Seminararbeit, 2011
5 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Biologische Grundlagen
2.1 Stammzellen
2.2 Individualentwicklung
2.3 Gewinnung
3 Forschung
4 Gesetzeslage
5 Alternativen
6 Ethische Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Forschung an humanen embryonalen Stammzellen unter Berücksichtigung des moralischen Status des Embryos und der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
2.3 Gewinnung
Humane embryonale Stammzellen (hES-Zellen) sind meist Überschussprodukte der In-Vitro-Fertilisation (IVF). Dazu wird zunächst durch eine hormonelle Behandlung die Follikelproduktion angeregt. Die Eizelle wird entnommen und im Reagenzglas mit dem Spermium befruchtet. Im Blastozysten-Stadium wird die befruchtete Eizelle mit einem Katheter in der Gebärmutter der Frau platziert, wo er sich einnisten und zu einem Individuum heranreifen kann. Diese Methode wird genutzt um gezielt eine Schwangerschaft herbeizuführen. Die Erfolgsrate beträgt allerdings nur 20-40%. 5-6 Tage nach der Befruchtung können Stammzellen aus der Blastozyste gewonnen werden. Deren äußere Zellschicht bezeichnet man als Trophoblast. Diese wird durch Antikörper oder Laserstrahlen zerstört, um die Stammzellen aus dem Inneren zu isolieren.
Eine alternative Möglichkeit zur Gewinnung ist das Klonen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Potenzial der Stammzellenforschung für die moderne Medizin ein und skizziert das grundlegende ethische Dilemma hinsichtlich des moralischen Status des Embryos.
2 Biologische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert verschiedene Stammzelltypen anhand ihrer Potenzialität und erläutert die fachlichen Hintergründe zur Zellgewinnung sowie die Positionen zur Individualentwicklung.
3 Forschung: Hier werden die Ziele und bisherigen Erfolge der Stammzellenforschung in der Grundlagen- und klinischen Forschung sowie der Pharmakologie dargestellt.
4 Gesetzeslage: Das Kapitel bietet einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa und detailliert das deutsche Embryonenschutzgesetz sowie das Stammzellengesetz.
5 Alternativen: Es werden alternative Forschungsansätze diskutiert, insbesondere die Nutzung adulter Stammzellen und die Forschung am Tier, inklusive deren Limitationen.
6 Ethische Diskussion: Abschließend werden die zentralen Pro- und Contra-Argumente gegenübergestellt, um das Dilemma zwischen medizinischem Fortschritt und dem Lebensschutz des Embryos zu analysieren.
Stammzellen, Embryonenschutzgesetz, Ethik, Forschung, Pluripotenz, In-Vitro-Fertilisation, Lebensrecht, Individualentwicklung, Medizin, Stammzellgesetz, Klonen, Biologie, Blastozyste, Gewebeersatz, Ethische Diskussion
Die Arbeit behandelt die ethische Problematik, die mit der Forschung an humanen embryonalen Stammzellen verbunden ist.
Die Themenfelder umfassen biologische Grundlagen, medizinische Forschungspotenziale, die deutsche Gesetzeslage sowie die moralphilosophische Debatte über den Status des Embryos.
Ziel ist es, die moralischen und ethischen Herausforderungen der Forschung zu beleuchten und abzuwägen, ob die Nutzung menschlicher Embryonen zu wissenschaftlichen Zwecken vertretbar ist.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um verschiedene wissenschaftliche Fakten und ethische Argumentationslinien zusammenzuführen.
Der Hauptteil erstreckt sich von der biologischen Differenzierung der Stammzellen über die Forschungsziele bis hin zur detaillierten rechtlichen Einordnung und ethischen Reflexion.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Stammzellforschung, Embryonenschutzgesetz, Ethik, Pluripotenz und Lebensschutz beschreiben.
Totipotente Stammzellen können einen gesamten Organismus bilden, während pluripotente Zellen zwar in alle drei Keimblätter ausdifferenzieren, jedoch keinen vollständigen Organismus erzeugen können.
In Deutschland regelt das Embryonenschutzgesetz streng, welche Eingriffe an Embryonen zulässig sind, wobei insbesondere der Schutz des Lebens ab der Kernverschmelzung im Vordergrund steht.
Ihre Nutzung ist ethisch weniger umstritten, da bei der Gewinnung keine Embryonen oder frühen Entwicklungsvorstufen zerstört werden müssen.
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