Hausarbeit (Hauptseminar), 2011
30 Seiten, Note: 1,5
Diese Arbeit befasst sich mit der „blauen Rede“, einem Beispiel für die Textgattung der Minnereden, die in der mediävistischen Forschung nur wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die „blaue Rede“ in ihren historischen Kontext einzuordnen, ihre narrative Struktur zu analysieren und ihre Bedeutung zu interpretieren. Dabei sollen auch die Besonderheiten der Textgattung der Minnereden im Allgemeinen beleuchtet werden.
Die Einleitung führt in das Thema der Minnereden ein und gibt einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand. Sie stellt außerdem die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit vor. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Überlieferungssituation der „blauen Rede“ und der Problematik der Quellenkritik. Das dritte Kapitel untersucht die Frage nach der Autorenschaft der „blauen Rede“ und diskutiert die verschiedenen Theorien dazu. Das vierte Kapitel analysiert und interpretiert die „blaue Rede“ in ihrer narrativen Struktur, ihren thematischen Schwerpunkten und ihrer Bedeutung im Kontext der Minnelehre. Es werden dabei insbesondere der Prolog, die Exposition, der Dialog und der Epilog der „blauen Rede“ untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Verwendung von Metaphern, der Bedeutung von Minne und der Beziehung zwischen Liebe und Tod.
Minnerede, mittelhochdeutsche Literatur, Minne, Minnelehre, narrative Struktur, Dialog, Allegorie, Forschungsgeschichte, Überlieferungssituation, Autorenschaft, „blaue Rede“
Minnereden sind eine mittelhochdeutsche Textgattung des Spätmittelalters, die sich in meist gereimter Form mit Themen der Liebe (Minne), Tugend und höfischen Etikette auseinandersetzt.
Die "blaue Rede" ist ein literarisches Werk, das einen Dialog über die Minne beinhaltet und komplexe Metaphern sowie Allegorien nutzt, um die Natur der Liebe zu erklären.
Die Autorenschaft ist anonym überliefert, was in der Forschung zu intensiven Diskussionen über die Zuordnung zu bekannten mittelalterlichen Dichtern geführt hat.
Die Jagd wird oft als Minneallegorie verwendet, wobei das Jagen des Wildes das Werben um die geliebte Person und die damit verbundenen Qualen und Hoffnungen symbolisiert.
Sie galten oft als eintönig oder klischeehaft (Topoi-Verwendung), doch neuere Studien entdecken ihren Wert als wichtige Zeugnisse der mittelalterlichen Kultur- und Literaturgeschichte.
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