Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
24 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Forschungs- und Quellenlage
3. Entstehung und Aufstieg Makedoniens
3.1. Der mythologische Ursprung der Makedonen und ihrer Könige
3.2. Das Königshaus der Argeaden
3.3. Der geographische Ursprung Makedoniens
3.4. Die Herkunft der ersten Makedonen
3.5. Die Entwicklung Makedoniens unter der Herrschaft der Argeaden
4. Der Staat während der Monarchie der Argeaden
4.1. Die Stellung des Königs
4.2. Die Heeresversammlung
5. Kurzer Ausblick auf das weitere Schicksal Makedoniens
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung Makedoniens und die Ausgestaltung staatlicher Strukturen unter der Dynastie der Argeaden. Dabei wird der Fokus besonders auf die Rolle der Monarchie sowie die Funktion zentraler Institutionen wie der Heeresversammlung gelegt, um das Machtgefüge des antiken Staates zu durchdringen.
3.1. Der mythologische Ursprung der Makedonen und ihrer Könige
Weder in Homers Ilias, noch in der Odyssee finden sich Hinweise auf ein Volk oder eine Herrscherdynastie der Makedonen. Die erste schriftliche Erwähnung der Makedonen findet sich in einem Gedicht Hesiods, dem aber bis auf ungefähren Hinweis auf das Jahr 700 v. Chr. als Gründungsjahr der makedonischen Monarchie, keine weiterführenden Informationen zu entnehmen sind. Dies entspricht den Angaben bei Herodot und Thukydides, die von sieben oder acht makedonischen Königen sprechen, die bis zu ihrer Zeit geherrscht hätten. Nimmt man den etablierten Wert von 30 Jahren pro Generation an, so kommt man ebenfalls ungefähr auf das Jahr 700 v. Chr..
Der erste Gründungsmythos, der erklären soll, woher die Makedonen stammen und von welche auserwählter Herkunft ihr Herrscherhaus ist, begegnet uns bei Herodot: Drei Brüder namens Perdikkas, Gauanes und Aeropos aus dem Geschlecht der Temeniden kommen als Flüchtlinge aus Argos über Illyrien an den Hof eines Königs in Lebaia. Dessen Beschreibung erinnert allerdings stark an einen Bauern, Viehzucht bildet die wirtschaftliche Grundlage und es scheint dort eine freie Lohnknechtschaft zu bestehen, da sich die drei Brüder als solche anstellen lassen und dafür einen Lohn ausgezahlt bekommen. Diese bescheidenen Verhältnisse hebt Herodot allerdings ausdrücklich als ein Merkmal des frühen Königtums hervor. Die Geschichte nimmt nun wortwörtlich sagenhafte Züge an: Nachdem die Königin entdeckt, dass Perdikkas' Brot beim Backen immer doppelt so groß wird, wie das aller Anderen, entlässt der argwöhnische König die drei Brüder und verweist, als diese ihren Lohn einfordern, darauf, dass sie sich vom Sonnenlicht, das auf den Boden fällt nehmen sollten. Als Perdikkas daraufhin in einer Art ritueller Handlung dreimal von diesem Sonnenlicht schöpft, was dem König sein Königsheil und damit auch sein Kriegsglück entzog. Nachdem die Berater des Königs diesen darauf aufmerksam machen, lässt er die Brüder von Reitern verfolgen. Ein anschwellender Fluss rettet diese jedoch und sie gelangen in die Nähe der sagenhaften Gärten des Midas, von wo aus sie dann ganz Makedonien erobern.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Vorstellung der Bedeutung Makedoniens und Eingrenzung des Untersuchungszeitraums auf die Herrschaft der Argeaden.
2. Forschungs- und Quellenlage: Kritische Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur und den antiken Schriftquellen, die zur Rekonstruktion der makedonischen Geschichte herangezogen werden.
3. Entstehung und Aufstieg Makedoniens: Analyse der mythologischen und historischen Wurzeln des Staates sowie der Expansion unter verschiedenen argeadischen Königen bis zum Tod Alexanders des Großen.
4. Der Staat während der Monarchie der Argeaden: Detaillierte Untersuchung der zentralen politischen Institutionen, insbesondere der Aufgaben des Königs und der Funktion der Heeresversammlung.
5. Kurzer Ausblick auf das weitere Schicksal Makedoniens: Zusammenfassung des Niedergangs nach dem Tode Alexanders und der Eingliederung des Reiches in das römische Weltreich.
Makedonien, Argeaden, Monarchie, Alexander der Große, Philipp II., Heeresversammlung, Antike, Staatsstruktur, Königshaus, Mythologie, Temeniden, Diadochenreiche, hellenistische Geschichte, Herrschaftssicherung, Historiographie.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der staatlichen Organisation Makedoniens unter der Herrschaft der argeadischen Dynastie, von den mythischen Anfängen bis zum Ende des Reiches.
Zentrale Themen sind die Legitimation des Königshauses, die geographische Expansion, die Rolle von Philipp II. und Alexander dem Großen sowie die Analyse staatlicher Institutionen wie des Königtums und der Heeresversammlung.
Das Ziel ist es, die Entwicklung der makedonischen Monarchie nachzuvollziehen und zu klären, wie der Staat trotz fehlender schriftlich fixierter Verfassungen effektiv organisiert und verwaltet wurde.
Es wird eine quellenkritische Analyse antiker Autoren (u.a. Herodot, Thukydides, Arrian) in Verbindung mit der Auswertung moderner Forschungsliteratur und archäologischer Befunde betrieben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Aufstiegs Makedoniens unter den Argeaden und eine detaillierte Untersuchung der politischen Institutionen und ihrer Befugnisse.
Die zentralen Schlagworte sind Makedonien, Argeaden, Monarchie, Heeresversammlung und die antike Staatsentwicklung.
Die Arbeit beleuchtet die in der Forschung kontrovers diskutierte Rolle der Heeresversammlung als mögliches Kontrollorgan des Königs oder als Institution zur Bestätigung der Herrschaftsfolge.
Die Autorin/der Autor ordnet die Gründungslegenden als politisch motivierte Erzählungen ein, die dazu dienten, den Herrschaftsanspruch des Königshauses zu legitimieren und eine Verbindung zum griechischen Kulturkreis herzustellen.
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