Masterarbeit, 2012
159 Seiten, Note: 2,2
1. Thesis
2. Einleitung
2.1 Begriff "Slum" und die Slumtypologie
2.2 Verstädterung
3. Identität
3.1 Identität im Bezug auf den Menschen
3.2 Identität im Bezug auf die Architektur
3.3 Fazit zur Definition von Identität
4. Arabische Republik Ägypten
4.1 Lage
4.2 Bevölkerung
4.3 Klima
4.4 Landessprache
4.5 Religion
4.6 Wirtschaft
4.7 Überblick über die Geschichte Ägyptens
4.8 Politische Lage in Ägypten
4.9 Gründe für die Revolution in Ägypten
4.10 Al Qhira und die Problematik der Ashwa’iyyas
4.11 Die Identität des arabischen Baustils in Ägypten
4.12 Die Tradition des Lehmbaus
5. Al urdaqa, Ägypten
5.1 Die Identität der Stadt
5.2 Die Identität der Menschen in al urdaqa
5.3 Al urdaqa - Der Identitätsverlust
6. Die informelle Siedlung Zirsara
6.1 Struktur von Zirsara
6.2 Überleben in Zirsara - Die Identität der Bewohner
7. Informelle Siedlungen und Lösungswege
7.1 Low-Cost Häuser
7.2 Low-Cost Siedlungen
7.3 Fazit zu den Bewertungen
8. Fazit und Ausblick
9. Konzept
9.1 Städtebau
9.2 Gebäudetypologie
9.3 Klimabedingtes Bauen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie durch die architektonische Neustrukturierung informeller Siedlungen unter Berücksichtigung kulturangepasster und identitätsstiftender Parameter die Lebensbedingungen der Bewohner nachhaltig verbessert werden können, wobei die These verfolgt wird, dass die Identität der Menschen in die architektonische Identität der Siedlung übersetzt werden muss.
Die Identität des Selben
Die Identität des Selben zeichnet sich durch ihre „formale Strenge und Gleichheit" aus. Schon in der Antike wurde die Strenge in den Tempelbauten eingehalten. In den Epochen verwandelte sich die „Selbigkeit" von dem „Festhalten am Urbild" und der stetigen Arbeit des Urbildes, mit Abweichungen „in einem bestimmten Rahmen", zu einer „Gewohnheit an das Vertraute" und „Bewährte". Das Gewohnte und Bewährte führte zur „Langsamkeit des Wandels der Formenwelt zwischen den Epochen." Somit ist die Identität des Selben die Tradition.
In der Gegenwart kann kein Gebäude mehr mit dem Begriff „Selbigkeit" bezeichnet werden. Zwar sind Siedlungen und Fertighäuser in der Ansicht gleich und versuchen sich an das Urbild anzupassen, trotzdem kann man nicht von der Identität des Selben sprechen. Bewohner bzw. Bauherren der Gebäude versuchen die Gebäude im Inneren oder durch Anbauten so zu verändern, dass sie sich von den Nachbarhäusern unterscheiden. Ein Individuum will ein Individuum mit einer eigenen Identität bleiben, somit versucht es sich von der Selbigkeit abzuheben und seine eigene Vorstellungen und Wünsche zu verwirklichen.
Der Wunsch nach Veränderung der identitätsgebenden Faktoren und dadurch das Aufzeigen der eigenen Identität durch die Architektur wurde im Fertigbausektor erkannt und aufgenommen. Sogar Low-Cost Gebäude, ausgerichtet auf arme Bevölkerung in den Entwicklungsländern und auf Katastrophengebiete, bieten verschiedene Varianten an.
1 Thesis: Einführung in die Problematik informeller Siedlungen und Darlegung der zentralen These zur Bedeutung kulturell angepasster Identität in der architektonischen Neustrukturierung.
2 Einleitung: Analyse des globalen Phänomens der Slumbildung und der Verstädterung sowie Definition des Begriffs Slum.
3 Identität: Theoretische Untersuchung des Identitätsbegriffs im Kontext menschlicher Persönlichkeit und architektonischer Gestaltung.
4 Arabische Republik Ägypten: Umfassende sozio-kulturelle, politische und historische Bestandsaufnahme der Ausgangslage in Ägypten.
5 Al urdaqa, Ägypten: Spezifische Analyse der Stadt al urdaqa und der dortigen Identitätsverluste.
6 Die informelle Siedlung Zirsara: Detaillierte Untersuchung der Struktur und der Lebensbedingungen in der informellen Siedlung Zirsara.
7 Informelle Siedlungen und Lösungswege: Kritische Bewertung internationaler Lösungsansätze für informelle Siedlungen.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Vision für die Zukunft des Zirsara-Projekts.
9 Konzept: Präsentation des städtebaulichen und architektonischen Entwurfs zur Neustrukturierung unter Berücksichtigung traditioneller und klimatischer Faktoren.
Identität, informelle Siedlungen, Zirsara, Architektur, Ägypten, Slum-Upgrade, Städtebau, Marginalisierung, al urdaqa, soziale Integration, Wohnungsbau, Klimabedingtes Bauen, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der prekären Wohnsituation in informellen Siedlungen, speziell in Ägypten, und erforscht architektonische Lösungsstrategien, die durch kulturelle Identität die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig verbessern.
Die Themenfelder umfassen die Soziologie des Identitätsbegriffs, Stadt- und Siedlungsplanung, Bauweisen in Entwicklungsländern, Klimaanpassung und die spezifische Situation informeller Viertel in al urdaqa.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass eine kulturangepasste architektonische Neustrukturierung Siedlungen ihre eigene Identität zurückgeben und die Lebensbedingungen durch soziale und räumliche Aufwertung verbessern kann.
Es werden qualitative Methoden wie Feldforschung, Vor-Ort-Beobachtungen und Interviews in Zirsara angewandt, kombiniert mit der Analyse städtebaulicher Parameter und dem Vergleich bestehender internationaler Lösungsmodelle.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Identität, die sozio-ökonomische Lage Ägyptens, das spezifische Fallbeispiel der Siedlung Zirsara sowie die kritische Evaluierung verschiedener internationaler Low-Cost-Wohnprojekte.
Kernbegriffe sind Identität, Marginalsiedlung, Architektur, al urdaqa, Zirsara, soziale Teilhabe und nachhaltige Stadtentwicklung.
Zirsara dient als konkretes, untersuchbares Beispiel für eine informelle Siedlung in Ägypten, an der die Auswirkungen von Armut, rapidem Wachstum und städtebaulicher Vernachlässigung verdeutlicht werden können.
Der Genius Loci stellt sicher, dass architektonische Eingriffe den Geist des Ortes respektieren und bewahren, um so eine Identität zu schaffen, die sowohl in der Geschichte als auch in der lokalen Kultur verwurzelt ist.
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