Diplomarbeit, 2012
159 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Moderne Personalentwicklung
2.1.1 Feststellung von Personalentwicklungsbedarf
2.1.2 Die Arbeitsaufgabe als zentrales Element der psychologischen Arbeitsanalyse
2.1.3 Belastung und Beanspruchung durch Arbeitstätigkeiten
2.2 Analyse der Aufgaben und Anforderungen
2.2.1 Aufgaben- und Anforderungsanalyse
2.2.2 Zum Begriff der Kompetenz
2.2.3 Kompetenzmodelle
2.2.4 Anforderungsanalyse oder Kompetenzmodell?
2.2.5 Erstellung von Arbeits- und Anforderungsanalysen
2.2.6 Entscheidungsdeterminanten bei der Planung von Aufgaben- und Anforderungsanalysen
2.3 Mobile IT-gestützte Telearbeit
2.3.1 Begriffliche Einordnung und Erscheinungsformen der Telearbeit
2.3.2 Verbreitung mobiler IT-gestützter Telearbeit in Deutschland
2.3.3 Stand der Forschung zu mobiler IT-gestützter Arbeit
2.3.4 Arbeitssituation/-bedingungen mobiler Telearbeiter
2.3.5 Ressourcen, Problemfelder und Belastungen der mobilen IT-gestützten Arbeit
2.3.6 Anforderungen an mobile Telearbeiter
2.3.7 Personalentwicklung und mobile IT-gestützte Arbeit
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 Forschungsinteresse und Ziel der Untersuchung
3.2 Fragestellungen für das zu entwickelnde Tätigkeits- und Kompetenz-profil
3.2.1 Arbeitsorganisation
3.2.2 Tätigkeitsprofil
3.2.3 Beanspruchungssymptome
3.2.4 Kompetenzprofil
4 METHODE
4.1 Vorüberlegungen zur Konstruktion eines Instruments zur Erfassung der Aufgaben und Kompetenzen
4.2 Vorbereitende Analysen
4.2.1 Interviews mit den Vorgesetzten
4.2.2 Feldbeobachtungen
4.3 Aufbau des Verfahrens
4.3.1 Teil 1: Demografische Variablen, Mobilität und Nutzung mobiler IT
4.3.2 Teil 2: Arbeitsorganisation
4.3.3 Teil 3: Aufgabenanalyse
4.3.4 Teil 4: Kompetenzanalyse
4.3.5 Teil 5: Beanspruchungsanalyse
4.4 Durchführung der Untersuchung
4.5 Gütekriterien des Verfahrens
5 ERGEBNISSE
5.1 Stichprobe
5.2 Arbeitsorganisation
5.3 Tätigkeitsprofil
5.3.1 Ergänzungen zum Tätigkeitsprofil aus den Interviews und Feldbeobachtungen
5.3.2 Die Arbeitsaufgaben als Befriedigungs- und Belastungsfaktoren
5.4 Belastungsfolgen
5.4.1 Psychophysische Beanspruchungssymptome
5.4.2 Zusammenhang der Aufgabenbefriedigung und –belastung mit der psychophysischen Beanspruchung
5.5 Kompetenzprofil
5.5.1 Fachkompetenz
5.5.2 Methodenkompetenz
5.5.3 Sozialkompetenz
5.5.4 Personale Kompetenz
5.5.5 Situation der Personalentwicklung für mobile Beschäftigte in den Unternehmen
6 DISKUSSION
6.1 Viel Stress bei hoher Arbeitszufriedenheit
6.2 Fremdorganisierte Selbstorganisation
6.3 Planen und Organisieren als Belastungsfaktor
6.4 Belastungsfolgen
6.5 Ein Kompetenzprofil mobiler IT-gestützter Arbeit
6.6 Weiterbildungsbedarf
6.7 Stärken und Grenzen der Arbeit
6.8 Ausblick
6.9 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein domänenspezifisches Tätigkeits- und Kompetenzprofil für mobile IT-gestützte Arbeit zu entwickeln, um als Grundlage für eine bedarfsgerechte und gesundheitsförderliche Personalentwicklung zu dienen.
1 Einleitung
„The analysis of work continues to be an important management tool in a fast-evolving business world. Information about current work activities and work organization is the starting point to innovate and improve them.” (Sanchez, 2000)
Die fortschreitende Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien (im Folgenden: IuK) und deren Einzug in die traditionelle Erwerbsarbeit haben die Arbeitsweise und –organisation in vielen Berufsbildern und sogar ganzen Branchen geradezu revolutioniert. Die Anwendung der neuen Technik in der Arbeitswelt ermöglicht es, wirtschaftliche und administrative Aktivitäten immer stärker von ihrer Raum-Zeit-Bindung zu lösen. Auf der Basis intensiver Medienunterstützung können so in immer mehr Arbeitsbereichen standortverteilte und sogar standortunabhängige (mobile) Aufgabenerfüllungen stattfinden. Der mobile IT-gestützte Arbeitnehmer ist Ergebnis und Entsprechung dieser Entwicklung hin zu einer industriell gestützten IT-Dienstleistungsgesellschaft.
