Diplomarbeit, 2009
134 Seiten, Note: 1,00
EINLEITUNG
Problemstellung und Forschungsfrage
Zielsetzung und Hypothese
Wissenschaftliche Forschungsmethode
1. ADIPOSITAS
1.1. Definition und Problemaufbereitung in Zahlen
1.2. Einteilung der Adipositas
1.3. Fettverteilung
1.4. Ursachen von Übergewicht
1.5. Gesundheitliche Folgen der Adipositas
2. THERAPIEMÖGLICHKEITEN BEI MORBIDER ADIPOSITAS
2.1. Unterschiedliche Arten der Adipositastherapie und deren Indikationen
2.2. Ernährungstherapie
2.2.1. Verschiedene Strategien der Ernährungstherapie
2.2.2. Verschiedene Formeln zur Energiebedarfsberechnung bei Adipösen
2.3. Eiweiß – ein wichtiger Makronährstoff in der Ernährungstherapie bei Adipositas
2.3.1. Allgemeine Informationen über Proteine
2.3.2. Verdauung und Resorption
2.3.3. Metabolismus
2.3.4. Proteinbewertung
2.3.5. Empfehlungen für den Proteinbedarf
2.3.6. Verschiedene Proteinbedarfsberechnungsmöglichkeiten bei Adipositas
2.3.7. Proteinmangel
2.3.8. Diagnostik der Proteinmalnutrition
2.4. Chirurgisch-operative Maßnahmen zur Adipositastherapie
2.4.1. Allgemeine Informationen bezüglich adipositaschirurigscher Therapie
2.4.2. Indikation
2.4.3. Patienteninformation
2.4.4. Ernährungsmedizinische Beratung und dessen Stellenwert in der Adipositaschirurgie
2.4.5. Verfahrensauswahl
3. ROUX EN Y GASTRIC BYPASS
3.1. Allgemeine Informationen über den Roux en y Gastric Bypass (RNYGB)
3.2. Prinzip des chirurgischen Verfahrens
3.2.1. Proximaler Magenbypass bzw. RNYGB
3.2.2. Distaler Magenbypass
3.3. Physiologische Veränderungen in Bezug auf die Ernährung sowie Eiweißzufuhr und -resorption
3.4. Intra- und Postoperative Komplikationen
3.5. Langezeitfolgen
3.6. Nachsorge
3.7. Erfolge durch RNYGB-Operationen
3.8. Physiologische Mechanismen beim Gewichtsverlust in Bezug auf den Proteinmetabolismus
4. ERNÄHRUNG BEI RNYGB
4.1. Verschiedene Formen des Kostaufbaus
4.2. Allgemeine Ernährungsempfehlungen nach der Operation
5. PROTEINSUPPLEMENTE BEI RNYGB
5.1. Allgemeine Empfehlungen zur Supplementierung bei RNYGB
5.2. Hermeneutische Erfassung eines möglichen Eiweißmangels und dessen Supplementierung
5.2.1. Studienergebnisse in Bezug auf Laborparameter
5.2.2. Studienergebnisse in Bezug auf anatomische und physiologische Veränderungen durch die RNYGB-Operation
5.2.3. Studienergebnisse in Bezug auf die Entwicklung einer „Eiweißintoleranz“
5.2.4. Studienergebnisse in Bezug auf die Energie- und Eiweißaufnahme
5.2.5. Studienergebnis in Bezug auf Bioimpedanzanalyse
5.2.6. Zeitraum für das Auftreten von Eiweißdefiziten
5.2.7. Folgen einer Mangelernährung
5.2.8. Prävention eines möglichen Eiweißdefizites
5.2.9. Maßnahmen bei Auftreten eines Proteindefizites
6. EMPIRISCHE ERFASSUNG EINES MÖGLICHEN EIWEIßMANGELS
6.1. Hintergrund
6.2. Methoden
6.3. Resultate
6.4. Diätologische Diagnose
6.5. Empfehlungen für die Eiweiß-Zufuhr bei RNYGB
6.6. Einsatz von Eiweißsupplementen
7. CONCLUSIO
7.1. Risikofaktoren zur Entwicklung einer Proteinmalnutrition
7.2. Evidenzbasierte Energie- und Eiweißbedarfsberechnungen für RNYGB-Patienten
7.2.1. Berechnungen des Energiebedarfs
7.2.2. Berechnung des Eiweißbedarfs
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Notwendigkeit einer gezielten Eiweißsupplementierung bei Patienten nach Roux-en-Y-Gastric-Bypass (RNYGB)-Operationen wissenschaftlich zu belegen und zu verdeutlichen, um das Risiko einer Proteinmalnutrition sowie deren Symptome wie Muskelschwäche, Haarausfall oder Wundheilungsstörungen im ersten postoperativen Jahr zu minimieren.
3.3. Physiologische Veränderungen in Bezug auf die Ernährung sowie Eiweißzufuhr und -resorption
In der hier folgenden Auflistung sind die, aufgrund der RNYGB-Operation, physiologischen Veränderungen in Betracht auf die Ernährung, sowie Eiweißzufuhr und -resorption im Speziellen, evidenzbasiert aufbereitet.
