Hausarbeit, 2011
12 Seiten
Einleitung
1) Soziale Entwicklung von Kindern
2) Überblick: Gewalt in der Erziehung
3) Wo kommt Gewalt unter Kindern vor?
4) Welche Art von Gewalt kommt unter Kindern vor?
5) Ursachen der Gewaltbereitschaft
6) Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen gewaltgeprägten Erziehungsmustern in der Familie und der Ausbildung einer erhöhten Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich Gewalterfahrungen im häuslichen Umfeld auf das Sozialverhalten und die Konfliktlösungsstrategien der Heranwachsenden auswirken.
2. Überblick: Gewalt in der Erziehung
Was bedeutet der Begriff „Gewalt“?
„[1] Bezeichnung für einen einmaligen physischen Akt für den Vorgang, dass ein Mensch einem anderen Menschen Schaden mittels physischer Stärke zufügt.“11
Nicht nur in fernen Kulturen, auch in industriell entwickelten Kulturen kommt es immer noch zu Kindesmisshandlungen.12
Körperliche/ Physische Gewalt
In den Nachrichten liest und hört man immer wieder, dass Eltern ihre Säuglinge geschüttelt haben, weil sie nach ihren Angaben nicht aufhören wollten zu schreien. Neben dem Schütteln sind die am meisten verbreiteten Formen das Prügeln, das Schlagen mit Gegenständen, Treten oder Kneifen.13
Emotionale/ Psychische Gewalt
Haltungen, Gefühle und Aktionen, die schwere Beeinträchtigungen einer vertrauensvollen Beziehung nach sich tragen, sind Anzeichen psychischer Gewalt. Formen der psychischen Gewalt sind: Vermittlung dem Kind gegenüber, dass es nicht dazugehört, Liebesentzug und emotionale Erpressung, das Kind soll die Rolle eines Partners zum Beispiel im Haushalt einnehmen, soziale Isolation, Drohungen dem Kind gegenüber mit Suizid.14
Vernachlässigung
Einerseits gibt es die körperliche Vernachlässigung und andererseits die seelische Vernachlässigung.
Bei der körperlichen Vernachlässigung, sind Pflege, Nahrung, gesundheitliche Maßnahmen oder Schutz von den Eltern nicht gegeben. Bei der seelischen Vernachlässigung ist das für die gesunde emotionale Entwicklung Beziehungsklima nicht gegeben, oder von den Eltern wird Liebe, Zuwendung, Akzeptanz und Betreuung verweigert.15
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas Gewalt bei Kindern und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss von Gewalterziehung auf die Gewaltbereitschaft zu untersuchen.
1) Soziale Entwicklung von Kindern: Dieses Kapitel beschreibt die psychologischen Grundlagen der sozialen Reifung eines Kindes und die Bedeutung von Bindungen an Pflegepersonen.
2) Überblick: Gewalt in der Erziehung: Es werden verschiedene Definitionen und Kategorien von Gewalt in der Erziehung, von physischer bis hin zu emotionaler Gewalt und Vernachlässigung, dargestellt.
3) Wo kommt Gewalt unter Kindern vor?: Das Kapitel thematisiert, in welchen Kontexten, wie etwa beim spielerischen Gerangel oder bei Aggressionen in der Gruppe, Gewalt unter Kindern auftritt.
4) Welche Art von Gewalt kommt unter Kindern vor?: Hier werden die spezifischen Deliktformen und das Phänomen „Bullying“ im Kindesalter anhand statistischer Daten analysiert.
5) Ursachen der Gewaltbereitschaft: Dieses Kapitel erörtert die Entstehungsbedingungen von Aggressionen, wobei insbesondere Schule, Medien und die häusliche Erziehung als Einflussfaktoren beleuchtet werden.
6) Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und betont den signifikanten Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und späterer Gewaltbereitschaft, weist aber auch auf weitere Einflussfaktoren hin.
Gewalt, Erziehung, Kindesmisshandlung, Gewaltbereitschaft, Soziale Entwicklung, Bindung, Bullying, Aggression, Familiensystem, Kindesvernachlässigung, Konfliktlösung, Jugendgewalt, Prävention, Erziehungsstil, psychische Gewalt.
Die Arbeit analysiert, wie sich Gewalt im Erziehungsprozess auf die Entstehung von Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen auswirkt.
Zu den Schwerpunkten zählen die frühkindliche soziale Entwicklung, verschiedene Formen häuslicher Gewalt, das Auftreten von Aggressionen unter Gleichaltrigen sowie soziologische und psychologische Ursachen von Gewalt.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen erlebter Gewalt in der Erziehung und der eigenen Gewaltanwendung von Kindern besteht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle entwicklungspsychologische Erkenntnisse und kriminologische Studien zusammengeführt und interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der sozialen Entwicklung, eine Klassifizierung von Gewaltformen, die Analyse von Gewalt unter Kindern (inkl. Bullying) und die Untersuchung spezifischer Ursachen für aggressives Verhalten.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Gewaltprävention, Sozialisation, Bindungsverhalten, häusliche Gewalt und das Familiensystem gekennzeichnet.
Bullying wird als eine Art der Gewalt unter Kindern beschrieben, die Mobbing bei Erwachsenen ähnelt, durch Täter-Opfer-Beziehungen mit Machtgefälle gekennzeichnet ist und oft im Verborgenen stattfindet.
Die Schule wird als ambivalenter Ort beschrieben: Einerseits soll sie Sicherheit bieten, andererseits kann sie durch Leistungsdruck und Selektion Stressfaktoren erzeugen, die aggressives Verhalten fördern können.
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