Diplomarbeit, 2010
138 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Problemstellung der Arbeit
2.1 Problemfeld
2.2 Fragestellung
2.3 Hypothesenformulierung
2.3.1 1. Haupthypothese
2.3.2 2. Haupthypothese
3. Sachanalyse Kugelstoßen
3.1 Vorbemerkung
3.1.1 Historisches
3.1.2 Strukturvergleich der Wurf- und Stoßbewegungen
3.1.3 Biomechanische Aspekte
3.2 Bewegungsbeschreibung
3.2.1 Standstoß
3.2.2 Technikvarianten der Vorbeschleunigung
3.3 Methodische Hinweise
3.3.1 Vorüberlegung
3.3.2 Zweckgymnastik
3.3.3 Funktionelles Krafttraining
3.3.4 Fehlerbilder
3.3.5 Wettkampbestimmungen
4. Das Mentale Training
4.1 Einleitung
4.2 Ursprung des mentalen Trainings
4.3 Methoden des mentalen Trainings
4.3.1 Verdecktes Wahrnehmungstraining
4.3.2 Verbales Training
4.3.3 Ideomotorisches Training
4.4 Ziele des mentalen Trainings
5. Das differenzielle Lernen
5.1 Entstehung
5.1.1 Vorbemerkung
5.1.2 Individualität
5.1.3 Situativität
5.2 Der systemdynamische Ansatz
5.2.1 Systemdynamik und Bewegung
5.2.2 Systemdynamik und Situativität
5.2.3 Systemdynamik und Individualität
5.2.4 Kritik an klassischen Trainingsansätzen
5.2.5 Konsequenzen für das Techniktraining
5.3 Untersuchungen zum differenziellen Lernen
5.3.1 Im Tennis
5.3.2 Im Fußball
5.3.3 Im Volleyball
5.3.3 Im Kugelstoßen
6. Versuchsplanung und -durchführung
6.1 Untersuchungsverfahren
6.2 Untersuchungsplan
6.2.1 Instruktionen zum Versuchsablauf
6.2.2 Stichprobe
6.3 Untersuchungsdurchführung
6.3.1 Untersuchungsort
6.3.2 Einteilung in die Gruppen
6.4 Ablaufphasen der Trainingsmethoden
6.4.1 Ablaufphase der methodischen Übungsreihe
6.4.2 Ablaufphase des mentalen Trainings
6.4.3 Ablaufphase des differenziellen Trainings
6.5 Ausgangstests
7. Untersuchungsergebnisse und Diskussion
7.1 Voraussetzungen der Testsituation
7.1.1 Skalenniveau
7.1.2 Verteilung
7.1.3 Abhängigkeit der Stichproben
7.2 Deskriptive Auswertung
7.2.1 Ergebnisse der KG
7.2.2 Ergebnisse der MTG
7.2.3 Ergebnisse der DTG
7.2.4 Gegenüberstellung der Ergebnisse
7.2.5 Technikergebnisse der DTG
7.3 Analytische Auswertung
7.3.1 T-Test bei gepaarten Stichproben
7.3.2 Einfaktorielle ANOVA
7.3.3 T-Test bei unabhängigen Stichproben
7.3.4 Zusammenfassung
7.4 Persönliche Stellungnahme
7.4.1 Zur Untersuchung
7.4.2 Zum mentalen Training
7.4.3 Zum differenziellen Lernen
8. Abschließende Betrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob mentales Training und differenzielles Lernen im Freizeit- und Breitensport zur Verbesserung der Kugelstoßleistung beitragen können. Im Fokus steht die Frage, welche Trainingsmethode im Vergleich zur klassischen methodischen Reihe effektiver ist und ob sich signifikante Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Trainingsgruppen nachweisen lassen.
3.1.2 Strukturvergleich der Wurf- und Stoßbewegungen
Das Fremdgewicht welches bei einer Wurf/Stoßbewegung beschleunigt werden muss, hat direkte Auswirkung auf die Hauptfunktionsphase der Bewegungsstruktur. Können Schlag- und Wurfbälle oder auch der Speer mit einem Gewicht unter 1kg noch geradlinig über dem Kopf abgeworfen werden, so erfolgt dies bei mittelschweren Geräten (z.B. Diskus, Schleuderball) in einer seitlichen Schleuderbewegung mit Abwurf auf Schulterhöhe. Bei noch schwereren Geräten wie der Kugel oder dem Stein sind Würfe und Schleuderbewegungen aus funktioneller und medizinischer Sicht nicht mehr ratsam. Hier erfolgt die Beschleunigung mit einer Stoßbewegung.
