Diplomarbeit, 2003
105 Seiten, Note: 1,3
1. Vorgehensweise
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Quellen
1.2.1 Fremdenverkehrsstatistiken
1.2.2 Eigenerhebung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Tourismusindustrie
2.2 Marktanalyse
3. Naturräumliche und sozioökologische Merkmale der Kanaren
3.1 Die Kanarischen Inseln im Überblick
3.1.1 Landeskunde und Klima
3.1.2 Geschichte
3.1.3 Wirtschaft
3.2 Gran Canaria
3.2.1 Territoriale Beschreibung
3.2.2 Kultur
3.3 La Gomera
3.3.1 Territoriale Beschreibung
3.3.2 Kultur
3.4 Die Ambivalenz beider Zielgebiete
3.4.1 Das Massenziel Gran Canaria
3.4.2 Die Alternative La Gomera
4. Historische Entwicklung des Tourismus auf den Kanaren
4.1 Tourismus auf Gran Canaria
4.2 Tourismus auf La Gomera
5. Struktur der Tourismuswirtschaft auf Gran Canaria
5.1 Angebot
5.1.1 Beherbergungsbetriebe
5.1.2 Gastronomieangebot
5.1.3 Transportangebot
5.1.4 Sonstige Infrastruktur
5.1.5 Angebot der Reiseveranstalter
5.2 Nachfrage
5.2.1 Touristenankünfte und Übernachtungszahlen
5.2.2 Touristenanalyse
5.2.3 Bedürfnisse und Nachfrageverhalten
5.2.4 Ausgaben der Touristen
5.2.5 Kaufentscheidungsprozess
6. Struktur der Tourismuswirtschaft auf La Gomera
6.1 Angebot
6.1.1 Beherbergungsbetriebe
6.1.2 Gastronomieangebot
6.1.3 Transportangebot
6.1.4 Sonstige Infrastruktur
6.1.5 Angebot der Reiseveranstalter
6.2 Nachfrage
6.2.1 Touristenankünfte und Übernachtungszahlen
6.2.2 Touristenanalyse
6.2.3 Bedürfnisse und Nachfrageverhalten
6.2.4 Ausgaben der Touristen
6.2.5 Kaufentscheidungsprozess
7. Die Effekte der Tourismusindustrie auf die Inseln
7.1 Gran Canaria
7.1.1 Ökonomisch und soziokulturell
7.1.1.1 Beschäftigungseffekt
7.1.1.2 Kulturelle Änderungen
7.1.1.3 Sonstiges
7.1.2 Ökologisch
7.1.2.1 Verbauung der Landschaft
7.1.2.2 Sonstiges
7.2 La Gomera
7.2.1 Ökonomisch und soziokulturell
7.2.1.1 Landflucht
7.2.1.2 Kulturelle Änderungen
7.2.1.3 Sonstiges
7.2.2 Ökologisch
7.2.2.1 Landschaftszerstörung
7.2.2.2 Sonstiges
8. Die Problematik von Umweltbeeinträchtigungen im Reiserecht
8.1 Lösungsansätze in der Literatur
8.1.1 Definition Reiserecht
8.1.2 Verursacherprinzip
8.1.3 Umweltbeobachtungspflicht mit Beweislastumkehr
8.1.4 Weiter Mangelbegriff
8.1.5 Strenge Produzentenhaftung
8.2 Umwelteinflüsse auf Gran Canaria und La Gomera
8.2.1 Baulärm
8.2.2 Ungeziefer im Hotel
8.2.3 Überschwemmung im Hotel
8.2.4 Weitere Umweltprobleme
8.3 Rechtliche Folgen dieser Umweltprobleme
8.3.1 Abhilfe
8.3.2 Preisminderung
8.3.3 Weitere Folgen
9. Zukunftsaussichten
9.1 Gran Canaria
9.1.1 Qualitätstourismus
9.1.2 Plan für Premium-Tourismus
9.2 La Gomera
9.2.1 Zentrum für Ökotourismus und ländlichen Tourismus (C.I.T.)
9.2.2 Plan zur Förderung des ländlichen Tourismus
Diese Arbeit analysiert die Tourismusindustrie auf den Kanarischen Inseln Gran Canaria und La Gomera. Das primäre Ziel ist ein Vergleich der unterschiedlichen Tourismusformen – Massentourismus auf Gran Canaria gegenüber Alternativtourismus auf La Gomera – unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Auswirkungen sowie deren reiserechtlicher Problematik bei Umweltbeeinträchtigungen.
