Bachelorarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 2,8
Einleitung
1) Begriffsbestimmung
a) Was ist Kultur
b) Was ist Kompetenz
2) Die interkulturelle Pädagogik
3) Das interkulturelle Konzept der Bundeswehr
4) Interkulturelle Kompetenz in der Schule
5) Interkulturelle Kompetenz in der Hochschule
6) Vergleich
Diese Bachelor-Arbeit untersucht das Konzept der interkulturellen Kompetenz, hinterfragt deren definitorische Grundlage und analysiert die praktische Anwendung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, insbesondere in der Bundeswehr, der Schule und der Hochschule, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Zielsetzungen herauszuarbeiten.
3) Das Konzept interkultureller Kompetenz in der Bundeswehr
„Der richtige Umgang mit Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben, die interkulturelle Kompetenz, erhöht die Handlungs- und Verhaltenssicherheit der Soldatinnen und Soldaten und sichert die Akzeptanz von Minderheiten in der Bundeswehr. Im Auslandseinsatz ist interkulturelle Kompetenz zudem wesentliche Voraussetzung für die Auftragserfüllung und den Eigenschutz. Vorgesetzte fordern und fördern interkulturelle Kompetenz ihrer Untergebenen so, dass diese verhaltenssicher und respektvoll gegenüber der Bevölkerung des jeweiligen Einsatzgebietes als auch gegenüber Angehörigen anderer Nationen auftreten. Vorgesetzte bilden für die Zusammenarbeit in multinationalen Einheiten und Verbände [sic!] aus.“
Dieser Vorschriftenauszug zeigt die Grundlage, auf welcher die Konzepte interkultureller Kompetenz im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung, aber hauptsächlich in den Streitkräften, welche vorrangig betrachtet werden sollen (an dieser Stelle sei angemerkt, dass Bundeswehr und Streitkräfte im folgenden synonym Verwendung finden), erarbeitet werden. Es gibt uns auch Aufschluss über die grundsätzliche Zielsetzung der interkulturellen Kompetenz in der Bundeswehr. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass in dieser Vorschrift ein Konzept verfolgt wird, welches sich an das weiter oben beschriebene Konzept einer Handlungskompetenz anlehnt. Interkulturelle Kompetenz soll also den Soldaten in die Lage versetzen, in interkulturellen Situationen angemessen zu handeln („... erhöht die Handlungs- und Verhaltenssicherheit der Soldatinnen und Soldaten...“). Für die Streitkräfte ist interkulturelle Kompetenz in aller erster Linie ein Instrument zur Erfüllung des Auftrages und damit verbunden des Eigenschutzes in kulturell fremden Gebieten („... Voraussetzung für die Auftragserfüllung und den Eigenschutz.“). Unter den Aspekt der Auftragserfüllung ist auch die Aufforderung an Vorgesetzte zu sehen, welche den unterstellten Bereich für die Arbeit in „multinationalen Einheiten und Verbände [sic!]“ ausbilden sollen.
Einleitung: Es wird die Relevanz interkultureller Kompetenz in modernen Gesellschaftsbereichen skizziert und die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung unterschiedlicher Definitionsansätze begründet.
1) Begriffsbestimmung: Die Kapitel „Was ist Kultur“ und „Was ist Kompetenz“ legen die theoretische Basis, indem sie die Vielschichtigkeit und Wandelbarkeit beider Begriffe untersuchen.
2) Die interkulturelle Pädagogik: Dieses Kapitel stellt verschiedene pädagogische Diskursansätze vor, die sich mit dem Umgang kultureller Differenz und der Förderung interkultureller Handlungskompetenz befassen.
3) Das interkulturelle Konzept der Bundeswehr: Es wird analysiert, wie die Bundeswehr interkulturelle Kompetenz primär als Instrument zur Auftragserfüllung und zum Eigenschutz in multinationalen Kontexten interpretiert.
4) Interkulturelle Kompetenz in der Schule: Die Untersuchung beleuchtet die Rolle von Schule bei der Vermittlung interkultureller Kompetenz im Kontext einer multikulturellen Schülerschaft und diskutiert verschiedene pädagogische Ansätze.
5) Interkulturelle Kompetenz in der Hochschule: Hier wird der Umgang mit der zunehmenden Internationalisierung und dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturstandards im akademischen Umfeld analysiert.
6) Vergleich: Die Arbeit fasst die verschiedenen Konzepte zusammen, reflektiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede und führt die Überlegungen in einem persönlichen Fazit zusammen.
Interkulturelle Kompetenz, Kultur, Handlungskompetenz, Pädagogik, Bundeswehr, Schule, Hochschule, Migration, Multikulturalität, Kulturstandards, Diversität, Interkulturelles Lernen, Auftragserfüllung, Identität, Differenz
Die Arbeit untersucht den Begriff und das Konzept der interkulturellen Kompetenz, hinterfragt dessen definitorische Grundlagen und beleuchtet die praktische Umsetzung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Bestimmung von Kultur und Kompetenz sowie deren Anwendung und Implementierung in der Bundeswehr, im Schulwesen und im Hochschulbereich.
Ziel ist es, die verschiedenen Konzepte interkultureller Kompetenz in ausgewählten Bereichen der Gesellschaft zu betrachten, zu vergleichen und auf ihre Zielsetzungen hin zu analysieren.
Die Arbeit nutzt eine exemplarische Betrachtung und einen systematischen Vergleich bestehender pädagogischer und organisatorischer Konzepte zur interkulturellen Kompetenz.
Der Hauptteil analysiert die begrifflichen Grundlagen, den Diskurs der interkulturellen Pädagogik sowie die spezifische Anwendung und Wahrnehmung interkultureller Kompetenz in Militär, Schule und Hochschule.
Zu den prägenden Begriffen zählen interkulturelle Kompetenz, Handlungskompetenz, Multikulturalität, Kulturstandards und interkulturelle Pädagogik.
Die Bundeswehr sieht darin primär ein Instrument zur Erhöhung der Handlungs- und Verhaltenssicherheit ihrer Soldaten, um die Auftragserfüllung und den Eigenschutz in Auslandseinsätzen zu gewährleisten.
Kulturstandards werden kritisch diskutiert; sie dienen zwar als Orientierungshilfe, bergen aber laut Autor die Gefahr der Stereotypisierung und der übermäßigen Vereinfachung komplexer kultureller Dynamiken.
Der Autor betont, dass Schule zur Chancengleichheit verpflichtet ist und interkulturelle Kompetenz vermitteln muss, warnt jedoch vor einer zu starken Fokussierung auf die Defizitorientierung bei Minderheiten.
Der Autor kritisiert, dass der Fokus auf Nationalkultur oft zu einer problematischen „Überethnisierung“ führt und die individuellen, durch Milieus oder Subkulturen geprägten Differenzen sowie die Wandelbarkeit von Kultur ignoriert.
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