Dabei befindet sich das Gerät nie hinter der Schulterachse, sondern stets vor der Hand welche sich durch eine drückend-schiebende Bewegung aus der spitzwinkligen Beugung heraus streckt, und dabei das Gerät herausstößt. Die bereits angesprochene Hauptfunktionsphase, also die eigentliche Wurf-, Schleuder- oder Stoßbewegung hat dabei unterschiedlich hohe Bedeutung für die Wurfleistung. Sie ist beim Dreh/Schleuderwurf am niedrigsten, nimmt über den geraden Wurf hin zu, und ist beim Stoß schließlich am größten. Umgekehrt verhält es sich hingegen mit der vorbereitenden Funktionsphase. Somit ist es zu erklären, dass vor allem im Anfängerbereich Stoßleistungen aus dem Stand erzielt werden, welche sich von der Bestleistung bei Stößen mit Vorbeschleunigung oft nur geringfügig unterscheiden, bzw. diese sogar übertreffen.
1. Einleitung: Die Autoren reflektieren erste Erfahrungen aus einer vorangegangenen Projektarbeit und begründen die Notwendigkeit der neuen Studie, die einen Vergleich zwischen mentalem Training und differenziellem Lernen im Kugelstoßen anstrebt.
2. Problemstellung der Arbeit: Das Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung mentaler Trainingsformen im Sport und führt das differenzielle Lernen als alternative, systemdynamische Methode ein, um Forschungsfragen und Hypothesen zur Leistungsverbesserung zu formulieren.
3. Sachanalyse Kugelstoßen: Es werden historische Hintergründe, biomechanische Grundlagen und technische Ausführungsmerkmale des Kugelstoßens detailliert beschrieben, um ein Fundament für das methodische Training zu legen.
4. Das Mentale Training: Die theoretischen Grundlagen, Ursprünge und Methoden des mentalen Trainings (wahrnehmungsbasiert, verbal, ideomotorisch) werden erarbeitet, um deren Anwendbarkeit auf die Zielsetzung der Arbeit zu prüfen.
5. Das differenzielle Lernen: Dieses Kapitel erläutert den systemdynamischen Ansatz, der Individualität und Situativität in den Vordergrund rückt, und stellt bisherige Studien in verschiedenen Sportarten vor, die die Basis für das eigene Vorgehen bilden.
6. Versuchsplanung und -durchführung: Die methodische Anlage der Feldstudie mit 48 Probanden, die Gruppeneinteilung sowie die spezifischen Trainingsabläufe (methodische Reihe, mental, differenziell) werden exakt dokumentiert.
7. Untersuchungsergebnisse und Diskussion: Die erhobenen Stoßweiten und Techniknoten werden deskriptiv ausgewertet und mittels statistischer Signifikanztests diskutiert, um die aufgestellten Hypothesen zu verifizieren oder zu falsifizieren.
8. Abschließende Betrachtung und Ausblick: Die Autoren ziehen ein Fazit über die Effektivität der untersuchten Methoden und bewerten die Limitationen sowie das Potenzial für zukünftige Trainingskonzepte im Kugelstoßen.
Kugelstoßen, mentales Training, differenzielles Lernen, Leistungsverbesserung, Biomechanik, Bewegungslehre, Sportpsychologie, systemdynamischer Ansatz, Feldstudie, motorisches Lernen, Techniktraining, Stoßauslage, Leistungsdiagnostik, Trainingswissenschaft, methodische Übungsreihe
Die Diplomarbeit vergleicht die Effektivität von mentalem Training und differenziellem Lernen bei der Verbesserung der Kugelstoßleistung im Freizeit- und Breitensport.
Die zentralen Themen sind das sportmotorische Lernen, die Anwendung spezifischer Trainingsmethoden im Kugelstoßen sowie die wissenschaftliche Überprüfung von Leistungssteigerungen durch verschiedene Ansätze.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob mentales Training oder differenzielles Lernen sinnvoll sind, um Fortschritte in der Bewegungsvorstellung und der motorischen Ausführung beim Kugelstoßen zu erzielen.
Es handelt sich um eine experimentelle Feldstudie mit drei Trainingsgruppen (Kontrollgruppe, mentale Trainingsgruppe, differenzielle Trainingsgruppe), die mittels statistischer Analyse (T-Tests, ANOVA) ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst die Sachanalyse des Kugelstoßens, die theoretische Herleitung der Trainingsmethoden, die detaillierte Versuchsplanung sowie die anschließende Auswertung und Diskussion der Testergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Kugelstoßen, differenzielles Lernen, mentales Training, Leistungsverbesserung, Systemdynamik und motorisches Lernen.
Die differenzielle Gruppe zeigte im Vergleich zur klassischen Gruppe einen stabileren Leistungsverlauf in den Retentionstests, was auf das Fehlen starrer Vorgaben und die Förderung individueller Bewegungslösungen zurückgeführt wird.
Die Ergebnisse der mentalen Trainingsgruppe unterschieden sich in dieser Untersuchung kaum von der Kontrollgruppe, was die Autoren auf die spezifischen Anforderungen des mentalen Trainings zurückführen, die eine bereits sicher beherrschte Feinform der Bewegung voraussetzen.
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