Bachelorarbeit, 2012
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Charakteristika der zugrundeliegenden Verträge
2. Modellrahmen
2.1 Das Black-Scholes Modell
2.2 Das Gauß-Zinsstrukturmodell und das Modell eines internationalen Finanzmarktes
3. Bewertung der zugrundeliegenden Verträge
3.1 Bewertung der FX-Ratio-Optionen
3.1.1 Bewertung des FX-Ratio-Call
3.1.2 Bewertung des FX-Ratio-Put
3.2 Bewertung der FX-Spread-Option
4. Hedging und Risikokennziffern / Sensitivitätsanalyse
4.1 Delta-Faktor und Delta-Hedging
4.1.1 Delta-Faktor und Delta-Hedging der FX-Ratio-Optionen
4.1.2 Delta-Faktor und Delta-Hedging der FX-Spread-Optionen
4.2 Gamma-Faktor
4.3 Vega-Faktor
4.4 Einfluss der unterschiedlichen Korrelationen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, den Arbitragepreis zweier spezieller Devisenoptionen (FX-Spread und FX-Ratio) unter expliziter Berücksichtigung des Zinsänderungsrisikos zu bestimmen und zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie sich verschiedene Marktparameter auf die Optionspreise auswirken und welche Hedgestrategien zur Risikoneutralisierung angewendet werden können.
1. Einleitung
Der Devisenmarkt ist ein nicht lokalisierbarer Ort an dem Währungen gehandelt werden. Devisenoptionen ergänzen seit Mitte der achtziger Jahre die bisher im Devisenhandel verfügbaren Instrumente von Devisenkassa- und -termingeschäften. Der Devisenhandel hat sich in den letzten beiden Jahrzenten stetig entwickelt, erreichte 2010 einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 4 Billionen US-Dollar und ist global der umsatzstärkste Finanzmarkt.
In ihrer einfachsten Form ist eine Devisenoption ein Kontrakt zwischen zwei Parteien, der dem Käufer (Long) das Recht einräumt vom Verkäufer (Short) eine bestimmte Devise zu einem vorher festgelegten Fälligkeitstag (europäische Option) oder innerhalb eines Zeitraumes (amerikanische Option) zu einem vertraglich festgelegten Kurs zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Da es sich um ein Recht und keine Pflicht seitens des Käufers handelt, wird die Option genau dann ausgeübt, wenn sie vorteilhaft für den Käufer und nachteilig für den Verkäufer ist. Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Call-Option genau dann ausgeübt wird, wenn die Devise auf dem Markt zu diesem Zeitpunkt zu einem höheren Preis als dem Basispreis gehandelt wird. Da die Auszahlung für den Käufer der Option zu Vertragsschluss nie negativ werden kann und stets die Möglichkeit einer positiven Auszahlung besteht, muss der Optionspreis, den der Verkäufer erhält, stets positiv sein.
1. Einleitung: Einführung in den Devisenmarkt und Definition der grundlegenden Vertragsmerkmale von Devisenoptionen.
2. Modellrahmen: Vorstellung des Black-Scholes Modells sowie Erweiterung um das n-Faktor Gauß-Zinsstrukturmodell zur Abbildung stochastischer Zinsen.
3. Bewertung der zugrundeliegenden Verträge: Schrittweise Herleitung der Arbitragepreise für FX-Ratio- und FX-Spread-Optionen.
4. Hedging und Risikokennziffern / Sensitivitätsanalyse: Analyse der Preissensitivitäten (Delta, Gamma, Vega) und Erläuterung dynamischer Hedgestrategien.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion der Modellannahmen.
Devisenoptionen, Arbitrage, Zinsänderungsrisiko, Black-Scholes Modell, FX-Ratio, FX-Spread, Risikokennziffern, Delta-Hedging, Gamma-Faktor, Vega-Faktor, stochastische Zinsen, Forward Risk Adjusted Measure, Korrelation, Sensitivitätsanalyse, Finanzmarktmodellierung
Die Arbeit befasst sich mit der mathematischen Bewertung von Devisenoptionen, die eine zeitverzögerte Auszahlung aufweisen, unter der Annahme stochastischer Zinsänderungsrisiken.
Zentral sind FX-Ratio-Optionen und FX-Spread-Optionen, die in einem erweiterten Modellrahmen bewertet und analysiert werden.
Das Hauptziel ist die Bestimmung des fairen Arbitragepreises für diese speziellen Optionsarten sowie die Ableitung geeigneter Hedgestrategien für den Verkäufer.
Es kommen stochastische Modellierungsmethoden zum Einsatz, insbesondere das Black-Scholes Modell sowie ein n-Faktor Gauß-Zinsstrukturmodell. Zudem werden Maßwechsel zum T-Forward-Risk-Adjusted-Measure durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung der Bewertungsformeln, die mathematische Analyse der Preissensitivitäten (Sensitivitätsanalyse) und die Definition dynamischer Absicherungsstrategien (Hedging).
Neben den Basisbegriffen wie Arbitragefreiheit und Martingalmaß sind Delta-Hedging, Gamma-Stabilität und Vega-Volatilitätsrisiko entscheidende Konzepte.
Während FX-Ratio-Optionen durch eine logarithmierte Mindestrendite charakterisiert sind, basieren FX-Spread-Optionen auf der Differenz zwischen Wechselkursen zu verschiedenen Zeitpunkten; die methodische Bewertung erfolgt jedoch in beiden Fällen analog.
Die Korrelation zwischen Wechselkursen und Zinsmärkten beeinflusst signifikant die Sensitivität des Optionspreises, was in der Arbeit durch spezifische Sensitivitätsanalysen exemplarisch nachgewiesen wird.
Es wird betont, dass die hergeleiteten Formeln theoretische Richtwerte darstellen, die auf spezifischen Modellannahmen beruhen; Abweichungen zu realen Marktpreisen sind aufgrund von Parameterschätzungen und Modellgrenzen zu erwarten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