Restriktive Komponente: Durch die anatomischen Veränderungen nach der Operation, ergibt sich eine starke Einschränkung der Nahrungs- bzw. Nährstoffmenge. [79] Konsumieren die Patienten mehr als in den kleinen Pouch passt, kommt es zu Missempfinden und schließlich zu Erbrechen. Somit werden die Patienten dazu „gezwungen“, ihr Essverhalten gravierend zu verändern und deutlich weniger zu essen als sie es vor der Operation gewohnt waren. Dies wird insofern erleichtert, als trotz der geringen Aufnahme an Nahrungsmittel in der Regel schnell ein gewisses Gefühl der Sättigung auftritt. Verantwortlich dafür ist die Verminderung des Hormons Ghrelin im Blutspiegel. [44] Dieses so genannte „Hungerhormon“ ist im Fundus des Magens lokalisiert. Die Resektion des Fundus beim RNYGB verhindert den Kontakt der Nahrung mit der Mukosa im Magenfundus und Ghrelin wird somit vermindert ausgeschüttet. [44, 91]
Wegfall der Magenmühle: Wenn das Essen nicht gründlich genug gekaut wird, findet die restliche Zerkleinerung normalerweise im Magen durch die Magenmühle statt. Dabei verschließt sich der Magenmuskel, und die zu großen Speisepartikel können nicht in das Duodenum gelangen. Durch die „Sperre“ des Muskels kommt es zu einer peristaltischen Gegenbewegung, die die Nahrung wieder in das Mageninnere zurückbewegt. Die zu groben Nahrungspartikel werden durch diese Bewegungen zerrieben. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Nahrungspartikel nicht größer als 1 bis 2 mm im Durchmesser sind und schließlich an das Duodenum weitergeleitet werden können. [72] Da durch die Magenresektion auch keine Magenmühle mehr besteht, kann die Nahrung im Magen nicht mehr zerkleinert werden und die Spaltung der Proteine nicht mehr vollständig erfolgen (siehe Kapitel 2.3.2.). Weiters wird der Speisebrei nur mehr schlecht mit dem Magensaft durchmischt. [64]
1. ADIPOSITAS: Dieses Kapitel definiert Adipositas als chronische Erkrankung, beleuchtet die aktuelle Prävalenz in Zahlen und erläutert Ursachen sowie die gesundheitlichen Langzeitfolgen.
2. THERAPIEMÖGLICHKEITEN BEI MORBIDER ADIPOSITAS: Hier werden verschiedene Behandlungsansätze wie Ernährungs- und Verhaltenstherapien sowie chirurgische Optionen diskutiert, mit Fokus auf den Proteinbedarf und die Indikationen für operative Eingriffe.
3. ROUX EN Y GASTRIC BYPASS: Dieses Kapitel erläutert das RNYGB-Verfahren, seine physiologischen Auswirkungen auf die Verdauung und die resultierenden Komplikationen sowie notwendige Nachsorgemaßnahmen.
4. ERNÄHRUNG BEI RNYGB: Fokus auf den postoperativen Kostaufbau und praktische Regeln für eine gesunde Ernährung, um Komplikationen nach RNYGB-Operationen zu vermeiden.
5. PROTEINSUPPLEMENTE BEI RNYGB: Eine kritische Analyse der Notwendigkeit von Proteinsupplementen und eine Übersicht über aktuelle Studienergebnisse hinsichtlich Eiweißmangel.
6. EMPIRISCHE ERFASSUNG EINES MÖGLICHEN EIWEIßMANGELS: Vorstellung der eigenen empirischen Datenanalyse von 39 Ernährungsprotokollen, um den Ist-Zustand der Energie- und Proteinaufnahme zu ermitteln.
7. CONCLUSIO: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der Risikofaktoren und evidenzbasierte Empfehlungen für eine erfolgreiche Eiweißsupplementierung in der Praxis.
Adipositas, RNYGB, Magenbypass, Eiweißmalnutrition, Proteinsupplementierung, Ernährungstherapie, Energiebedarf, Proteinbedarf, Malabsorption, bariatrische Chirurgie, Stickstoffbilanz, Postaggressionsstoffwechsel, Ernährungsprotokoll, postoperative Nachsorge, Gewichtsverlust.
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer gezielten Eiweißsupplementierung bei Patienten, die sich einem Roux-en-Y-Gastric-Bypass (RNYGB) unterzogen haben, um eine Proteinunterernährung im ersten postoperativen Jahr zu verhindern.
Die Arbeit verknüpft die Grundlagen der Adipositastherapie mit den spezifischen anatomischen und physiologischen Veränderungen nach einer Magenbypass-Operation, um daraus den konkreten Proteinbedarf und die Notwendigkeit von Nahrungsergänzungen abzuleiten.
Die zentrale Frage lautet, inwieweit eine gezielte Eiweißsupplementierung bei RNYGB-Patienten zwingend erforderlich ist, um bis ein Jahr nach dem Eingriff eine schwere Eiweißmalnutrition erfolgreich zu vermeiden.
Die Arbeit kombiniert eine hermeneutische Literaturrecherche mit einer eigenen empirischen Datenerhebung, bei der 39 Ernährungsprotokolle von Patienten ausgewertet wurden, um den Ist-Zustand der Makronährstoffzufuhr zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Adipositas und deren Therapie, die chirurgische Technik des RNYGB, die physiologischen Konsequenzen nach der OP, eine detaillierte Analyse des Proteinbedarfs sowie eine empirische Auswertung der Ernährungssituation der Patienten.
Adipositas, RNYGB, Proteinmalnutrition, Eiweißsupplementierung, bariatrische Chirurgie, Ernährungstherapie und Stickstoffbilanz sind die essenziellen Schlagworte.
Durch den Wegfall der mechanischen Zerkleinerung im Magen und die verkürzte Passage können Proteine nicht mehr vollständig verdaut werden, was das Risiko für einen Eiweißmangel massiv erhöht.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der zu geringen oralen Eiweißaufnahme und der reduzierten Resorptionskapazität der Einsatz von Proteinmodulen im ersten postoperativen Jahr unumgänglich ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

