Magisterarbeit, 2012
91 Seiten
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELE
1.3 PFLEGEWISSENSCHAFTLICHE RELEVANZ
1.4 STRUKTUR DER ARBEIT
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 LITERATURRECHERCHE
2.1.1 Suchstrategie und Literaturauswahl
2.2 DEMOGRAPHISCHER WANDEL UND MORTALITÄT
2.3 PFLEGELEISTUNGEN DURCH ANGEHÖRIGE
2.4 BELASTUNGEN DER ANGEHÖRIGEN
2.5 BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.5.1 Palliative Care
2.5.2 Lebensqualität
2.5.3 Angehörige
2.5.4 Mobiles Palliativteam
2.6 FINANZIERUNG DER HOSPIZ,- UND PALLIATIVEINRICHTUNGEN
2.7 MOBILES PALLIATIVTEAM (MPT) DER CARITAS SALZBURG
2.8 EPIDEMIOLOGISCHE DATEN
3 METHODE
3.1 FORSCHUNGSFRAGE
3.2 QUALITATIVER FORSCHUNGSANSATZ
3.3 BEGRÜNDUNG ZUR WAHL FÜR DEN QUALITATIVEN FORSCHUNGSANSATZ
3.4 QUALITATIVE SOZIALFORSCHUNG NACH MAYRING
3.4.1 Verfahrensdokumentation
3.4.2 Argumentative Interpretationsabsicherung
3.4.3 Regelgeleitheit
3.4.4 Nähe zum Gegenstand
3.4.5 Kommunikative Validierung
3.4.6 Triangulation
3.5 ZUGANG ZUM FORSCHUNGSFELD
3.6 ZU ERWARTENDE ERGEBNISSE UND PROBLEME
3.7 FORSCHUNGSGRUPPE UND FORSCHUNGSRAUM
3.8 ERHEBUNGSINSTRUMENT
3.8.1 Erhebungsinstrument für die Erfassung der Auswirkung der Palliative Care auf die Lebensqualität der Angehörigen
3.9 DURCHFÜHRUNG DER INTERVIEWS
3.10 AUSWERTUNG DER DATEN
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1 SOZIODEMOGRAFISCHE DATEN DER ANGEHÖRIGEN
4.2 KATEGORIENSYSTEM
4.3 ERFAHRUNGEN VOR DER BETREUUNG VON PALLIATIVE CARE
4.4 ERWARTUNGEN AN DIE PALLIATIVE CARE
4.5 LEBENSQUALITÄT FÜR DEN STERBENDEN MENSCHEN
4.6 INTERDISZIPLINÄRE ZUSAMMENARBEIT
4.7 LEBENSQUALITÄT DER ANGEHÖRIGEN
4.8 UMGANG MIT TROST UND TRAUER
4.9 HINDERLICHE ASPEKTE DER PALLIATIVE CARE
4.10 WÜNSCHE AN DIE PALLIATIVE CARE
4.11 WÜNSCHE AN DIE PALLIATIVE CARE
4.12 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5 DISKUSSION
5.1 IMPLIKATIONEN FÜR DIE PRAXIS
5.2 LIMITATIONEN
5.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN MIT AUSBLICK
Die Studie zielt darauf ab, die Auswirkungen von Palliative Care auf die subjektive Lebensqualität von Angehörigen schwerkranker und sterbender Menschen im häuslichen Umfeld zu untersuchen und deren Bedürfnisse sowie Erwartungen an mobile Palliativteams (MPT) der Caritas Salzburg aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung
Baumgartner et al. (2009) weisen auf die Überzeugung der Politik hin, dass eine palliative Versorgung flächendeckend erforderlich ist. Die optimale Versorgung von Menschen und ihrer Angehörigen am Lebensende gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Anzahl der Diskussionen um aktive Sterbehilfe zunehmen (Baumgartner, 2009). Auch Freilinger (2009) gibt an, dass die letzte Lebensphase der Menschen in den vergangenen Jahren an Tragweite gewonnen hat. Die Krankheitsverläufe sind länger und komplexer geworden-, und die letzte Lebensphase wurde verlängert. 80% der Österreicher äußern den Wunsch zu Hause sterben zu können. 70 % der Österreicher sterben außerhalb ihres häuslichen Umfelds infolge von Krankheiten in einem Sterbeprozess (Freilinger, 2009).
Menschen in der letzten Lebensphase leiden oft an einer ungenügenden Linderung ihrer Symptome und psychischen oder physischen Problemen. Ihre Wünsche können häufig nicht ausreichend berücksichtigt werden. Aus diesen Gründen benötigen die Angehörigen die Unterstützung der palliativen Betreuung für die Angehörigen. Palliative Care hat unterstützende Konzepte für die Angehörigen entwickelt, um ihnen die Kraft für das Betreuen ihrer schwerkranken und sterbenden Menschen in ihrer verbleibenden Lebenszeit zu geben (Binder et al., 2010).
