Diplomarbeit, 2010
116 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Unternehmenssituation
2.1.1 Externe Situation
2.1.2 Interne Situation
2.1.3 Anforderungen der Unternehmen an die Mitarbeiter
2.2 Grundlagen der Generationenforschung
2.2.1 Einordnung der Forschungsansätze
2.2.2 Mannheims formalsoziologische Analyse des Generationenproblems
2.2.3 Sozialisationsforschung
2.2.4 Lebenslaufforschung
2.2.5 Kohortenansatz
2.2.6 Modell der Generationspersönlichkeit nach Oertel
2.3 Personalmanagement und Führung
2.3.1 Einordnung
2.3.2 Personalmanagement
2.3.3 Führung
3. Generation Y
3.1 Raumzeitliche Abgrenzung und Bezeichnung
3.2 Demographische Daten
3.3 Einflüsse auf die Generationspersönlichkeit
3.3.1 Sozialisationsinstanzen
3.3.2 Kultur und Zeitgeist
3.3.3 Generationsprägende Ereignisse
3.3.4 Lebensphase
3.4 Generationspersönlichkeit
3.4.1 Wertsystem
3.4.2 Fähigkeiten
3.4.3 Bedürfnisse im Arbeitsleben und Arbeitseinstellungen
3.5 Generationspersönlichkeit der Generation Y im Überblick
3.6 Beziehungen zu Angehörigen anderer Generationen am Arbeitsplatz
4. Vereinbarkeit der Unternehmensanforderungen und Mitarbeitererwartungen
4.1 Erfüllung der Unternehmensanforderungen durch die Generation Y
4.2 Erfüllung der Erwartungen der Generation Y durch die Unternehmen
5. Konsequenzen für das Personalmanagement
5.1 Personalbedarfsdeckung
5.1.1 Personalbeschaffung
5.1.2 Personalauswahl
5.1.3 Einführung neuer Mitarbeiter
5.2 Personaleinsatz
5.2.1 Arbeitsinhalt
5.2.2 Arbeitszeit
5.2.3 Arbeitsplatz
5.2.4 Internationaler Personaleinsatz
5.3 Vergütungssystem
5.3.1 Direktvergütung
5.3.2 Betriebliche Sozialleistungen
5.3.3 Mitarbeiterbeteiligung
5.3.4 Cafeteria-System
5.4 Personalentwicklung
5.4.1 Genereller Anpassungsbedarf
5.4.2 PE-into-the-job
5.4.3 PE-on- und near-the-job
5.4.4 PE-off-the-job
5.4.5 PE-along-the-job
5.4.6 PE-out-of-the-job
6. Konsequenzen für die Personalführung
6.1 Führungsstil
6.1.1 Partizipationsorientierung
6.1.2 Mitarbeiterorientierung
6.1.3 Aufgabenorientierung
6.2 Führungsinstrumente
6.2.1 Zielvereinbarung
6.2.2 Beratungs- und Feedbackgespräche
6.2.3 Leistungsbeurteilung
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, erstmalig die Charakteristika und Bedürfnisse der deutschen Generation Y sowie deren Konsequenzen für die Unternehmenspolitik systematisch zu untersuchen, um Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften im Kontext des demographischen Wandels und des "War for talent" abzuleiten.
3.1 Raumzeitliche Abgrenzung und Bezeichnung
Für die zeitliche Abgrenzung der Generation Y sind zum Einen deren Lage im Zeitablauf, zum Anderen Generationsabstand zu ermitteln. Das erste Geburtsjahr der Generation Y bestimmt damit deren Lage im Zeitverlauf – hier empfiehlt sich mangels entsprechender deutscher Generationsforschungen zur Generation Y eine Orientierung an grundlegenden amerikanischen Werken, was gleichzeitig die internationale Vergleichbarkeit gewährleistet: die erste Generation Y-Kohorte wurde bei den Kohortenanalytikern HOWE UND STRAUSS im Jahr 1982, bei LANCASTER UND STILLMAN im Jahr 1981 und bei ZEMKE, RAINES UND FILIPCZAC 1980 geboren. Der Einfachheit halber wird das Jahr 1980 als erstes Geburtsjahr der Generation Y gewählt. Der Generationsabstand soll dem von OERTEL ermittelten subjektiven Generationsabstand von 15 Jahren entsprechen – somit umfasst die Generation Y die Kohorten 1980-1995.
