Bachelorarbeit, 2011
61 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Grundlagen der Kapitalkonsolidierung
3 Vollkonsolidierung
3.1 Handelsrecht
3.1.1 Erstkonsolidierung
3.1.2 Folgekonsolidierung
3.2 Internationale Rechnungslegung
3.2.1 Konsolidierung nach IFRS
3.2.2 Full Goodwill-Methode
3.2.3 Folgekonsolidierung nach IFRS
3.3 Sukzessiver Anteilserwerb
3.4 Übergangskonsolidierung
3.5 Endkonsolidierung
3.6 Differenzierung
4 Quotenkonsolidierung
4.1 Handelsrecht
4.2 Internationale Rechnungslegung
4.2.1 Aktueller Rechtsstand nach IAS 31
4.2.2 Ausblick auf IFRS 11 – Joint arrangements
4.3 Differenzierung
5 Konsolidierung „at equity“
5.1 Handelsrecht
5.2 Internationale Rechnungslegung
5.3 Differenzierung
6 Latente Steuern im Konzernabschluss
6.1 Kategorisierung
6.2 Latente Steuern aus Kapitalkonsolidierung
7 Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) bei der Durchführung der Kapitalkonsolidierung. Ziel ist es, die verschiedenen Konsolidierungsmethoden sowie deren praktische Anwendung im Konzernabschluss detailliert gegenüberzustellen und die Auswirkungen der teils gravierenden regulatorischen Änderungen, insbesondere durch das BilMoG und neue IFRS-Standards, zu analysieren.
3.1.1 Erstkonsolidierung
Die Erstkonsolidierung umfasst den Vorgang, bei dem ein Tochterunternehmen, auf welches per Definition ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wird. Dabei werden die erworbenen Anteile im Rahmen der ersten Einbeziehung gegen das konsolidierungspflichtige Eigenkapital aufgerechnet.20 Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung richtet sich danach, wann das einzubeziehende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, d.h. im Normalfall zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Findet der Anteilserwerb nun unterjährig statt, ist folglich für die Erstkonsolidierung die Aufstellung eines Zwischenabschlusses notwendig. 21
Da die Neubewertungsmethode den fiktiven Einzelerwerb aller Vermögensgegenstände und Schulden unterstellt, sind die jeweiligen Posten mit dem Tageswert (Fair Value) zum Erwerbszeitpunkt neu zu bewerten.22 Das bedeutet, dass zum Erwerbszeitpunkt basierend auf der aufbereiteten HB II eine Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten zu erfolgen hat. Die unter diesen Voraussetzungen entstandenen neuen Wertansätze finden in der HB III ihren Niederschlag. Aufgrund dieser Wertkorrekturen der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens ergibt sich somit das neubewertete Eigenkapital als Saldo dieser Posten, wobei die Aufdeckung stiller Reserven zu einer Erhöhung und stiller Lasten zu einer Verminderung des ursprünglichen Eigenkapitals führt.23 Weiterhin gelten die im Einzelabschluss unter das Bilanzierungsverbot fallenden selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nun als entgeltlich erworben. Folglich sind diese in die Konzernbilanz aufzunehmen.24 Ob diese Korrektur zu diesem Zeitpunkt oder bereits i.R.d. HB II Anpassungen erfasst wird, wird in Fachkreisen divergent betrachtet.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit der Konzernrechnungslegung und stellt die Relevanz der aktuellen Änderungen in HGB und IFRS dar.
2 Grundlagen der Kapitalkonsolidierung: Dieses Kapitel definiert den Konsolidierungskreis und beschreibt die notwendigen Vorbereitungsschritte zur Aufstellung einer konsolidierungsfähigen Bilanz.
3 Vollkonsolidierung: Es werden die methodischen Ansätze der Erst- und Folgekonsolidierung unter Berücksichtigung von HGB und IFRS sowie Sonderfälle wie der sukzessive Anteilserwerb und die Full Goodwill-Methode analysiert.
4 Quotenkonsolidierung: Das Kapitel behandelt die anteilsmäßige Konsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen und beleuchtet kritisch den Übergang auf IFRS 11.
5 Konsolidierung „at equity“: Hier wird das Verfahren für assoziierte Unternehmen als „one-line-consolidation“ erläutert und die methodischen Unterschiede zwischen HGB und IFRS aufgezeigt.
6 Latente Steuern im Konzernabschluss: Es wird die Entstehung und Ermittlung latenter Steuern infolge der Kapitalkonsolidierung auf Basis des Temporary-Konzepts dargelegt.
7 Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Entwicklung der Rechnungslegungssysteme und bewertet die künftigen Herausforderungen durch die kontinuierliche Anpassung der internationalen Standards.
Kapitalkonsolidierung, HGB, IFRS, Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung, Equity-Methode, BilMoG, Geschäfts- oder Firmenwert, Stille Reserven, Latente Steuern, Erstkonsolidierung, Folgekonsolidierung, Fair Value, Gemeinschaftsunternehmen, Konzernabschluss.
Die Arbeit befasst sich mit der Gegenüberstellung von Kapitalkonsolidierungsmethoden nach deutschem Handelsrecht und internationalen IFRS-Vorschriften.
Die zentralen Felder umfassen die Voll-, Quoten- und At-Equity-Konsolidierung, die Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie latente Steuern im Konzern.
Ziel ist die detaillierte Analyse, wie Mutterunternehmen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbeziehen und wo methodische Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsnormen bestehen.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und methodenorientierte Analyse, unterlegt mit praktischen Fallbeispielen zur Verdeutlichung der Konsolidierungsschritte.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Hauptkonsolidierungsformen, wobei jeweils die HGB- und IFRS-Perspektive sowie die jeweiligen Vor- und Folgekonsolidierungsschritte detailliert gegenübergestellt werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalkonsolidierung, Goodwill, Full Goodwill-Methode, BilMoG und latente Steuern bestimmt.
Die Erstkonsolidierung dient der erstmaligen Einbeziehung und Aufdeckung stiller Reserven, während die Folgekonsolidierung die Fortschreibung dieser Werte über die nachfolgenden Geschäftsjahre sicherstellt.
Sie ermöglicht einen höheren Eigenkapitalausweis und ist bei einem gleichzeitigen "Bargain Purchase" in der Literatur Gegenstand kritischer Diskussionen hinsichtlich ihrer korrekten methodischen Umsetzung.
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