Diplomarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Bedeutung der Thematik
2.1. Theoretische Einordnung des Themas
2.2. Praktische Einordnung des Themas
3. Wertorientierte Unternehmensführung
3.1. Konzept des Shareholder Value
3.1.1. Kennzeichnung, Zielsetzung
3.1.2. Konzept des Discounted Cash Flow (DCF)
3.1.3. Zweiphasenschema
3.2. Konzept des Economic Value Added (EVA)
3.2.1. Kennzeichnung
3.2.2. Weighted Average Cost of Capital (WACC)
3.2.3. Kapitalrendite Return On Capital Employed (ROCE)
4. Wirtschaftlichkeitsanalyse
4.1. Statische Investitionsrechnungsverfahren
4.2. Dynamische Investitionsrechnungsverfahren
4.2.1. Kapitalwertmethode
4.2.1.1. Kennzeichnung, Herleitung
4.2.1.2. Prämissen
4.2.2. Methode des internen Zinsfußes
4.2.3. Dynamische Amortisationsrechnung
4.3. Kapitalwertrate bzw. Value Return On Investment (VROI)
5. Preinreich-Lücke-Theorem als zentrales Erklärungsmodell der Komplementarität von Discounted Cash Flow-Ansatz und Economic Value Added-Ansatz
5.1. Market Value Added (MVA)
5.2. Prämissen
5.3. Herleitung
6. Zusammenfassung der Kennzahlen
7. Darstellung eines Lösungsansatzes
7.1. Einleitung, Vorgehensweise
7.2. Absolute Zielgrößen
7.3. Relative Zielgrößen
7.3.1. Zweiperiodige Zahlungsreihe
7.3.2. Einperiodige Zahlungsreihe
7.3.3. Mehrperiodige Zahlungsreihe
7.3.4. Ökonomische Abschreibung zur Verbesserung der Stabilität des Renditeausweises im Zeitablauf
7.3.4.1. Kennzeichnung
7.3.4.2. Beweis der Gleichheit von Return On Capital Employed und internem Zinsfuß
7.4. Verknüpfung von absoluten und relativen Zielgrößen
7.4.1. Arithmetisches Mittel des Value Return On Investment
7.4.2. Zielwertableitung
7.5. Beurteilung
8. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht in der Entwicklung eines Lösungsansatzes zur Ermittlung der absoluten und relativen Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten, verknüpft mit den strategischen Zielen der wertorientierten Unternehmensführung. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Ableitung kompatibler Zielwerte aus strategischen Kennzahlen, um Investitionsentscheidungen strategiekonform zu gestalten.
3.1.2. Konzept des Discounted Cash Flow (DCF)
Das Konzept des Discounted Cash Flow (DCF) stellt das Basismodell des Shareholder Value-Ansatzes dar. Der Kapitalwert bzw. Discounted Cash Flow eines Investitionsprojektes gibt dessen Beitrag zum Marktwert des Unternehmens an. Er ist also der Wertsteigerungsbeitrag des Investitionsprojektes, um den der Marktwert des Unternehmens durch die Realisierung des Investitionsprojektes erhöht wird. Dazu müssen allerdings die diskontierten Cash Flows des Investitionsprojektes positiv bzw. größer als dessen Anfangsauszahlungen sein. Ist der Discounted Cash Flow hingegen negativ, wird Wert vernichtet. Im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung besteht die Aufgabe des Managements folglich darin, stets zusätzliche vorteilhafte Aktionsmöglichkeiten, d.h. potenzielle Investitionsprojekte mit einem positiven Discounted Cash Flow zu entdecken, sich für die optimale Kombination von Investitionsprojekten zu entscheiden, um einen unter Beachtung der gegenseitigen Risikowirkungen optimalen Discounted Cash Flow zu generieren, sowie die ausgewählten Investitionsprojekte im Zeitablauf ordnungsgemäß zu realisieren.
