Examensarbeit, 2009
134 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Französisch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
I Einleitung
II Bilingualer Sachfachunterricht
1. Definition und Spezifika
2. Ziele des bilingualen Unterrichts
3. Vor- und Nachteile
4. Kriterien für die Aufnahme in den bilingualen Zweig
5. Bewertung der Schülerleistungen
6. Persönliche Erfahrung
III Textarbeit im bilingualen Erdkundeunterricht
1. Texte im bilingualen Erdkundeunterricht
1.1. Kontinuierliche Texte
1.2. Nicht-kontinuierliche Texte
2. Materialien im bilingualen Erdkundeunterricht
2.1. Deutschsprachige Bücher
2.2. Französischsprachige Bücher
2.3. Die „Reihe bilingualer Unterricht“
3. Integration von sachfachlichem und fremdspachlichem Lernen
4. Sprachwechsel beim bilingualen Lehren und Lernen
IV Der bilinguale Zweig am Gymnasium Siegburg Alleestraße als Beispiel aus der Schulpraxis
1. Organisatorischer Ablauf bis zum AbiBac
2. Textarbeit am Gymnasium Siegburg Alleestraße
2.1. Sekundarstufe I
2.1.1. Arbeit mit Texten aus Büchern
2.1.2. Arbeit mit von Schülern verfassten Texten
2.1.3. Fremdsprachliches und sachfachliches Lernen
2.1.4. Code-switching
2.2. Sekundarstufe II
2.2.1. Arbeit mit Texten aus Büchern
2.2.2. Arbeit mit von Schülern verfassten Texten
2.2.3. Fremdsprachliches und sachfachliches Lernen
2.2.4. Code-switching
3. Einstellungen der Lehrer zum bilingualen Unterricht
3.1. Schulleiter
3.2. Fachlehrer für Erkunde-bilingual
4. Meinungen der Schüler zum bilingualen Unterricht
5. Ansichten ehemaliger Schüler zum bilingualen Unterricht
6. Persönliche Bewertung des bilingualen Zweiges
V Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten des bilingualen Bildungsganges am Beispiel des Erdkundeunterrichts, um aufzuzeigen, wie Inhaltsvermittlung und Textarbeit in einem zweisprachigen Kontext gelingen können und wo dabei Schwierigkeiten liegen. Ein zentrales Ziel ist der Vergleich der theoretischen fachdidaktischen Anforderungen mit der gelebten Unterrichtspraxis am Gymnasium Siegburg Alleestraße.
1. Definition und Spezifika
Die Bezeichnung „bilingualer Sachfachunterricht“ ist ohne nähere Definition missverständlich, denn mit ihm werden viele unterschiedliche Realisierungsformen verbunden, die hinsichtlich ihrer Zielsetzung und Organisationsstruktur stark divergieren. Auch schon die im Begriff angesprochene Zweisprachigkeit lässt sich dabei unterschiedlich definieren, so beinhaltet sie einerseits eine annähernde Zweisprachigkeit der Schüler und andererseits das unterrichtsmethodische Verfahren des Einsatzes zweier Lern- und Arbeitssprachen.
Angelehnt an Kuhn/Duhem soll in der vorliegenden Arbeit unter bilingualem Sachfachunterricht „Fachunterricht in einem nicht- sprachlichen Fach verstanden werden, in dem die Arbeitssprache eine moderne Schulfremdsprache ist (i.d. Regel die erste Fremdsprache)“ (Kuhn/Duhem 2006: 18), wobei zu ergänzen ist, dass die Arbeitssprache nicht ausschließlich die Fremdsprache ist, sondern dass grundsätzlich zwei Unterrichtssprachen verwendet werden, Mutter- und Fremdsprache. Die englischen und französischen Termini scheinen mir das Definierte eindeutiger wiederzugeben als die deutsche Bezeichnung: CLIL, die Abkürzung für Content and Language Integrated Learning sowie EMILE, das für Enseignement d' une Matière par L' intégration d' une Langue Etrangère steht. Es wird im Folgenden also nicht von kanadischen Immersionsprogrammen die Rede sein, bei denen zwei Sprachen gleichberechtigt in allen Fächern nebeneinander stehen, sondern von dem Modell des bilingualen Unterrichts, der in gesonderten bilingualen Zügen an deutschen Schulen stattfindet und nur mit ganz bestimmten Sachfächern verbunden ist.
I Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen idealisierten Vorstellungen von bilingualen Bildungsgängen und der tatsächlichen schulischen Realität.
II Bilingualer Sachfachunterricht: Definition der Grundlagen sowie Analyse der Ziele, Vor- und Nachteile sowie der Kriterien zur Aufnahme und Leistungsbewertung.
III Textarbeit im bilingualen Erdkundeunterricht: Untersuchung der verschiedenen Textsorten und Lehrmaterialien unter besonderer Berücksichtigung der Integration von Sprach- und Fachlernen.
IV Der bilinguale Zweig am Gymnasium Siegburg Alleestraße als Beispiel aus der Schulpraxis: Praktische Fallstudie zur Organisation, Unterrichtspraxis und den Einstellungsmerkmalen der beteiligten Akteure.
V Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Plädoyer für die Entwicklung einer eigenen Fachdidaktik zur Verbesserung der Unterrichtspraxis.
Bilingualer Sachfachunterricht, Erdkunde, Textarbeit, CLIL, Fremdsprachenkompetenz, Inhaltslernen, Schulpraxis, AbiBac, Code-Switching, Methodik, Fachvokabular, Mehrsprachigkeit, Unterrichtsmaterialien, interkulturelle Kompetenz, Sprachwechsel.
Die Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten und Hindernisse beim Einsatz bilingualer Bildungsgänge im Fach Erdkunde, ausgehend von der persönlichen Erfahrung der Autorin im Vergleich mit der Fachliteratur.
Sie umfasst die begriffliche Definition des bilingualen Lernens, die Didaktik der Textarbeit im Erdkundeunterricht sowie eine empirische Bestandsaufnahme an einem spezifischen Gymnasium.
Es soll geklärt werden, welche Besonderheiten den bilingualen Unterricht prägen, wie Textarbeit als Basis dient und warum die fachdidaktische Theorie oft von der Praxis abweicht.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse nutzt die Arbeit eine praxisorientierte Fallstudie mit Hospitationen und Befragungen von Schülern, Absolventen und Lehrkräften.
Der Hauptteil analysiert die Arbeit mit kontinuierlichen und nicht-kontinuierlichen Texten sowie die Eignung verschiedener Lehrmaterialien für den bilingualen Erdkundeunterricht.
Zentral sind die Begriffe Bilingualität, Fachdidaktik, Erdkundeunterricht, Textarbeit und die Integration von Sach- und Sprachwissen.
Die Lehrkräfte ziehen ein überwiegend positives Fazit und heben die Motivation sowie die sprachliche Weiterentwicklung hervor, sehen jedoch Schwierigkeiten bei der Materialverfügbarkeit.
Die Arbeit kritisiert, dass oft rein schulnotenbasierte Aufnahmekriterien zu einer "Elitebildung" führen, obwohl auch Schüler mit anderen Profilen von bilingualem Unterricht profitieren könnten.
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