Ausarbeitung, 2010
15 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Von Kultur und Kompetenz – eine sinnvolle Gemeinschaft?
a) Was ist Kultur
b) Die andere Seite der Medaille: Kompetenz
c) Die Medaille: Interkulturelle Kompetenz
III. Der Bewertungsmaßstab
IV. Das Training zu interkultureller Kompetenz
V. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein spezifisches Trainingsmanual zur Vermittlung interkultureller Kompetenz kritisch zu prüfen und anhand eines theoretisch entwickelten Maßstabs zu beurteilen, ob das Programm seinem Anspruch gerecht wird oder lediglich oberflächliche Handlungsanleitungen bietet.
a) Was ist Kultur?
„Kultur“ - auf den ersten Blick erscheint dieser Begriff den meisten Menschen klar umrissen und verständlich. Bemüht man sich aber einer genaueren Betrachtung, so stellt man fest, dass dem mitnichten so ist. Kultur wird zu einem schwer fassbaren und schwer einzugrenzenden Begriff. Wo fängt meine Kultur an? Wo hört seine Kultur auf? Was bestimmt Kultur? Dass sich auch in der Fachliteratur keine eindeutige Definition finden lässt, macht die Sache nicht unbedingt einfacher.
Auch nicht einfacher zu fassen ist der Begriff Kultur bedingt durch seine Wandelbarkeit. Kultur, als Koordinatensystem für unser Handeln, verändert sich stetig (vgl. Auernheimer, 1997). Beispiele finden sich in Geschichte und Sprache, welche zumindest im deutschen Sprachraum als zentrales Element der Kultur verstanden wird. Als nur ein Beispiel sei hier der Eingang von Anglizismen in die deutsche Sprache genannt.
„Unterschiede des Habitus stellen kulturelle Unterschiede dar“ (Auernheimer, 1997). Auernheimer bezieht sich hier auf Bourdieu, sodass mit diesem Zitat eine deutliche Abkehr vom Kulturbegriff als Nationalbegriff vollzogen wird. Für Auernheimer stellen also auch soziale Unterschiede mögliche Kulturelle Unterschiede dar, ebenso wie die Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus, man spricht hier auch gerne von Subkulturen. Als Beispiel könnten hier die Hip-Hop-Szene oder die Skinheadbewegung dienen, besonders im Bereich von Hip-Hop ist häufig auch von Hip-Hop-Kultur und ihren vier Säulen (Rap, DJing, B-Boying, Graffiti-Writing) die Rede.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit des Begriffs interkulturelle Kompetenz und leitet zur Fragestellung über, ob und wie die Qualität solcher Trainings bewertet werden kann.
II. Von Kultur und Kompetenz – eine sinnvolle Gemeinschaft?: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Klärung der Begriffe Kultur, Kompetenz und interkulturelle Kompetenz, wobei die Problematik national geprägter Interpretationen kritisch hinterfragt wird.
III. Der Bewertungsmaßstab: Hier wird ein Kriterienkatalog entwickelt, um die Konsistenz und die Eignung eines Trainingsmanuals für die Vermittlung interkultureller Kompetenz zu prüfen.
IV. Das Training zu interkultureller Kompetenz: In diesem Teil wird das konkrete Trainingsmanual der Bergischen Universität Wuppertal einer kritischen Analyse unterzogen und auf seine konzeptionelle Stringenz geprüft.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gelangt zu dem Schluss, dass das untersuchte Training zur Vermittlung interkultureller Kompetenz nur bedingt geeignet ist.
Interkulturelle Kompetenz, Trainingsmanual, Kulturbegriff, Kompetenzentwicklung, Bildungsarbeit, Reflexion, Kulturstandards, Nationalbegriff, Pädagogische Professionalität, Situatives Handeln, Wissensvermittlung, Interkulturelle Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Beurteilung eines spezifischen Trainingsmanuals zur interkulturellen Kompetenz, das von der Bergischen Universität Wuppertal herausgegeben wurde.
Die Arbeit behandelt die theoretische Fundierung des Kulturbegriffs, das Verständnis von Kompetenz, die Anforderungen an interkulturelle Trainings und die Frage der Messbarkeit bzw. Vermittelbarkeit dieser Kompetenzen.
Das Ziel ist es, den Anspruch eines Trainingsmanuals mit der theoretischen Realität abzugleichen und zu prüfen, ob das Manual tatsächlich zur Entwicklung echter interkultureller Kompetenz beiträgt.
Es wird eine theoretisch-kritische Analyse durchgeführt, bei der ein Bewertungsmaßstab aus der Fachliteratur (unter anderem von Auernheimer und Mecheril) abgeleitet und auf das Manual angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Vorbereitung (Definition von Kultur und Kompetenz), die Erarbeitung eines Bewertungsmaßstabs und die detaillierte Analyse des Trainingsmanuals.
Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, Kulturbegriff, Kompetenzentwicklung, Kulturstandards und pädagogische Professionalität.
Der Autor argumentiert, dass eine Orientierung an Nationalkulturen kontraproduktiv ist, da sie zur „Überethnisierung“ führt und die Komplexität sowie die Wandelbarkeit von Kultur ignoriert.
Das Manual wird unter anderem deshalb kritisiert, weil es eher auf „How-to-act“-Anleitungen setzt, statt die von Mecheril geforderte Kompetenz zu vermitteln, wie man mit Situationen des eigenen Nichtwissens professionell umgeht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

