Diplomarbeit, 2000
151 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
I. Nachhaltige Entwicklung. Ein globales Konzept mit regionalen Handlungsanforderungen
1. Nachhaltige Entwicklung: Diskurs und Konkretisierung des Begriffs
1.1 Ableitung der Nachhaltigkeit – Gesellschaftlicher Wert Nachhaltigkeit
1.2 Nachhaltigkeitsdiskurse in der internationalen Debatte
1.3 Eckpunkte der Nachhaltigen Entwicklung im Kontext dieser Arbeit
2. Ansatzpunkte für Nachhaltigkeit in der Gesellschaft
2.1 Gewerbliche Produktion
2.2 Landwirtschaft
2.3 Stadtentwicklung und Lokale Agenda 21
2.4 Verkehr
2.5 Energie
II. Strukturpolitische Steuerung von Nachhaltiger Entwicklung im Strukturwandel
1. Strukturwandel und Strukturpolitik
2. Zur Beziehung von Strukturwandel und Nachhaltigkeit
3. Systemische Wettbewerbsfähigkeit als Konzept des ökonomischen und ökologischen Strukturwandels
4. Bedeutung der Region für Systemische Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit
5. Politische Handlungsspielräume
III. Zwischenergebnis: „Lessons learned“ für eine regionale Nachhaltigkeitsstrategie
IV. Nordrhein-Westfalen: Ein Fallbeispiel
1. Das Land Nordrhein-Westfalen
1.1 Politische Struktur
1.2 Wirtschaftliche und sozioökonomische Struktur
2. Strukturpolitik in NRW
Die Internationale Bauausstellung Emscherpark als Beispiel neuer Wege der Strukturpolitik
3. Nachhaltige Entwicklung in NRW
3.1 Gewerbliche Produktion
3.2 Landwirtschaft
3.3 Stadtentwicklung und Lokale Agenda 21
3.4 Verkehr
3.5 Energie
Schlußfolgerungen
4. Partizipation, Diskurs, Lernprozesse: kognitive Elemente eine nachhaltigen Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen
V. Quo Vadis NRW ?
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, den Stand der Nachhaltigen Entwicklung im Kontext des Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen zu untersuchen und zu bewerten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei einerseits auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsanforderungen in der Strukturpolitik und andererseits auf die Wahrnehmung dieses Konzepts durch die zentralen Akteure in NRW sowie deren Umsetzung in Handlungskonzepte.
2.1 Gewerbliche Produktion
Den wichtigsten Sektor (gemessen an der Bruttowertschöpfung) der deutschen Ökonomie bildet nach dem Dienstleistungssektor die gewerbliche Produktion. Die Ausgestaltung des Produktionssystems bildet daher auch einen Grundpfeiler für eine zukunftsfähige Gesellschaft. In diesem Sektor kann nicht nur der größte Teil der notwendigen gesellschaftlichen Dematerialisierung geleistet werden, auch die soziale Dimension der Nachhaltigkeit (in Form von Beschäftigung) ist hier von Bedeutung. Denn Ziel der Stoffstromreduktion ist neben der ökologischen Funktion des Ansatzes auch ein höherer Einsatz des Faktors Arbeit (d.h. Schaffung von Arbeitsplätzen) als soziale Komponente.
Als Indikator für den Ansatz soll der Rohstoff- und Energieverbrauch der Wirtschaft verwandt werden. Rohstoffverbrauch wird gemessen in der Entnahme von abiotischen Stoffen (verwertete Rohstoffe und importierte abiotische Güter) aus der Natur. Der Energieverbrauch kann durch den Primärenergieverbrauch gemessen werden. Qualitativ ist der Primärenergiemix als Indikator zu nutzen.
Als Ziel im Rahmen des verfolgten Ansatzes wird von einer Reihe von Autoren eine Reduktion der Entnahme nicht erneuerbarer Ressourcen ausgehend vom Stand 1990 um 25% bis 2010 und 80 – 90% bis 2050 als notwendig erachtet. Dies entsprich einer jährlichen Materialproduktivitätssteigerung von 4 – 6%.
Einleitung: Erläutert die globale Notwendigkeit einer Nachhaltigen Entwicklung und die Relevanz eines ökologischen Strukturwandels in Industrienationen, insbesondere im Kontext Nordrhein-Westfalens.
I. Nachhaltige Entwicklung. Ein globales Konzept mit regionalen Handlungsanforderungen: Konkretisiert den Nachhaltigkeitsbegriff und definiert den Umweltraum sowie Managementregeln für einen zukunftsfähigen Sektor. Es werden zentrale Handlungsfelder wie gewerbliche Produktion, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Verkehr und Energie beleuchtet.
II. Strukturpolitische Steuerung von Nachhaltiger Entwicklung im Strukturwandel: Analysiert das theoretische Konzept der Systemischen Wettbewerbsfähigkeit als Steuerungsrahmen für einen nachhaltigen industriellen Strukturwandel und diskutiert politische Handlungsspielräume.
III. Zwischenergebnis: „Lessons learned“ für eine regionale Nachhaltigkeitsstrategie: Führt die zentralen Erkenntnisse der theoretischen Abschnitte als Vorbereitung für die empirische Analyse in Nordrhein-Westfalen zusammen.
IV. Nordrhein-Westfalen: Ein Fallbeispiel: Untersucht empirisch den Stand und die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien in den Sektoren Wirtschaft, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Verkehr und Energie in NRW.
V. Quo Vadis NRW ?: Bewertet die Ergebnisse der Untersuchung, identifiziert Fehlentwicklungen sowie Hindernisse und formuliert Schlussfolgerungen für eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie.
Nachhaltige Entwicklung, Strukturwandel, Nordrhein-Westfalen, Systemische Wettbewerbsfähigkeit, Dematerialisierung, Stoffstromreduzierung, Energieeffizienz, Strukturpolitik, Lokale Agenda 21, industrielle Transformation, Ressourcenproduktivität, Politiknetzwerke, Regionalisierung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung als Leitbild in den Strukturwandel von Nordrhein-Westfalen integriert ist und welche politischen Handlungsspielräume dabei bestehen.
Die zentralen Felder umfassen die industrielle Produktion, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Verkehr und Energiepolitik, jeweils unter dem Gesichtspunkt der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.
Das Ziel ist es darzustellen, wie Anforderungen der Nachhaltigkeit in der Strukturpolitik berücksichtigt werden und ob bei den zentralen Akteuren ein Bewusstsein für dieses Konzept besteht.
Es wird ein Methodenmix aus Literatur- und Dokumentenanalyse sowie qualitativen, offenen Experteninterviews mit Akteuren aus der Politik und Wirtschaft angewandt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Rahmenbedingungen, das Konzept der Systemischen Wettbewerbsfähigkeit sowie die empirische Situation in Nordrhein-Westfalen anhand der genannten Sektoren.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltige Entwicklung, Strukturwandel, NRW, Systemische Wettbewerbsfähigkeit und Dematerialisierung.
Die Region wird als entscheidende strategische Ebene identifiziert, um komplexe Nachhaltigkeitsziele durch kooperative Netzwerke (Mesopolitik) zu operationalisieren.
Trotz einzelner positiver Ansätze (z.B. Lokale Agenda-Prozesse, Solarenergie) ist NRW noch nicht auf einem Pfad, der den Kriterien einer umfassenden Nachhaltigkeit in allen Bereichen entspricht.
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