Hausarbeit, 2007
16 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Voraussetzungen für das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Paktes
2.1 Das deutsch-sowjetische Verhältnis von 1933 bis 1939
2.2 Politische Interessen Hitlers
2.3 Politische Interessen Stalins
2.4 Wirtschaftliche Gründe
3. Das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Paktes
3.1 Ablauf der Vertragsverhandlungen bis zur Unterzeichnung
3.2 Inhalt des Nichtangriffspaktes
3.3 Das Geheime Zusatzprotokoll
4. kurzer Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Voraussetzungen und den konkreten Entstehungsprozess des Hitler-Stalin-Paktes von 1939. Dabei wird analysiert, wie sich das ideologisch gegnerische Verhältnis der beiden Mächte trotz grundsätzlicher Inkompatibilität in eine temporäre politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit verwandeln konnte und welche machtpolitischen Kalküle für Hitler und Stalin ausschlaggebend waren.
3.3 Das Geheime Zusatzprotokoll
In diesem geheimen Zusatzprotokoll wurde die zukünftige Abgrenzung der Interessensphären in Osteuropa festgeschrieben. Die Regelung galt für den Fall einer "territorial-politischen Umgestaltung" des polnischen Staates und in den zu den baltischen Staaten Finnland, Estland, Lettland und Litauen gehörenden Gebieten. Die Abgrenzung der Interessensphären zwischen Deutschland und der Sowjetunion bei einer Aufteilung Polens sollte durch die Flüsse Pissa, Narew, Weichsel und San erfolgen. Die Frage nach der Existenz bzw. nach der eindeutigen Abgrenzung eines polnischen Reststaates wurde bewusst offengelassen und sollte erst im Laufe der nächsten politischen Ereignisse auf "freundschaftlichem Wege" festgelegt werden. Als deutsche Grenze für den Fall einer "territorial-politischen Umgestaltung" der baltischen Staaten wird die nördliche Grenze Litauens genannt. Durch die Vereinbarungen des geheimen Zusatzprotokolls wurden Finnland, das Baltikum, die östliche Hälfte Polens und darüber hinaus Bessarabien der Sowjetunion zugesprochen. Am 28. September 1939 nahmen die beiden Vertragspartner anhand von in einer Karte eingezeichneten Grenzen einige kleine Veränderungen im Geheimprotokoll hinsichtlich des litauischen Gebietes zugunsten der Sowjetunion vor, diese Karte wurde anschließend von Ribbentrop und von Stalin signiert um die Änderungen vertragswirksam zu machen. Diese kartographisch eingezeichneten Veränderungen wurden auch noch schriftlich niedergelegt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die langjährige Verleugnung des geheimen Zusatzprotokolls durch die Sowjetunion und die Schwierigkeiten der historischen Aufarbeitung aufgrund der eingeschränkten Quellenlage.
2. Voraussetzungen für das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Paktes: Dieses Kapitel erläutert das wechselvolle Verhältnis zwischen Deutschland und der Sowjetunion, die strategischen Ziele der beiden Diktatoren sowie die wirtschaftlichen Notwendigkeiten, die das Bündnis begünstigten.
2.1 Das deutsch-sowjetische Verhältnis von 1933 bis 1939: Der Abschnitt skizziert die Phase der Entfremdung nach 1933, die durch ideologische Gegensätze und die entgegengesetzte Bündnispolitik in Europa geprägt war.
2.2 Politische Interessen Hitlers: Hier wird Hitlers Kalkül dargelegt, den Pakt als Mittel zur Absicherung gegen einen Zweifrontenkrieg zu nutzen, um Polen isoliert angreifen zu können.
2.3 Politische Interessen Stalins: Stalin verfolgte primär das Ziel, den drohenden Krieg mit Deutschland hinauszuzögern und durch eine Beschwichtigungspolitik sowie Gebietsabsprachen die eigene Sicherheit zu wahren.
2.4 Wirtschaftliche Gründe: Dieser Teil beschreibt die Abhängigkeit des Deutschen Reiches von Rohstoffen und Krediten, die den Abschluss eines Wirtschaftsabkommens als notwendige Basis für die politische Einigung erscheinen ließ.
3. Das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Paktes: Dieses Kapitel detailliert den schnellen Prozess der Vertragsverhandlungen im August 1939, der den ideologischen Feind kurzfristig zum Partner machte.
3.1 Ablauf der Vertragsverhandlungen bis zur Unterzeichnung: Hier wird der diplomatische Austausch zwischen Ribbentrop und Molotow beschrieben, der trotz anfänglichen Zögerns zügig zum Vertragsabschluss führte.
3.2 Inhalt des Nichtangriffspaktes: Der Abschnitt analysiert die Kernpunkte des Vertrags, insbesondere die Neutralitätsverpflichtung im Falle eines Angriffs auf einen der Vertragspartner.
3.3 Das Geheime Zusatzprotokoll: Hier werden die territorialen Neuordnungen und die Aufteilung Osteuropas in Interessensphären erläutert, die den eigentlichen Kern der geheimen Absprachen bildeten.
4. kurzer Ausblick: Der Ausblick resümiert die kurzfristigen machtpolitischen Vorteile Hitlers durch den Pakt sowie dessen langfristige Bedeutungslosigkeit nach dem Angriff auf die Sowjetunion 1941.
Hitler-Stalin-Pakt, Nichtangriffspakt, Geheimes Zusatzprotokoll, Außenpolitik, Nationalsozialismus, Sowjetunion, Molotow, Ribbentrop, Interessensphären, Zweifrontenkrieg, Polen, Diplomatie, Wirtschaftsabkommen, Osteuropa
Die Arbeit analysiert die historischen Rahmenbedingungen und die diplomatischen Prozesse, die im Jahr 1939 zum Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes führten.
Die Arbeit behandelt die politischen und wirtschaftlichen Motive beider Staaten, den Ablauf der Vertragsverhandlungen sowie die geheimen territorialen Absprachen.
Das Ziel ist es zu erläutern, wie trotz ideologischer Gegensätze zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus eine Annäherung erfolgen konnte und welche Bedingungen den Vertragsschluss ermöglichten.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse, die primär auf westlichen Quellen sowie verfügbaren Dokumenten aus sowjetischen Archiven beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Voraussetzungen der Annäherung, die politischen Interessen der Akteure, die ökonomischen Aspekte und die detaillierte Betrachtung des Vertragsinhalts inklusive des Zusatzprotokolls.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hitler-Stalin-Pakt, Geheimes Zusatzprotokoll, Interessensphären, Außenpolitik und Nichtangriffspakt.
Das Protokoll war entscheidend für die Aufteilung Polens und die Abgrenzung der Interessensphären in den baltischen Staaten, um zukünftige militärische Konflikte untereinander zu vermeiden.
Deutschland benötigte aufgrund seiner Autarkiebestrebungen und der Rüstungsanforderungen dringend Rohstoffe und Kredite, die nur durch eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Sowjetunion kurzfristig gesichert werden konnten.
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