Bachelorarbeit, 2012
77 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
Erster Teil: Auslegung biblischer Versuchungstexte
1.1 Exegese von Genesis 3: Der Sündenfall
1.1.1. Vers 1-3: Der Beginn des Dialogs
1.1.2. Vers 4-5: Die eigentliche Verführung und Versuchung
1.1.2.1. Die Schlange als Gegenspielerin Gottes
1.1.3. Vers 6-7: Der Verstoß gegen das göttliche Gebot
1.1.4. Vers 8-24: Das Gespräch mit Gott und die Strafe
1.1.5. Resümee
1.2 Exegese von Matthäus 4,1-11: Die Versuchungen Jesu
1.2.1. Textanalyse und erste Deutungen
1.2.1.1. Vers 1-2: Vorbereitung/Exposition
1.2.1.2. Vers 3-4: Die erste Versuchung
1.2.1.3. Vers 5-7: Die zweite Versuchung
1.2.1.4. Vers 8-10: Die dritte Versuchung
1.2.1.5. Vers 11: Abschluss
1.2.2. Literarkritik
1.2.3. Traditionsgeschichte
1.2.3.1. Die Verbindung zwischen Jesus und dem Volk Israel
1.2.3.2. Hintergründe des Fastens und des Zitats des Teufels
1.2.3.3. Zusammenhänge von Mt 4 und Gen 3
1.2.4. Zusammenfassende Auslegung
1.2.5. Resümee: Das biblische Versuchungsverständnis
Zweiter Teil: „Die letzte Versuchung Christi“
2.1. Einführung
2.2. Handlungsüberblick
2.3. Das Christusbild des Films
2.3.1. Jesus der Zweifler
2.3.2. Die läuternde Schlangenerscheinung
2.4. Die Versuchung in der Wüste
2.4.1. Ablauf des Geschehens
2.4.2. Die erste Versuchung – die Schlange
2.4.3. Die zweite Versuchung – der Löwe
2.4.4. Die dritte Versuchung – der Satan
2.4.5. Abschluss der Szene – Johannes der Täufer
2.5. Die letzte Versuchung
3. Schlussbetrachtung
4. Literatur
Die Arbeit untersucht die biblische Thematik der Versuchung anhand von Genesis 3 und Matthäus 4,1-11, um anschließend zu analysieren, wie Martin Scorsese diese Motive in seinem Film „Die letzte Versuchung Christi“ rezipiert, darstellt und ethisch-theologisch verarbeitet.
1.1 Exegese von Genesis 3: Der Sündenfall
Das dritte Kapitel des Genesisbuchs handelt von der Entstehung der menschlichen Sünde. Es folgt dem zweiten Schöpfungsbericht in Gen 2, der sich als Exposition verstehen lässt. Dort wird der Mensch von Gott, den alttestamentlichen Schriften als Schöpfer aller Dinge voraussetzen, geschaffen und in den Garten Eden gesetzt. Daraus resultiert eine klare Hierarchie, aus der heraus Gott Gebote erlässt. Er gibt dem Menschen einen Herrschaftsauftrag über die Tierwelt und untersagt ihm, von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens, dem Baum der Erkenntnis, zu essen.
Die Erzählung in Gen 3 lässt sich nach Scharbert in das Schema „Versuchung → Frevel → Verhör → Strafe“ gliedern. Nachdem das erste Menschenpaar, Adam und Eva, von Gott geschaffen und nackt in den Garten Eden gesetzt worden war, wird Eva von einer Schlange zum Verstoß gegen das Gebot, die Früchte des Baumes der Erkenntnis nicht anzurühren, verführt. Sie versprach ihr die Fähigkeit, das Gute und Böse zu erkennen, wie sie auch Gott besitzt. Eva gibt auch Adam eine Frucht vom Baum. Daraufhin erkennen beide ihre Nacktheit und verstecken sich auf Grund ihres neu erlangten Schamgefühls. Als Gott in den Garten kommt und ihr ungehöriges Verhalten bemerkt, weist er sie aus dem Garten Eden aus und straft sie mit einem Leben in Mühsal, das einst mit dem Tod enden soll. Die Schlange verurteilt er dazu, auf dem Bauch zu kriechen und Staub zu fressen.
