Diplomarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
1.1 Thema der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
II. Ursachen der Finanzkrise
2.1 Entstehung der US-Immobilienkrise
2.1.1 Immobilienblase
2.1.2 Immobilienkrise
2.2 US-Immobilienkrise wird zur globalen Finanzkrise
2.2.1 Asset-Backed Securities
2.2.2 Collateralized Debt Obligations
2.2.3 Fehlverhalten der Ratingagenturen
2.2.4 Hedge Fonds
2.2.5 Die Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac
2.2.6 Die Insolvenz von Lehman Brothers
III. Die Krise erreicht Deutschland
3.1 Konjunktureller Abschwung
3.2 Arbeitsmarkt
3.3 Beispiel Opel
3.4 Selbstregulierung oder staatlicher Eingriff?
IV. Stabilisierung der Finanzmärkte
4.1 Zentralbankpolitische Maßnahmen
4.1.1 Federal Reserve
4.1.2 Europäische Zentralbank
4.2 Staatliche Maßnahmen
4.2.1 Finanzmarktstabilisierungsgesetz
4.2.2 Ergänzungsgesetz zur Finanzmarktstabilisierung
4.2.3 Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung
4.2.4 Garantien für private Spareinlagen
4.2.5 Vorbild Schweden
VI. Konjunkturprogramme
6.1 Konjunkturpaket I
6.2 Konjunkturpaket II
6.3 Umweltprämie
VII. Verbesserungsvorschläge um neue Krisen zu vermeiden
7.1 Managementverantwortung
7.2 Institutionsverantwortung
7.2.1 Änderungen im Bankensystem
7.2.2 Ratingagenturen
IX. Schlusswort
Die Arbeit analysiert die Entstehung der globalen Finanzkrise mit Ursprung in den USA und deren Auswirkungen auf die deutsche Real- und Finanzwirtschaft. Dabei steht die Untersuchung der staatlichen Gegenmaßnahmen und Konjunkturprogramme im Fokus, um deren Effektivität bei der Stabilisierung des Finanzsystems und der Unterstützung des Arbeitsmarktes zu bewerten.
2.2.1 Asset-Backed Securities
Zunächst blieb die entstandene Finanzmarktkrise der USA ein landesinternes Problem, wobei erste Banken wie Fannie Mae und Freddie Mac ernsthaften liquiden Knappheiten gegenüberstanden (vgl. Fischer, M. (2009), S. 14). Jedoch nahm diese Angelegenheit aufgrund der internationalen Vernetzungen der Banken sehr schnell globale Dimensionen an. Insbesondere andere moderne Finanzierungskonstruktionen, bei denen Verbriefungen von Zins- und Tilgungsansprüchen weiterveräußert wurden, so genannte Asset-Backed Securities (ABS), trugen dazu bei, dass sich die Krise über die Landesgrenze hinaus verbreitete. Bei den ABS handelte es sich um eine Art Risikomanagement, bei der verschiedene Kredite und Forderungen bündelte und anschließend als Paket zum Kauf anbot. Mit diesem Verfahren konnte man illiquide Forderungen vorzeitig in liquide Mittel umwandeln und zugleich weitere Erträge verwirklichen. Die ABS waren eine neue Form von Wertpapieren, die neben den Krediten für Immobilien auch Kreditkartenforderungen, Autofinanzierungen und Leasingforderungen beinhalteten (vgl. Rudolph, B./Hofmann, B./Schäfer, K./Schaber, A. (2007), S. 39). Es wurden für diese Transaktionen sogar spezielle Zweckgesellschaften gegründet, so genannte Special Purpose Entities (SPE) bzw. Special Purpose Vehicles (SPV) (vgl. Struffert, R. (2006), S. 1). Diese Gesellschaften verloren bei Verkauf der Kreditforderungen und Hypotheken zwar nicht den Status als Gläubiger, jedoch wurde das wirtschaftliche Risiko weitergereicht (vgl. Grundmann, S./Hofmann, C./Möslein, F. (2009), S. 10). Die abgetretenen Forderungen mussten auf diesem Weg auch nicht mehr in der Bilanz eingetragen werden. Des Weiteren mussten keine Eigenkapitalsicherungen vorgewiesen werden, da die Gesellschaften die Forderungen lediglich ankauften und sie somit nicht als Kreditgeber auftraten. Dadurch konnte man die Bestimmungen von Basel I auf legale Weise umgehen, die eigentlich einen Nachweis von Eigenkapital voraussetzten (vgl. Huelmann, F. (2004), S. 2). In dieser Manier konnten theoretisch unzählige Kredite vergeben werden (vgl. Grundmann, S./Hofmann, C./Möslein, F. (2009), S. 9). Kaum jemand konnte dieser neuen Finanzierungsmöglichkeit widerstehen, und so gerieten innerhalb kürzester Zeit einige dieser Wertpapiere auch in das Portfolio von Banken aus aller Welt.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Finanzkrise, deren globale Auswirkungen und Vorstellung der methodischen Herangehensweise der Arbeit.
