Diplomarbeit, 2003
56 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Zukunft der Arbeit – Übergang oder Untergang?
1.2 Vorgehen und Gliederung
2 Rund um den Arbeitsbegriff
2.1 Etymologie und Semantik
2.2 Historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs
2.2.1 Vorbemerkung
2.2.2 Antikes Griechenland
2.2.3 Imperium Romanum
2.2.4 Jüdisch-christliche Tradition: Altes Testament
2.2.5 Neues Testament und frühes Christentum
2.2.6 Christliches Mittelalter
2.2.7 Reformation: Protestantisches Arbeits- und Berufsethos
2.2.8 Industrialisierung: Smith, Hegel und Marx
2.2.9 Erkenntnisse und Folgerungen: Der Stellenwert der Arbeit heute
3 Arbeit heute: Diagnosen und Trends
3.1 Vorbemerkung
3.2 Ökonomischer Bereich
3.2.1 Neue Welthandelsordnung
3.2.2 Neue internationale Finanzordnung
3.2.3 Unternehmensphilosophie: zunehmende Orientierung am Shareholder Value
3.2.4 Veränderungen im Verhältnis zwischen den Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit
3.2.5 Veränderungen in den Wirtschaftssektoren: Tertiarisierung
3.2.6 Rolle der Gewerkschaften
3.3 Technologischer Bereich
3.4 Gesellschaftlicher Bereich
3.4.1 Individualisierung
3.4.2 Erwerbsbeteiligung
3.4.3 Freiwilligenarbeit
3.4.4 Demografie
3.5 Organisation und Individuum
3.5.1 Flexible Organisations– und Arbeitsformen
3.5.2 Arbeitstypen der Zukunft
3.5.3 Erosion der Normalarbeit
3.6 Natürliche Ressourcen und Nachhaltigkeit
3.7 Fazit
4 Kontroverse Szenarien zur Zukunft der Arbeit
4.1 Szenarien als Instrument zur Modellierung von Entwicklungspfaden und Zukunftsbildern
4.2 Strukturierung
4.3 Neoliberales Referenzszenario: Globalisierung als Chance
4.3.1 Beschreibung
4.3.2 Kritik
4.4 Alternativszenario: Vergesellschaftung jenseits der Erwerbsarbeit
4.4.1 Voraussetzung
4.4.2 Beschreibung
4.4.3 Kritik
5 Schlussfolgerungen
Die Diplomarbeit untersucht die gegenwärtigen Entwicklungen und Trends in der Arbeitswelt sowie deren Einfluss auf die Zukunft der Erwerbsarbeit. Ziel ist es, durch die Analyse ökonomischer, technologischer und gesellschaftlicher Faktoren ein Verständnis für die Transformationen der Arbeitsbedingungen zu schaffen und verschiedene Zukunftsszenarien kritisch gegenüberzustellen, um die Pluralität künftiger Arbeit aufzuzeigen.
2.2.2 Antikes Griechenland
Bei verschiedenen Schriftstellern im antiken Griechenland zeigt sich eine Verachtung jener Arbeit, die der Aufrechterhaltung des Lebens dient und keine bleibenden Spuren hinterlässt. Diese Geringschätzung griff im Laufe der Entwicklung der Polis und der Zunahme der Ansprüche an die Mitwirkung der Bürger am öffentlichen Leben immer mehr um sich, bis sie schliesslich alles einschloss, was grössere körperliche Anstrengung erforderte (Arendt 2002, S. 100). Dabei bestand ein fundamentaler Zusammenhang zwischen dem Bürgerstatus und dem Privileg, nicht arbeiten zu müssen. Die ideale Polis sollte gemäss Aristoteles alle vom Bürgerrecht ausschliessen, die nicht über genügend Musse zur Entfaltung ihrer Tugend und zur Teilnahme an den Angelegenheiten der Polis hatten. Ausser den Handwerkern und Kaufleuten waren darin auch die Bauern eingeschlossen (vgl. Nippel 2000, S. 55). Körperliche Arbeit wurde als sklavisch empfunden, weil sie von den Notwendigkeiten des Lebens erzwungen war. Die Sklaven wurden jedoch nicht zum Zweck der ökonomischen Ausbeutung gehalten, sondern um die Bürgerschaft von der eigenhändigen Bewältigung der unmittelbaren Lebenserfordernisse zu befreien.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Moralisierung der Arbeit und hinterfragt den Stellenwert der Erwerbsarbeit im Kontext von Arbeitslosigkeit und technologischem Wandel.
2 Rund um den Arbeitsbegriff: Dieses Kapitel erläutert die etymologische und sozialhistorische Entwicklung des Arbeitsbegriffs von der Antike bis zur Industrialisierung.
3 Arbeit heute: Diagnosen und Trends: Das Kapitel analysiert aktuelle ökonomische, technologische und gesellschaftliche Einflussfaktoren, die zu einer Transformation der Arbeitswelt führen.
4 Kontroverse Szenarien zur Zukunft der Arbeit: Hier werden unterschiedliche Zukunftsbilder, insbesondere das neoliberale Referenzszenario und das Konzept einer Tätigkeitsgesellschaft, gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.
5 Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über den notwendigen Paradigmenwechsel und die Herausforderungen einer künftigen Tätigkeitsgesellschaft.
Zukunft der Arbeit, Erwerbsarbeit, Arbeitsethik, Individualisierung, Globalisierung, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitskraftunternehmer, Tätigkeitsgesellschaft, Beschäftigung, Wissensgesellschaft, Dienstleistungssektor, Nachhaltigkeit, Technologischer Wandel, Prekarisierung, Soziale Sicherung.
Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Situation und die Zukunftsperspektiven der Arbeit in der modernen Gesellschaft angesichts zunehmender globaler und technologischer Umbrüche.
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs, aktuelle ökonomische Trends wie Globalisierung und Tertiarisierung sowie gesellschaftliche Veränderungen wie Individualisierung und Demografie.
Das Ziel ist eine strukturierte Übersicht über das Spektrum an Zukunftsbildern der Arbeit, indem verschiedene Thesen und Szenarien in ihrer Argumentationsweise kritisch hinterfragt werden.
Die Autorin verwendet einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der existierende ökonomische und soziologische Theorien aufarbeitet und diese im Rahmen einer Szenarioanalyse gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theoretische Fundierung, eine detaillierte Diagnose heutiger Trends sowie die Modellierung und kritische Diskussion von zwei kontroversen Zukunftsszenarien.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem die Erwerbsgesellschaft, der Arbeitskraftunternehmer, die Erosion der Normalarbeit sowie die Vision einer pluralen Tätigkeitsgesellschaft.
Während das neoliberale Szenario auf die Wiederherstellung von Vollbeschäftigung durch Flexibilisierung und Marktliberalisierung setzt, fordert das Alternativszenario eine Abkehr von der Erwerbsarbeit als zentraler Instanz der Vergesellschaftung.
Der Begriff beschreibt einen neuen Sozialtypus, der die eigene Arbeit und Lebensgestaltung zunehmend rationalisiert und ökonomisiert, was eine Verlagerung des Herrschaftszusammenhangs in das Individuum selbst bedeutet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

