Diplomarbeit, 2006
79 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Marketingtheoretische Grundlagen
2.2 Die Musikindustrie
2.2.1 Aufbau der Musikindustrie
2.2.2 Geschichtliche Entwicklung der Musikindustrie
2.3 Der Tonträgermarkt
2.3.1 Musik als Absatzobjekt
2.3.2 Einfluss der Digitalisierung
2.3.3 Umsatz- und Absatzentwicklung
2.3.3.1 Tonträgerkategorien
2.3.3.2 Repertoirekategorien / Musikstile
2.3.4 Käuferstruktur und Nachfragekonzentration
2.3.5 Konkurrenzsituation
3. Zielgruppenanalyse
3.1 Marktsegmentierung
3.2 Segmentierungskriterien und Sinus Milieus
3.3 Konsumentenansprüche
4. Neue Wege in der Produktpolitik
4.1 Music on Demand als Lösung?
4.1.1 Bisherige Versuche der Musikindustrie
4.1.1.1 Deutsche Angebote
4.1.1.2 Amerikanische Angebote
4.1.2 Chancen und Risiken von Music on Demand
4.2 Neue Produkte für die Musikindustrie
4.2.1 Musik-DVD als Rettung für den Tonträgermarkt?
4.2.2 Bedeutung von Rechten und deren Vermarktung
4.2.3 Produktdifferenzierung
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Krise der Tonträgerindustrie, die primär durch die Digitalisierung und illegale Filesharing-Netzwerke ausgelöst wurde. Das Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, mit denen Tonträgerunternehmen durch innovative Produktpolitik und eine stärkere Kundenorientierung verlorene Marktanteile zurückgewinnen und die Krise überwinden können.
2.3.1 Musik als Absatzobjekt
Bei Musik als Produkt wird zwischen einer Live-Darbietung und der Konservierung auf einem Tonträger unterschieden.32 Unter einem Tonträger versteht man „die körperliche Verwertungsform eines ursprünglich immateriellen (d.h. unkörperlichen) Wirtschaftsgutes. Musik wird durch den Tonträger in der gespeicherten Form beliebig wiederholbar und damit als Ware handelbar“.33
Musik kann als Produkt in vielen verschiedenen Varianten vermarktet werden. Die klassischen Angebotsformen sind der Verkauf von Musik über Tonträger. Auch die Vergabe von Lizenzen bspw. für den Einsatz von Musik in der Werbung hat sich etabliert. Neben dieser klassischen Sicht von Musik als Produkt gibt es aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen der letzten Jahre weitere Absatzmöglichkeiten für Musik wie z.B. Klingeltöne für Handys oder Musik in digitaler nicht-physischer Form für den PC oder den MP3-Player.
Die Ubiquität von Musik, z.B. im Radio, Internet und Fernsehen sowie der Preiskampf mit Musikprodukten im Handel haben in den letzten Jahren zu einem Wertverlust von Musik geführt. Daneben gibt es die Möglichkeit, wenn auch meist illegal, sich kostenlos mit Musik aus dem Internet zu versorgen.34 Insgesamt ist die Preisakzeptanz für Tonträger stark gesunken.35
Die Problematik des Werteverlustes von Musik ist bedrohlich für die Musikindustrie, da zwischen 20 und 30 % der verkauften Tonträger Geschenkkäufe sind. Ein Wertverlust kann somit dazu führen, dass der Umsatz weiter einbricht, da Musik als Geschenk an Beliebtheit verliert.36
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Krise der Musikindustrie ein und definiert die Zielsetzung, Strategien zur Krisenbewältigung und Kundenrückgewinnung aufzuzeigen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die marketingtheoretischen Basisprinzipien, den strukturellen Aufbau der Musikbranche und die Auswirkungen des technischen Wandels auf den Tonträgermarkt.
3. Zielgruppenanalyse: Hier werden Modelle der Marktsegmentierung angewandt, um die Bedürfnisse verschiedener Konsumentenmilieus im Hinblick auf Musikprodukte detailliert zu analysieren.
4. Neue Wege in der Produktpolitik: Der Hauptteil untersucht Lösungsansätze wie Music on Demand, neue Medienformate wie Musik-DVDs sowie die strategische Bedeutung der Rechtevermarktung.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für eine kundenzentrierte und technologisch modernisierte Musikwirtschaft.
Musikindustrie, Tonträgermarkt, Digitalisierung, Music on Demand, Produktpolitik, Zielgruppenanalyse, Sinus Milieus, Konsumentenansprüche, Musik-DVD, Rechtevermarktung, Onlinehandel, Urheberrecht, Kundenorientierung, Krisenmanagement, Marktsegmentierung
Die Arbeit analysiert die Ursachen der Krise der Tonträgerindustrie, insbesondere den Einfluss der Digitalisierung und illegaler Downloads, und sucht nach Wegen, diese Krise durch neue produktpolitische Strategien zu überwinden.
Zentrale Felder sind die Veränderung des Konsumentenverhaltens durch neue Technologien, die Segmentierung des Musikmarktes und die Bewertung moderner Vertriebs- und Vermarktungskonzepte.
Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, mit denen Tonträgerunternehmen verloren gegangene Kunden zurückgewinnen und durch ein anspruchsgerechtes Angebot eine legale Alternative zu illegalen Tauschbörsen schaffen können.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen des Marketings mit der Auswertung von Marktdaten, Zielgruppenmodellen (Sinus Milieus) und Fallbeispielen der digitalen Distribution verknüpft.
Der Hauptteil evaluiert die Potenziale und Risiken von Music on Demand, diskutiert neue Formate wie Musik-DVDs und analysiert die strategische Rolle der Rechtevermarktung zur Kundenbindung.
Die zentralen Begriffe umfassen Digitalisierung, Music on Demand, Produktpolitik, Konsumentenansprüche und die Transformation von Geschäftsmodellen der Musikindustrie.
Klingeltöne bieten hohe Gewinnmargen und werden von den Konsumenten aufgrund von Individualisierungstrends stark nachgefragt, was sie zu einem relevanten Teil der modernen Musikvermarktung macht.
Die Musik-DVD wird als hoffnungsvolles Produkt angesehen, da sie die Anforderungen an hohe Audio- und Videoqualität sowie das Bedürfnis nach Zusatzinhalten bedienen kann, was besonders für anspruchsvolle Milieus attraktiv ist.
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