Die Entscheidung, welche Kombination von Investitionsprojekten die optimale ist, wird dabei durch zwischen den einzelnen Investitionsprojekten bestehende Erfolgs- und Risikoverbundeffekte sowie Kapital- und andere Interdependenzen erschwert. Ein Erfolgsverbund besteht, wenn der Zahlungsstrom einer Aktion dem Einfluss anderer Aktionen unterliegt oder selber den Zahlungsstrom anderer Aktionen beeinflusst. Analog ist ein Risikoverbund durch die gegenseitigen stochastischen Beziehungen der Unsicherheiten von Aktionen gekennzeichnet. Die Begrenztheit des zur Verfügung stehenden Kapitals, auch Restriktionsverbund genannt, bewirkt eine Konkurrenz der Aktionen untereinander und führt zu einem Allokationsproblem. All diese Interdependenzen sind die Ursache dafür, dass die Summe der Zielbeiträge der in einem Aktionsprogramm des Unternehmens enthaltenen Einzelmaßnahmen bei deren isolierter Durchführung i.d.R. nicht dem mit diesem Programm erreichbaren Zielniveau entspricht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wertorientierte Unternehmensführung ein und definiert das Ziel der Arbeit, einen Lösungsansatz zur Bestimmung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten auf Basis strategischer Zielwerte zu entwickeln.
2. Bedeutung der Thematik: Dieses Kapitel ordnet Investitionen theoretisch und praktisch in den Kontext der Unternehmensführung ein und unterstreicht die Notwendigkeit strategiekonformer Ressourcenallokation.
3. Wertorientierte Unternehmensführung: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des Shareholder Value-Konzepts sowie das Modell des Economic Value Added (EVA) inklusive der Bedeutung von WACC und ROCE für die Unternehmenssteuerung.
4. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Hier werden die für die Arbeit relevanten dynamischen Investitionsrechnungsverfahren (Kapitalwert, interner Zinsfuß, Amortisationsrechnung) detailliert beschrieben und kritisch gewürdigt.
5. Preinreich-Lücke-Theorem als zentrales Erklärungsmodell der Komplementarität von Discounted Cash Flow-Ansatz und Economic Value Added-Ansatz: Das Kapitel beweist die Übereinstimmung zwischen DCF und MVA und stellt das Theorem als zentrales Erklärungsmodell vor.
6. Zusammenfassung der Kennzahlen: Es erfolgt eine systematische Gegenüberstellung und Gruppierung der analysierten Kennzahlen nach ihren Eigenschaftsausprägungen.
7. Darstellung eines Lösungsansatzes: Der Kernteil der Arbeit präsentiert den Lösungsansatz zur Verknüpfung strategischer Zielvorgaben mit operativen Investitionsrechnungsverfahren unter Anwendung ökonomischer Abschreibungsverfahren.
8. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und die entwickelten Methoden zur Zielwertableitung zusammen.
Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Economic Value Added, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Discounted Cash Flow, Interner Zinsfuß, Amortisationsrechnung, Ressourcenallokation, Preinreich-Lücke-Theorem, Market Value Added, Return On Capital Employed, WACC, Ziel-Soll-Vergleich.
Die Arbeit untersucht, wie eine wertorientierte Unternehmensführung durch die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Investitionsprojekten operationalisiert werden kann, um eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen.
Im Zentrum stehen die Konzepte des Shareholder Value und Economic Value Added sowie deren Verknüpfung mit klassischen dynamischen Investitionsrechnungsverfahren.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Lösungsansatzes, um aus wertorientierten strategischen Zielwerten (wie dem ROCE) Sollwerte für die Investitionsrechnung abzuleiten und somit eine strategiekonforme Auswahl von Investitionsprojekten zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, mathematische Herleitungen (insbesondere zur Komplementarität von DCF und EVA sowie zur Zielwertableitung) und praxisbezogene Fallbeispiele, unter anderem der Phoenix AG.
Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle der Unternehmensbewertung, erklärt die verschiedenen dynamischen Investitionsrechnungsverfahren, begründet die Komplementarität zwischen DCF- und EVA-Ansatz und stellt ein Modell zur ökonomischen Abschreibung zur Stabilität des Renditeausweises vor.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Economic Value Added, Kapitalwert, ROCE und Investitionscontrolling definieren.
Sie dient dazu, das Phänomen eines unrealistischen, abschreibungsbedingten Anstiegs des ROCE im Zeitablauf zu eliminieren, um einen konstanten ROCE zu erhalten, der direkt mit dem internen Zinsfuß vergleichbar ist.
Sie dient als praktisches Werkzeug zur Implementierung des Lösungsansatzes, um durch eine Zielwertsuche und Makros für jede beliebige Investitionsprojektlaufzeit die erforderlichen Zielwerte für einen Ziel-Soll-Vergleich zu berechnen und zu visualisieren.
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