Laut Durec (2010) stellt das Lebensende die Angehörigen vor Herausforderungen die so komplex sind, dass die Medizin sie nicht allein bewältigen kann. Die Menschen am Lebensende sind nicht ausschließlich Pflegefälle mit hohem Lebensalter, sondern es handelt sich beispielsweise um den eigenen Ehemann, der mit 42 Jahren an Leberkrebs erkrankt, bei dem der Zeitpunkt des Lebensendes nicht voraussehbar ist. Dieser Einschnitt in den Lebensalltag benötigt professionelles Betreuen und Empathie, damit die Angehörigen die Situation kognitiv erfassen können. Angehörige übernehmen ungewohnte Aufgaben, suchen erst spät Hilfe und können Anforderungen von Betroffen nicht gerecht werden. Die Folgen können Erkrankungen und Dekompensationen sein. Das Entwickeln und Umsetzen von Konzepten erfordert kompetente Organisationen (Durec, 2010). Billmann et al. (2009) halten an den Ansichten von Kübler-Ross fest, die das kommunikative Betreuen der Angehörigen in den Fokus stellt, um ein gutes Begleiten des Sterbens zu gewährleisten.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Motivation der Autorin dar und definiert die Problemstellung sowie die Ziele der Studie hinsichtlich der Lebensqualität von Angehörigen im Palliative-Care-Kontext.
2 THEORETISCHER TEIL: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen, inklusive Literaturrecherche, Begriffsdefinitionen und Informationen zur Finanzierung sowie dem Mobilen Palliativteam der Caritas Salzburg.
3 METHODE: Hier wird das qualitative, empirische Vorgehen beschrieben, das sich an der Sozialforschung nach Mayring orientiert und die Datenerhebung durch problemzentrierte Interviews begründet.
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews mit den Angehörigen, gegliedert in Kategorien wie Erfahrungen, Erwartungen, Lebensqualität und Wünsche an die Palliative Care.
5 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in den theoretischen Kontext eingeordnet und um Implikationen für die Pflegepraxis sowie Schlussfolgerungen für zukünftige Forschungsansätze ergänzt.
Palliative Care, Lebensqualität, Angehörige, Sterbeprozess, Mobile Palliativteams, häusliche Versorgung, Betreuung, Angehörigenarbeit, psychosoziale Belastung, Sterbebegleitung, Pflege, Gesundheitswissenschaft, Caritas Salzburg.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Palliative Care auf die Lebensqualität von Angehörigen, die schwerkranke und sterbende Familienmitglieder im häuslichen Umfeld betreuen.
Die zentralen Themen sind das Erleben des Sterbeprozesses aus Angehörigensicht, die Entlastung durch mobile Palliativteams, die psychosoziale Belastung der Angehörigen und der Wunsch nach einer bedürfnisorientierten Begleitung.
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen der Palliative Care auf die Lebensqualität der Angehörigen zu erheben und aufzuzeigen, sowie Bedürfnisse und Erwartungen an die Unterstützung durch das Mobile Palliativteam der Caritas Salzburg zu identifizieren.
Es wurde ein qualitativer, empirischer Forschungsansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgte mittels problemzentrierter, halbstandardisierter Interviews mit Angehörigen, die anschließend nach Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zur Palliative Care und dem demografischen Wandel die Ergebnisse der Interviews präsentiert, welche unter anderem Erfahrungen vor der Betreuung, die Lebensqualität und konkrete Wünsche an die Palliative Care thematisieren.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Palliative Care, Lebensqualität, Angehörige, häusliche Pflege, Sterbebegleitung und psychosoziale Unterstützung beschreiben.
Die Autorin ist diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester. Diese professionelle Erfahrung ermöglichte es ihr, die Angehörigen in den schwierigen Interviewsituationen einfühlsam zu begleiten und komplexe Betreuungssituationen fundiert zu erfassen.
Angehörige und Betroffene lehnen das Angebot anfangs oft aus Angst vor der Ungewissheit und mangelnder Information über die Aufgaben der Palliative Care ab, entwickeln aber im Verlauf meist ein tiefes Vertrauen.
Die befragten Angehörigen bewerten die Kooperation zwischen den Mitarbeitern der Palliative Care, den Hausärzten und dem Krankenhaus als sehr positiv, da sie den Informationsfluss verbessert und die Wartezeiten optimiert.
Die Angehörigen wünschen sich eine größere öffentliche Bekanntheit der Palliative Care, eine durchgängige und konstante Betreuung durch feste Bezugspersonen sowie eine stärkere Einbindung in die Entscheidungsfindungen des medizinischen Personals.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