3.1.1 Landeskunde und Klima
Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantischen Ozean vor der nordafrikanischen Küste, ca. zweieinhalb Flugstunden von der iberischen Halbinsel und vier Flugstunden von den wichtigsten europäischen Großstädten entfernt.
Aufgrund ihrer Lage sind die Kanaren geographisch zwar Bestandteil Afrikas, aus politischer Sicht gehören sie jedoch seit dem 15. Jahrhundert zu Spanien und bilden heute eine der 17 spanischen Autonomien, die mit den deutschen Bundesländern vergleichbar sind.7
Die Kanarischen Inseln haben eine Flächenausdehnung von ca. 7.500 km²8 und bestehen aus den sieben Hauptinseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro (vgl. Abb. 2). Außerdem gehören noch vier kleinere, zu Naturparks erklärte Inseln dazu, die für den Tourismus allerdings nicht von Bedeutung sind: Alegranza, Montaña Clara, La Graciosa und Los Lobos.9
1. Vorgehensweise: Diese Einleitung erläutert das methodische Vorgehen und die Wahl der beiden Fallbeispiel-Inseln Gran Canaria und La Gomera.
2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die Kernbegriffe Tourismusindustrie und Marktanalyse definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
3. Naturräumliche und sozioökologische Merkmale der Kanaren: Das Kapitel bietet einen geographischen Überblick sowie kulturelle Einblicke in die kanarische Region und ihre Inseln.
4. Historische Entwicklung des Tourismus auf den Kanaren: Die Arbeit beschreibt die touristische Entstehung und den Aufstieg auf Gran Canaria sowie die spätere touristische Erschließung La Gomeras.
5. Struktur der Tourismuswirtschaft auf Gran Canaria: Eine detaillierte Marktanalyse von Angebot und Nachfrage für die Insel Gran Canaria mit Schwerpunkt auf Massentourismus.
6. Struktur der Tourismuswirtschaft auf La Gomera: Eine entsprechende Marktanalyse der Angebots- und Nachfragestruktur für die als Alternative geltende Insel La Gomera.
7. Die Effekte der Tourismusindustrie auf die Inseln: Analyse der sozioökonomischen und ökologischen Konsequenzen des Tourismus, einschließlich Landflucht und Landschaftsverbrauch.
8. Die Problematik von Umweltbeeinträchtigungen im Reiserecht: Eine juristische Untersuchung über Haftungsfragen und Reisemängel bei Umweltproblemen am Urlaubsort.
9. Zukunftsaussichten: Abschließende Betrachtung der geplanten Strategien hin zum Qualitäts- und Ökotourismus auf beiden Inseln.
Tourismusindustrie, Gran Canaria, La Gomera, Marktanalyse, Massentourismus, Alternativtourismus, Ökologie, Sozioökonomie, Reiserecht, Reisemangel, Umweltbeeinträchtigungen, Qualitätstourismus, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Fremdenverkehr.
Die Arbeit untersucht die Tourismuswirtschaft zweier kanarischer Inseln mit gegensätzlichen Tourismusmodellen, um deren sozioökonomische Folgen und rechtliche Herausforderungen bei Umweltproblemen zu analysieren.
Die zentralen Felder umfassen die Marktanalyse, die Darstellung sozioökonomischer und ökologischer Auswirkungen des Tourismus sowie die rechtliche Aufarbeitung von Reisemängeln durch Umwelteinflüsse.
Das Ziel ist der Vergleich zwischen dem Massentourismusziel Gran Canaria und der Nischendestination La Gomera, um daraus Erkenntnisse für zukünftige nachhaltige Entwicklungsstrategien zu gewinnen.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse eine schriftliche Befragung von Reiseveranstaltern zur Ermittlung von Nachfragedaten und Einschätzungen zu Reiserechtsproblemen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Angebots- und Nachfrageanalyse beider Inseln sowie eine Untersuchung der touristischen Auswirkungen auf Bevölkerung, Natur und das Reiserecht.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kanarische Inseln, Massentourismus, Ökotourismus, Reiserecht, Umweltbeeinträchtigungen und touristische Marktanalyse beschreiben.
Gran Canaria dient als Beispiel für den entwickelten Massentourismus mit entsprechender Infrastruktur, während La Gomera eher als Ziel für Individual- und Aktivurlauber mit bewahrter Ursprünglichkeit fungiert.
Die Arbeit beleuchtet, wie Umweltbelastungen (z.B. Baulärm, Überschwemmungen) rechtlich bewertet werden und welche Ansprüche Reisende gegenüber Veranstaltern geltend machen können, insbesondere unter dem Aspekt des sogenannten "allgemeinen Lebensrisikos".
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