In der christlichen Theologie wird dieses Geschehen als der „Sündenfall“ oder die „Ursünde“ der Menschen bezeichnet. Aus ihr resultiert die Erbsünde, die sich seit Adam und Eva in der Menschheit fortpflanzt.
1.1 Exegese von Genesis 3: Der Sündenfall: Diese exegetische Analyse untersucht den biblischen Sündenfall und arbeitet die Dynamik der Versuchung, den Sündenfall selbst sowie das göttliche Verhör und die daraus resultierende Strafe heraus.
1.2 Exegese von Matthäus 4,1-11: Die Versuchungen Jesu: Dieser Abschnitt bietet eine textkritische und traditionsgeschichtliche Untersuchung der Versuchung Jesu in der Wüste und beleuchtet die christologischen Aspekte sowie die Bezüge zum Alten Testament.
2.1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Films von Martin Scorsese und stellt dessen Intention dar, den leidvollen Kampf Jesu zur Selbstfindung filmisch erfahrbar zu machen.
2.2 Handlungsüberblick: Hier erfolgt eine Zusammenfassung der Filmhandlung, von Jesu Wirken als Zweifler bis hin zur zentralen Vision der letzten Versuchung am Kreuz.
2.3 Das Christusbild des Films: Dieser Teil widmet sich der Charakterisierung Jesu im Film als zutiefst menschliche und von Zweifeln geplagte Gestalt, die ihre göttliche Bestimmung erst mühsam erkennen muss.
2.4 Die Versuchung in der Wüste: Dieses Kapitel analysiert die filmischen Versuchungsszenen, in denen Jesus durch die Schlange, den Löwen und den Satan mit irdischen Begierden und Machtansprüchen konfrontiert wird.
2.5 Die letzte Versuchung: Der Fokus liegt hier auf der titelgebenden Szene, in der Jesus am Kreuz eine Vision eines alternativen, bürgerlichen Lebens erlebt, die den endgültigen Kampf zwischen Geist und Fleisch darstellt.
3. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit resümiert die allegorische Kraft des Films und ordnet die filmische Darstellung in den Kontext der biblischen Vorlage sowie der kontroversen Rezeptionsgeschichte ein.
Versuchung, Sündenfall, Genesis, Matthäus, Martin Scorsese, Die letzte Versuchung Christi, Exegese, Jesus Christus, Zweifler, Satan, Menschwerdung, Theologie, Filmkritik, Geist und Fleisch, Messias
Die Arbeit untersucht die biblische Darstellung der Versuchung (Genesis und Matthäus) und vergleicht diese mit der filmischen Interpretation in Martin Scorseses „Die letzte Versuchung Christi“, um theologische und ethische Aspekte herauszuarbeiten.
Zentrale Themen sind die Exegese von biblischen Versuchungstexten, die filmische Rezeption dieser Motive, die Auseinandersetzung mit der menschlichen und göttlichen Natur Jesu sowie die Rolle von Versuchung als menschliches Phänomen.
Ziel ist es, die biblische Versuchungsthematik exakt zu erfassen und zu untersuchen, wie diese in Scorseses Film verarbeitet wird, um die Haltbarkeit der gegen den Film erhobenen Blasphemievorwürfe kritisch zu hinterfragen.
Es wird eine exegetische Analyse der biblischen Texte unter Einbeziehung wissenschaftlicher Kommentarliteratur angewandt, die mit einer filmwissenschaftlichen und interpretativen Analyse der narrativen Elemente des Films kombiniert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine exegetische Analyse der biblischen Texte (AT und NT) und einen analytischen Teil über den Film, wobei Bezüge zwischen biblischer Tradition und Scorseses Inszenierung hergestellt werden.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Versuchung, Sündenfall, Exegese, Jesus Christus, Martin Scorsese, Messias, sowie die dialektische Spannung zwischen Geist und Fleisch.
Die Schlange wird als Verführerin und Personifizierung einer gegen Gott gerichteten Macht oder als Ausdruck menschlicher Begierde interpretiert, die das Vertrauen in Gott durch Zweifel ersetzt.
Sie dient als ultimative Vision, die Jesus vor die Entscheidung zwischen dem Martyrium als Messias und einem friedlichen Leben als normaler Mensch stellt, wodurch der spirituelle Konflikt und sein endgültiges Bekenntnis zu Gott verdeutlicht werden.
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