Seminararbeit, 2007
15 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Kurzer Blick in die Vergangenheit
3. Ernährungserziehung und Ernährungsverhalten
3.1. Definition Ernährungserziehung
3.2. Definition Ernährungsverhalten
3.3. Das Drei-Komponenten-Modell
3.4. Hindernisse in der Ernährungserziehung
4. Familiäre Ernährungserziehung
4.1. Allgemein
4.2. Lernen
4.2.1. Die klassische Konditionierung
4.2.2. Die operante Konditionierung
4.2.3. Lernen am Modell (und Gewöhnung)
5. Häufige Fehler und Lösungsansätze
5.1. Ernährung der Eltern
5.2. Verbieten bzw. Gesundheitsbewusstsein
5.3. Familientisch
5.4. Gesundes Ess-Sättigungs-Gefühl
6. Konklusion
Diese Seminararbeit untersucht, wie durch eine ernährungsphysiologisch wertvolle familiäre Erziehung unter Einbeziehung klassischer Lerntheorien ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern gefördert werden kann. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern durch ihr Vorbild und die Gestaltung des Essalltags präventiv gegen Fehlernährungen wirken können.
4.2.1. Die klassische Konditionierung
Der amerikanische Psychologieprofessor Seligman begründete das „Sauce Béarnaise-Syndrom“. Der abstrakte Name lässt sich darauf zurückführen, dass Seligman nach dem Verzehr eines Abendessens Übelkeit sowie Erbrechen verspürte und diese Symptome auf den Konsum der Sauce schloss.
Ein unangenehmes, schockartiges Erlebnis, gekoppelt an ein bestimmtes Essen, kann eine lebenslange Abneigung erzeugen [4; S.34].
V. Pudel [4; S.33] stellt als Beispiel eine Situation, in der das Kind von der Mutter zum Aufessen eines Spinatgerichtes „gezwungen“ wird, dar. Bei einer Abwehrreaktion des Sprösslings fällt die Speise auf den Teppich, worauf die Mutter ihr Kind ohrfeigt. Er schließt daraus, dass das Kind eine Komponente dieser Mahlzeit in Zukunft verabscheuen wird.
Nach diesem Erklärungsmodell werden bereits in der Kindheit mit bestimmten Lebensmitteln positive oder negative Erfahrungen verknüpft. Auch wenn die Reizqualitäten (z.B. Übelkeit, Schmerz durch eine Ohrfeige,…) schon lange nicht mehr in Zusammenhang mit diesen Essen auftreten, bleiben dennoch Präferenzen bzw. Aversionen dauerhaft bestehen und werden meistens zeitlebens nicht mehr gelöscht. Auf diese Weise erworbene Vorlieben oder Abneigungen stehen selten mit biologischen Bedürfnissen des Körpers im Einklang und können sogar eine bedarfsgerechte Ernährung verhindern [10; S.65].
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die alarmierenden Daten zur Übergewichtigkeit bei Kindern und stellt die Hypothese auf, dass ein gesundes Ernährungsverhalten durch erlernte Muster in der Familie gefördert werden kann.
2. Kurzer Blick in die Vergangenheit: Das Kapitel reflektiert den historischen Wandel von der Mangelernährung, bei der Essen als Überlebensstrategie diente, hin zur heutigen Überflussgesellschaft.
3. Ernährungserziehung und Ernährungsverhalten: Hier werden Definitionen sowie das Drei-Komponenten-Modell nach Pudel vorgestellt, um die komplexen Faktoren des Essverhaltens zu analysieren.
4. Familiäre Ernährungserziehung: Dieses Kapitel behandelt die zentrale Rolle des Lernens in der Familie, unterteilt in klassische Konditionierung, operante Konditionierung und Lernen am Modell.
5. Häufige Fehler und Lösungsansätze: Es werden praxisnahe Empfehlungen zur Gestaltung des Familientisches, der Vorbildfunktion der Eltern und dem Umgang mit Verboten gegeben.
6. Konklusion: Das Fazit unterstreicht die Bedeutung von Geduld und individuellen Spielräumen, um die Eigenverantwortung von Kindern langfristig zu stärken.
Ernährungserziehung, Ernährungsverhalten, Lerntheorien, klassische Konditionierung, operante Konditionierung, Lernen am Modell, Vorbildfunktion, Übergewicht, Familienernährung, Essgewohnheiten, Ernährungspsychologie, Prävention, Nahrungspräferenzen, Kinderernährung, Drei-Komponenten-Modell
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Mechanismen der familiären Ernährungserziehung und wie Kinder ein gesundes Ernährungsverhalten erlernen können.
Die zentralen Felder sind die Lerntheorien der Psychologie, die Rolle der Eltern als Vorbilder und der Einfluss von Umgebung und Kultur auf das kindliche Essverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie durch eine wertvolle Ernährungserziehung unter Berücksichtigung klassischer Lerntheorien gesunde Ernährungsgewohnheiten bei Kindern etabliert werden können.
Die Autorin verwendet eine hermeneutische Analyse, die auf psychologischen Grundlagentheorien und ernährungsmedizinischen Erkenntnissen basiert.
Der Hauptteil analysiert die drei Lernformen (klassische und operante Konditionierung sowie Lernen am Modell) und wendet diese auf den praktischen Familienalltag an.
Wichtige Begriffe sind Ernährungserziehung, Vorbildwirkung, Gewöhnung, Lernmodelle sowie der bewusste Umgang mit Lebensmittelüberfluss.
Es beschreibt ein Phänomen der klassischen Konditionierung, bei dem eine einmalige, unangenehme Erfahrung (wie Übelkeit nach dem Essen) zu einer lebenslangen Aversion gegen ein bestimmtes Lebensmittel führen kann.
Verbote machen Lebensmittel zu „Konfliktlebensmitteln“, was deren Reiz für Kinder oft erhöht und zu einer ungesunden psychologischen Fixierung führen kann.
Die Autorin empfiehlt, das natürliche Körpergefühl der Kinder zu respektieren, ihnen Portionsgrößen selbst bestimmen zu lassen und keinen Zwang zur Leerung des Tellers auszuüben.
Der Familientisch sollte ein positiver Ort bleiben und nicht als Schauplatz für Machtkämpfe missbraucht werden, um andere Erziehungsziele durchzusetzen.
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