Zwar hat es mobile Arbeitsformen, wie den klassischen Außendienst branchenübergreifend in Verkauf, Beratung und Dienstleistung schon früh gegeben, neu ist aber die umfassende informations- und kommunikationstechnologische Durchdringung des gesamten Arbeitsprozesses. Durch die Ausstattung der Erwerbstätigen mit Smartphones, Tablet-PC’s und Notebooks haben sich Qualität und Organisation der beruflichen Mobilität in den letzten Jahren umfassend verändert. Die Steuerung moderner Außendienstmitarbeiter und deren Arbeitsorganisation kann mittlerweile vollelektronisch stattfinden. Durch die möglich gewordene permanente virtuelle Synchronisation mit dem Arbeitgeber ist eine physische Anwesenheit im Unternehmen nicht länger erforderlich. Der Arbeitnehmer wird so zunehmend zum modernen „Arbeitskraftunternehmer“ (Pongratz & Voß, 1998, S. 226), zum „Unternehmer im Unternehmen“ (Rey, 2002, S. 19). Sein Arbeitsalltag ist einerseits geprägt von Autonomie und Selbstorganisation, der ihn begleitende Technikapparat macht ihn andererseits nahezu gläsern: Immer erreichbar, überall und stets überwach- und kontrollierbar. Der Umgang mit dieser Situation fordert die Handlungskompetenz der Arbeitnehmer heraus. Das Anreizpotenzial dieser Arbeitsform entwickelt sich aus der Möglichkeit, höchst selbstbestimmt und flexibel arbeiten zu können.
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die revolutionären Veränderungen der Arbeitswelt durch IuK-Technologien und definiert die Problemstellung der mobilen Arbeit sowie die Relevanz der Untersuchung für die Personalentwicklung.
THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der Personalentwicklung, Methoden der Aufgabenanalyse und den Stand der Forschung zu mobiler IT-gestützter Telearbeit.
EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil begründet das Forschungsinteresse und leitet Fragestellungen sowie Hypothesen für das zu entwickelnde Tätigkeits- und Kompetenzprofil ab.
METHODE: Hier wird die Konstruktion des Instruments, die Vorbereitungsphase mit Interviews und Feldbeobachtungen sowie das Forschungsdesign der Untersuchung beschrieben.
ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse zur Arbeitsorganisation, den Tätigkeitsprofilen, den Belastungsfolgen und dem Kompetenzprofil der untersuchten Servicetechniker.
DISKUSSION: In der Diskussion werden die Befunde kritisch reflektiert, Implikationen für die betriebliche Praxis abgeleitet sowie die Stärken und Grenzen der Studie bewertet.
Mobile IT-gestützte Arbeit, Personalentwicklung, Aufgabenanalyse, Kompetenzprofil, Arbeitsorganisation, Belastung und Beanspruchung, Servicetechniker, Telearbeit, Arbeitspsychologie, Handlungsregulation, Berufsrelevante Kompetenzen, Arbeitszufriedenheit, Ressourcenoptimierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von mobiler IT-gestützter Arbeit bei Servicetechnikern, um ein fundiertes Tätigkeits- und Kompetenzprofil als Basis für bedarfsgerechte Personalentwicklung zu erstellen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Arbeitsbedingungen, der Identifikation von Stressoren in mobilen Arbeitsformen, der Analyse des Belastungs- und Befriedigungspotenzials sowie der Ableitung erfolgsrelevanter Kompetenzen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines berufsgruppenspezifischen Kompetenzmodells und die Ableitung von Gestaltungsempfehlungen zur Stärkung der individuellen Ressourcen mobiler Beschäftigter.
Die Untersuchung nutzt ein multimethodales Vorgehen bestehend aus Literaturrecherche, Vorgesetzteninterviews, Feldbeobachtungen und einer quantitativen Fragebogenerhebung bei Servicetechnikern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein empirisches Kapitel zur Methodik der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse.
Zu den Kernbegriffen zählen mobile Arbeit, Personalentwicklung, Aufgabenanalyse, Kompetenzmodellierung, psychische Beanspruchung und Servicetechnik.
Da mobile Beschäftigte häufig unter Zeitdruck und hoher Eigenverantwortung stehen, ist der achtsame Umgang mit Stressmomenten essenziell für die langfristige Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit.
Sie kommt zu dem Schluss, dass bisher kaum gezielte Konzepte für mobile Mitarbeiter existieren und eine systematische sowie geplante Unterstützung durch das Unternehmen dringend erforderlich ist.
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