II. Ursachen der Finanzkrise: Detaillierte Analyse der Entstehung der US-Immobilienblase und der Mechanismen wie ABS und CDOs, die zur globalen Ausbreitung der Krise führten.
III. Die Krise erreicht Deutschland: Untersuchung der Übertragung der Krise auf den deutschen Sektor, beleuchtet anhand des konjunkturellen Abschwungs, der Arbeitsmarktentwicklung und Fallbeispielen wie Opel.
IV. Stabilisierung der Finanzmärkte: Darstellung der Rettungsmaßnahmen durch Zentralbanken (FED, EZB) und der staatlichen Eingriffe wie das Finanzmarktstabilisierungsgesetz.
VI. Konjunkturprogramme: Beschreibung der staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft, insbesondere durch die Konjunkturpakete I und II sowie die Umweltprämie.
VII. Verbesserungsvorschläge um neue Krisen zu vermeiden: Diskussion zukünftiger Regulierungsansätze zur Stärkung der Management- und Institutionsverantwortung im Bankensektor.
IX. Schlusswort: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Krisenbewältigung und Ableitung von Lehren für die Zukunft.
Finanzkrise, Immobilienblase, Asset-Backed Securities, Bankensystem, Staatliche Eingriffe, Konjunkturpakete, Arbeitsmarkt, Ratingagenturen, Liquidität, Risikomanagement, Regulierung, Lehman Brothers, Verbriefungen, Wirtschaftsstabilisierung, Bankenrettung.
Die Arbeit behandelt die Ursachen der globalen Finanzkrise ab 2008, ihre Übertragung auf Deutschland sowie die staatlichen und zentralbankpolitischen Maßnahmen zur Krisenbewältigung.
Zentrale Themen sind die US-Immobilienblase, Finanzmarktstabilisierungsgesetze, die Rolle von Ratingagenturen und die Wirkung der deutschen Konjunkturprogramme.
Ziel ist es, die Entstehung der Krise nachzuvollziehen und zu bewerten, wie effektiv die getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems und der Realwirtschaft waren.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung von Daten zur Finanzmarktentwicklung basiert.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Krise, deren Auswirkungen auf Deutschland (inkl. Banken und Automobilindustrie) sowie die verschiedenen staatlichen Interventionsstrategien.
Wichtige Begriffe sind Finanzkrise, ABS, Konjunkturpakete, Ratingagenturen, Bankenregulierung und Staatsinterventionismus.
Der Autor kritisiert das Fehlverhalten der Ratingagenturen, denen eine Mitschuld an der Krise durch mangelhafte Risikobewertung von komplexen Finanzprodukten zugeschrieben wird.
Das Paket enthielt unter anderem die Umweltprämie, welche maßgeblich dazu beitrug, den Absatz von Neufahrzeugen in Deutschland während der Krise zu stabilisieren.
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