Magisterarbeit, 2011
106 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Aufbau und Vorgehensweise
3 Das Genre Reality-TV
3.1 Definition des Terminus Reality-TV
3.2 Historische Entwicklung des Genres
3.3 Aktuelle Bestandsaufnahme des Genres im deutschen Fernsehen
3.4 Real Life Soaps als Ausprägung des performativen Realitätsfernsehens
3.4.1 Charakteristika von Docu Soaps und Reality Soaps
3.4.2 Charakteristika der Dokumentation
3.4.3 Charakteristika der Serie
3.4.4 Real Life Soaps – ein Hybridgenre – eine Ausprägung des Reality-TV
4 Big Brother
4.1 Idee und Konzeption
4.2 Die Bedeutung von Big Brother
4.3 Die Ethikdiskussion rund um Big Brother
4.4 Reaktionen aus Politik und Presse
4.5 Die Zuschauer – Struktur und Motivation
4.5.1 Rezeptionsstudie von Grimm
4.5.2 Rezeptionsstudie von Göttlich/Nieland
4.5.3 Rezeptionsstudie von Mikos
4.5.4 Rezeptionsstudie von Schweer/Lukaszewski
4.5.5 Rezeptionsmotive nach Schwäbe
4.6 Exkurs: Der mediale Mix bei Big Brother
5 Big Brother 10 – Jeder hat ein Geheimnis
5.1 Konzeptionelle Unterschiede zur ersten Staffel
5.2 Quoten, Marktanteile und Verlängerung
5.3 Die Bewohner
5.4 Inszenierungsstrategien, Dramaturgie und Montage
6 Untersuchung der Zuschauermotivation von Big Brother
6.1 Internetgestützte Befragung
6.2 Fragestellung
6.3 Auswertung
6.3.1 Fernsehverhalten
6.3.2 Zuschauermotivation bei Big Brother
6.3.3 Big Brother – Die 10. Staffel
6.3.4 Teilnahme bei Big Brother
6.3.5 Internetnutzung
6.3.6 Fazit
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zuschauermotivation des Reality-TV-Formats Big Brother nach seinem zehnjährigen Bestehen in Deutschland. Ziel ist es, durch eine internetgestützte Befragung die aktuellen Motive der Zuschauer zu analysieren und diese mit den Ergebnissen früherer Rezeptionsstudien in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.
3.4.1 Charakteristika von Docu Soaps und Reality Soaps
Stephanie Lücke fasst in ihrer Arbeit Real Life Soaps. Ein neues Genre des Reality TV die Charakteristika von Docu Soaps, welche sie anhand von Pressemeldungen der Sender zu deren jeweiligen Sendungen ausmachen konnte, wie folgt zusammen:
„Docu Soaps werden von den Fernsehsendern formal als eine Mischform zwischen der Dokumentation (speziell der Reportage) und der Serie angesehen, inhaltlich stehen die alltäglichen Freuden und Probleme normaler Menschen im Vordergrund, diese sollen echt, authentisch und ohne Inszenierung wiedergegeben werden.“ (Lücke 2002, S. 99)
Zudem schlägt Eggert (vgl. Lücke 2002) eine Typenbildung der Docu Soaps nach Ort, Personen und Themen vor. Demzufolge existieren Docu Soaps, deren Themen und Personen sich um einen spezifischen Ort drehen und somit über diesen zusammengehalten werden. Weiterhin definiert Eggert Docu Soaps, deren Themen und Orte über bestimmte Personen transportiert werden und dadurch zusammengefügt werden. Zusätzlich trennt sie nach Themen, also Docu Soaps, deren Personen und Orte so gegensätzlich sind, dass sie nur über ein gemeinsames Thema zusammengefasst werden können (vgl. ebd., S. 100).
Im Gegensatz zu den Docu Soaps äußerten sich die Fernsehsender nicht zu dem Format der Reality Soap. Allerdings versucht sich Lothar Mikos hier an einer Definition. Er beschreibt die Reality Soap als „ein um die Inszenierung von Authentizität bemühtes, auf die Alltagswelt von Zuschauern und Kandidaten Bezug nehmendes Format [...]“ (Mikos/Weidemann 2001, S. 28) Laut Stephanie Lücke installieren Reality Soaps schon im Vorfeld der Dreharbeiten ein künstlich arrangiertes soziales Setting, in das sie die Akteure hineinsetzen, wie den Container bei Big Brother oder die unbewohnte Insel des Inselduells. Von daher würde die gefilmte Handlung ohne Regisseure nicht entstehen (vgl. Lücke 2002).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die mediale Bedeutung von Big Brother und begründet das wissenschaftliche Interesse der Autorin an der Fernsehforschung.
2 Aufbau und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, die Forschungsfragen und die methodische Struktur der Untersuchung, einschließlich der Rezeptionsstudien und der Analyse der zehnten Staffel.
3 Das Genre Reality-TV: Hier wird das Genre terminologisch eingegrenzt, historisch entwickelt und als performatives Realitätsfernsehen sowie Hybridformat definiert.
4 Big Brother: Dieses Kapitel beschreibt Idee, Konzeption und mediale Einbettung des Formats sowie die ethischen Debatten und frühere Rezeptionsergebnisse.
5 Big Brother 10 – Jeder hat ein Geheimnis: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der zehnten Staffel hinsichtlich konzeptioneller Neuerungen, Quotenentwicklung und Inszenierungsstrategien mittels Montage.
6 Untersuchung der Zuschauermotivation von Big Brother: Dieser Teil präsentiert die internetgestützte Befragung, deren Methodik, Auswertung des Fernsehverhaltens und die aktuelle Motivation der Zuschauer.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Reality-TV im deutschen Fernsehen.
Big Brother, Reality-TV, Real Life Soap, Zuschauermotivation, Fernsehforschung, Performatives Realitätsfernsehen, Medienkonvergenz, Inszenierung, Authentizität, Fernsehverhalten, Internetnutzung, parasoziale Interaktion, Rezeptionsstudie, Hybridformat, Quotenerhebung.
Die Arbeit untersucht die Zuschauermotivation für das Reality-TV-Format Big Brother in Deutschland nach zehn Jahren Laufzeit und analysiert, warum das Publikum dieses Format heute noch verfolgt.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Reality-TV, die Entwicklung der Sendung Big Brother, ethische Diskursfragen sowie eine detaillierte Auswertung der Zuschauermotivation anhand eigener empirischer Daten.
Das primäre Ziel ist es, herauszustellen, mit welcher Motivation Zuschauer das Format Big Brother nach zehn Jahren Bestehen verfolgen und inwieweit sich dies von der Motivation zu Beginn des Formats unterscheidet.
Es wurde eine internetgestützte quantitative Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit vorliegenden qualitativen und quantitativen Rezeptionsstudien aus den Anfangsjahren der Sendung verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Genres, eine detaillierte Analyse der zehnten Staffel von Big Brother (inklusive Inszenierung und Dramaturgie) sowie die Auswertung der neuen Umfrageergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Big Brother, Reality-TV, Zuschauermotivation, Inszenierung, Authentizität und Medienkonvergenz charakterisieren.
Diese Differenzierung ist notwendig, um zu verstehen, ob Zuschauer das Format als Unterhaltung, als Mittel zum sozialen Austausch oder aufgrund einer (scheinbaren) persönlichen Bindung zu den Kandidaten nutzen.
Diese Elemente werden als konzeptionelle Neuerungen und Mittel der Dramaturgie identifiziert, die aktiv dazu dienen, Spielcharakter zu erzeugen und die Motivation der Zuschauer zu lenken.
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