Nach MANNHEIM ist zudem, zusätzlich zum gleichzeitigen Erleben der Jugend, eine räumliche Nähe wichtig, die dafür sorgen soll, dass die Mitglieder der Generation auch an denselben prägenden Erlebnissen teilhaben. Aufgrund des wichtigen Einflusses der Sozialisationsinstanzen sollte der Generationszusammenhang zudem in einer ähnlichen Kultur aufwachsen (vgl. Kap. 2.1.1). Um eine einheitliche kulturelle Prägung der Generation zu gewährleisten, beschränkt sich die Betrachtung auf die deutsche Generation Y. Dabei wird von einer Unterscheidung der ost- und westdeutschen Jugendlichen abgesehen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des demographischen Wandels und Darstellung der Forschungsziele sowie des methodischen Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des ökonomischen Umfelds, soziologischer Theorien zur Generationenforschung sowie der Kernaufgaben von Personalmanagement und Personalführung.
3. Generation Y: Umfassende Analyse der Generationspersönlichkeit, beeinflusst durch Sozialisation, Kultur, Zeitgeist, Lebensphase und prägende Ereignisse.
4. Vereinbarkeit der Unternehmensanforderungen und Mitarbeitererwartungen: Zusammenführung und kritischer Vergleich der Unternehmensanforderungen mit den Werten, Fähigkeiten und Bedürfnissen der Generation Y.
5. Konsequenzen für das Personalmanagement: Ableitung konkreter Maßnahmen in den Bereichen Personalbeschaffung, Personaleinsatz, Vergütung und Personalentwicklung zur Gewinnung und Bindung der Generation Y.
6. Konsequenzen für die Personalführung: Anpassung von Führungsstilen und Führungsinstrumenten an die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der Generation Y.
7. Fazit und Ausblick: Kritische Würdigung der Ergebnisse sowie Aufzeigen von Potenzialen und Forschungsbedarf für das zukünftige Generationenmanagement.
Generation Y, Demographischer Wandel, Personalmanagement, Personalführung, Generationenforschung, Generationspersönlichkeit, Arbeitgeberattraktivität, War for talent, Wertewandel, Arbeitsorganisation, Personalmarketing, Employer Branding, Work-Life-Balance, Nachwuchskräfte, Personalentwicklung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die sich für deutsche Unternehmen durch das Aufeinandertreffen der Anforderungen von Arbeitgebern mit den spezifischen Werten und Bedürfnissen der Generation Y im 21. Jahrhundert ergeben.
Zu den Kernbereichen zählen die soziologische Fundierung der Generationenforschung, die Analyse der Generationspersönlichkeit der "Generation Y" sowie die darauf basierenden Implikationen für modernes Personalmanagement und Führung.
Ziel ist es, Gestaltungsmaßnahmen für Unternehmen zu entwickeln, die im "War for talent" einen Wettbewerbsvorteil bieten, indem sie die Generation Y erfolgreich gewinnen und langfristig binden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung soziologischer Grundlagen und einer umfassenden Analyse aktueller Studien zur Generationenforschung, die in einem deduktiven Vorgehen auf betriebswirtschaftliche Konsequenzen übertragen werden.
Der Hauptteil behandelt neben der detaillierten Beschreibung der Generation Y die Vereinbarkeit von deren Bedürfnissen mit Unternehmensanforderungen sowie konkrete Anpassungsvorschläge für HR-Prozesse wie Rekrutierung, Personaleinsatz, Vergütung, Weiterbildung und Führungsverhalten.
Generation Y, Personalmanagement, Führung, demographischer Wandel, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität und Generationenforschung sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Sie stellt die These der verminderten Loyalität aufgrund atypischer Arbeitsverhältnisse und unsicherer Arbeitsmärkte heraus, betont jedoch, dass diese empirisch noch weiter zu überprüfen ist und durch gezielte Personalmaßnahmen positiv beeinflusst werden kann.
Die Generation Y wird als "Digital Native" charakterisiert, für die moderne IuK-Technologien und Web 2.0-Tools essenzielle Instrumente für Kommunikation, Wissensaufbau und Vernetzung darstellen, die Unternehmen aktiv in ihre Strategien integrieren sollten.
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