die Wissenschaft unter einem selbstgesteuerten Lernen versteht, ist keineswegs einheitlich, sondern unterscheidet sich je nach Disziplin und Perspektive als auch von Autor zu Autor. Was beispielsweise in der deutschen Fachliteratur als selbstgesteuertes, selbstbestimmtes, selbstständiges oder selbstreguliertes Lernen bezeichnet wird, findet sich im englischen Sprachraum als self-directed, self-guided oder self-regulated learning wieder (vgl. SCHIERSMANN 2007). Eine scharfe Abgrenzung dieser Konzepte ist nicht Ziel dieser Arbeit. Bedeutend ist jedoch, dass eine derartige Konzept- und Begriffsvielfalt auf eine unterschiedliche Adressierung der Facetten des Lernens zurückzuführen ist (vgl. FRIEDRICH/MANDL 1997, 239). Diese Facetten erstrecken sich vom Lernziel (woraufhin?) über den Lerninhalt (was?) bis hin zur Lernregulierung (wann? wo? wie lange?) und den Lernweg (wie?) (vgl. ebd., 239). Bei einem selbstgesteuerten Lernen gilt es, diese Facetten zu steuern.
Die Steuerung verlangt vom Lernenden jedoch den Einsatz seiner ganzen Person – seinem Selbst. Das Selbst ist das Bild, welches jeder von sich hat (vgl. WILD/HOFER/PEKRUN 2006). Es konstituiert sich aus habituellen Merkmalen wie Fähigkeiten, Stärken, Wissen, Schwächen, Gefühlen und Verhalten (vgl. KONRAD/TRAUB 2009, 2f). So muss der Lernende bei einem selbstgesteuerten Lernen beispielsweise sein Vorwissen und seine Interessen aktivieren, sich motivieren und Ausdauer zeigen. Bildlich gesprochen verknüpft sich das Selbst des Lernenden mit seiner Steuerung; das Lernen wird autonom (vgl. SCHIERSMANN 2004, 58). Dies impliziert die Annahme, ohne eine Lehrperson zu lernen. Dem ist nicht so. Allein der Facettenreichtum des Lernens legt nahe, dass sich der Lernende nie völlig vom Lehrenden löst. Vielmehr bewegt sich der Lernende entlang eines Kontinuums, das sich zwischen zwei Polen erstreckt: der absoluten Selbst- und der völligen Fremdsteuerung (vgl. SIMONS 1992, 251).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wissensgesellschaft ein, begründet das Interesse am selbstgesteuerten Lernen im öffentlichen Dienst (TerrWV) und leitet die zentrale Forschungsfrage ab.
2 Theoretische Betrachtung der Lernstrategien beim selbstgesteuerten Lernen: Dieses Kapitel definiert selbstgesteuertes Lernen, beleuchtet lerntheoretische Hintergründe und klassifiziert Lernstrategien in kognitive, ressourcenbezogene und metakognitive Kategorien.
3 Analyse des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV: Konzeption und Befunde einer empirischen Erhebung der Lernstrategien der Beschäftigten: Hier wird das methodische Design der Erhebung dargelegt und die Ergebnisse zur Nutzung verschiedener Lernstrategien bei den Mitarbeitern des Bundesamtes für Wehrverwaltung präsentiert.
4 Förderung des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV: Implikationen für den Aufbau der Lernstrategien der Beschäftigten: Aus den Befunden werden didaktische Methoden abgeleitet, unterteilt in direkte Trainingsansätze und indirekte Maßnahmen des Instruktionsdesigns.
5 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf die künftige Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens in der TerrWV: Dieses Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die Notwendigkeit einer neuen Lernkultur innerhalb der Bundeswehrverwaltung.
Selbstgesteuertes Lernen, Lernstrategien, berufliche Weiterbildung, Territoriale Wehrverwaltung, Kognition, Metakognition, Ressourcenmanagement, Instruktionsdesign, Arbeitsplatzlernen, Kompetenzaufbau, Lernkultur, Personalentwicklung, empirische Erhebung, Wissensmanagement, Selbstwirksamkeit.
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Notwendigkeit des selbstgesteuerten Lernens für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, exemplarisch dargestellt an der Territorialen Wehrverwaltung (TerrWV).
Die zentralen Felder sind die Lerntheorie, die Klassifikation und Messung von Lernstrategien sowie die methodisch-didaktische Gestaltung der beruflichen Fortbildung.
Die Hauptfrage ist, ob die Beschäftigten der TerrWV über hinreichend Lernstrategien verfügen, um selbstgesteuert lernen zu können, und wie diese durch geeignete didaktische Maßnahmen gefördert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und einer empirischen quantitativen Erhebung, bei der ein auf den beruflichen Kontext transformierter Fragebogen (WLI-Schule) genutzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Lernstrategieklassen sowie eine detaillierte Auswertung empirischer Daten zur Nutzung dieser Strategien durch die Mitarbeiter.
Selbstgesteuertes Lernen, Lernstrategien, Territoriale Wehrverwaltung, kognitive/metakognitive Strategien, berufliche Weiterbildung und Instruktionsdesign.
Die Analyse ergab insbesondere in den metakognitiven Strategien (Planung, Überwachung, Regulation) Verbesserungsbedarf, da die Beschäftigten ihr Lernen am Arbeitsplatz selten als steuerbaren Prozess wahrnehmen.
Arbeits- und Lernaufgaben stellen ein zentrales Instrument der indirekten Förderung dar, da sie den Transfer von theoretischem Wissen in die praktische Arbeitssituation ermöglichen und Selbststeuerung fördern.
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