Bachelorarbeit, 2012
67 Seiten, Note: 1,5
A. Innovationsförderung für KMU
I. Definition Innovation
II. Innovationsförderung als Instrument der Wirtschaftsförderung
1. Wirtschaftsförderung durch Subventionen
2. Subventionsarten
a) Verlorene Zuschüsse
b) Darlehen
c) Bürgschaften
d) Realförderung
3. Innovationsförderung
a) Allgemein
b) Besonderheiten für KMUs
c) Umsetzung
III. Definition KMU
1. Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen
2. Unternehmenstyp
a) eigenständiges Unternehmen
b) Partnerunternehmen
c) verbundene Unternehmen
B Rechtliche Rahmenbedingungen der Innovationsförderung
I. Europäische Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Subventionen
1. Beihilfen i. S. d. Artikel 107 Abs. I AEUV (vorher Art. 87 EGV)
2 Ausnahme Artikel 107 Abs. III AEUV
3. EU-Beihilfeverfahren
II. nationale Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Subventionen
1. Rechtsgrundlage des deutschen Subventionsrechts
2. Verfahrensrechtliche Vorschriften
III. Rechtsgrundlagen für die Rückabwicklung von Subventionen
1. Rückabwicklung auf nationaler Ebene
a) Rücknahme gem. § 48 VwVfG
b) Widerruf gem. § 49 VwVfG
2. Rückabwicklung auf europäischer Ebene
C Systematik der Innovationsförderung und mögliche Restriktionen
I. EU-Programm - 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
1. Förderinstrumente im 7. Forschungsrahmenprogramm
2. Voraussetzungen und Ablauf der Förderung
a) Beteiligungsregeln
b) Antragsverfahren
c) Evaluierung
d) Zuwendungsvereinbarung und Konsortialabkommen
e) förderfähige Kosten
3. Zusammenfassung
II. Bundesweite Programme – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
1. Fördermodule im ZIM
2. Voraussetzungen und Ablauf der Förderung
a) Antragsberechtigte
b) Besondere Fördervoraussetzungen
c) Antragsverfahren
d) förderfähige Kosten
3. Zusammenfassung
III. Länderspezifische Programme – Pro FIT (Landesprogramm Berlin)
1. Fördermodule
2. Voraussetzungen und Ablauf der Förderung
a) Antragsberechtigte
b) besondere Fördervoraussetzungen
c) Antragsverfahren
d) förderfähige Kosten
3. Zusammenfassung
IV Mögliche Risiken und Restriktionen bei der Innovationsförderung
1. Antragserstellung
a) Regelungen im Kooperationsvertrag
b) Besondere Regelung bzgl. geistiges Eigentum
2. Bewilligungsverfahren
3. Projektdurchführung und Abschluss
a) Rückstellungen nach Handelsrecht
b) Rückstellung nach Steuerrecht
D. Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung wirtschaftspolitischer Instrumente zur Innovationsförderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Kontext der Produkt- und Verfahrensentwicklung, wobei insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen auf verschiedenen staatlichen Ebenen beleuchtet werden.
I. Definition Innovation
Innovation heißt wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuern“. Das Wort ist aus den lateinischen Begriffen novus „neu“, innovatio „etwas neu Geschaffenes“ und innovare „erneuern“ abgeleitet. Bei Innovationen geht es um etwas „Neuartiges“. Innovationen sind Ideen bzw. Erfindungen (Invention), welche in neuartige Produkte, Dienstleistungen, Verfahren, Vertriebswege, etc. umgesetzt werden. Sie haben eine große Bedeutung für die langfristige Überlebensfähigkeit eines Unternehmens, für die Sicherung der Arbeitsplätze und das Kapital der Gesellschafter. Da es sich nicht nur um eine Neuheit handeln muss, unterscheidet die Beratungsfirma Arthur D. Little konkret drei Gruppen von Innovationen:
- Inkrementale Innovationen: Kurzfristige Verbesserungen an bestehenden Produkten und Leistungen, die aber klare Vorteile für die Anwender generieren. Sie können schnell und sukzessiv implementiert werden und beeinflussen die Nachfrage.
- Strategische Innovationen: Strategische Innovationen wirken z. T. auf Bedürfnisse, die dem Anwender selbst noch nicht bewusst sind, und stiften einen echten Nutzenvorteil. Sie erfordern einen hohen Entwicklungsaufwand, eine aktivere Vermarktung und größere Investitionen.
- Durchbruch-Innovation: Sie stellen einen umwälzenden Effekt auf das Geschäftsfeld dar, in dem die Innovation stattfindet. Kundenbedürfnisse werden auf eine völlig neue Art und Weise befriedigt.
A. Innovationsförderung für KMU: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Innovation, kategorisiert verschiedene Innovationsarten und beleuchtet die Bedeutung von Subventionen als Wirtschaftsförderungsinstrument für KMU.
B Rechtliche Rahmenbedingungen der Innovationsförderung: Hier werden die komplexen europäischen und nationalen Rechtsgrundlagen für die Gewährung und Rückabwicklung von Subventionen sowie die damit verbundenen Verwaltungsverfahren dargestellt.
C Systematik der Innovationsförderung und mögliche Restriktionen: Dieser Teil analysiert beispielhaft konkrete Förderprogramme (EU-Ebene, Bund, Berlin) und erörtert die Hürden bei Antragstellung, Bewilligung sowie die rechtlichen Folgen während der Projektdurchführung.
D. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet das komplexe Zusammenspiel aus rechtlichen Anforderungen und praktischer Förderung und diskutiert alternative Ansätze wie steuerliche Forschungsförderung.
Innovationsförderung, KMU, Subventionen, Forschungsrahmenprogramm, ZIM, Pro FIT, Beihilfenrecht, Verfahrensinnovation, Produktinnovation, Forschung und Entwicklung, Zuwendungsvereinbarung, Rückabwicklung, Technologieförderung, Rechtsrahmen, Wirtschaftsförderung
Die Arbeit befasst sich mit der staatlichen Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unter besonderer Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Innovation und KMU, der juristischen Struktur von Subventionen, spezifischen Förderprogrammen auf EU-, Bundes- und Landesebene sowie den Risiken und Restriktionen im Projektverlauf.
Ziel ist es, das wirtschaftspolitische Instrument der Innovationsförderung für KMU im Bereich der Produkt- und Verfahrensentwicklung zu untersuchen und die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie deren Auswirkungen auf die Unternehmen darzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, der Auswertung von Rechtsvorschriften, Fachliteratur sowie der Untersuchung von Förderrichtlinien und Programmbeschreibungen.
Der Hauptteil analysiert die europäischen und nationalen Subventionsbegriffe, erläutert das EU-Beihilferecht, stellt drei konkrete Förderprogramme (RP7, ZIM, Pro FIT) vor und diskutiert die Risiken bei der Antragstellung und Projektdurchführung.
Zu den zentralen Begriffen gehören KMU, Subventionen, Innovationsförderung, Forschungsrahmenprogramm, Beihilferecht, ZIM und Pro FIT.
Der Kooperationsvertrag ist für nationale und europäische Verbundprojekte essenziell, um Regelungen zu geistigem Eigentum, Aufgabenverteilung und Informationspflichten zwischen den Partnern verbindlich festzulegen.
Die Rückabwicklung stellt aufgrund der rechtlichen und finanziellen Konsequenzen (z.B. Rückzahlungsbescheide) eine erhebliche Belastung für Unternehmen dar und erfordert sorgfältige Dokumentation sowie die Bildung von Rückstellungen in der Bilanz.
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