Bachelorarbeit, 2012
60 Seiten, Note: 1,6
1. Spezifikation des Burnout
1.1 Begriffsdefinition und Geschichte
1.1.1 Definition von Burnout
1.1.2 Begriffskarriere
1.1.3 Zusammenfassung
1.2 Symptomatik
1.2.1 Kategorien
1.2.2 Abgrenzung und Parallelen zu anliegenden Forschungsgebieten
1.2.3 Folgen eines Burnout
1.2.4 Zusammenfassung
1.3 Verlauf
1.3.1 Das Verlaufsmodell von Freudenberger & North
1.3.2 Zusammenfassung
1.4 Ergebnisse
2. Ursachen und Erklärungsansätze
2.1 Persönlichkeitszentrierter Ansatz
2.1.1 Helferansatz
2.1.2 Frustration durch Arbeitsbedingungen
2.1.2.1 Arbeitsbedingungen
2.1.2.2 Motivationslage
2.1.2.3 Belastung durch das Team
2.1.2.4 Belastung durch die Institution
2.1.3 Zusammenfassung
2.2 Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologischer Ansatz
2.2.1 Der Ansatz von Pines, Aronson & Kafry
2.2.1.1 Überlastung
2.2.1.2 Mangel an Autonomie
2.2.1.3 Mangel an Belohnung
2.2.2 Gesellschaftlicher Ansatz
2.2.3 Zusammenfassung
2.3 Ergebnisse
3. Handlungsansätze
3.1 Professionalität und Selbstreflexion
3.1.1 Achtsamkeit
3.1.2 Salutogenese
3.1.3 Zusammenfassung
3.2 Institutionelles Handeln
3.2.1 Supervision
3.2.2 Fort- und Weiterbildung
3.2.3 Zusammenfassung
3.3 Soziale Unterstützung
3.3.1 Funktionen sozialer Unterstützungssysteme
3.3.2 Umgang mit Lob und Kritik
3.3.3 Zusammenfassung
4. Zusammenfassung der Erkenntnisse
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Burnout-Syndrom in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit, um Hintergründe und Ursachen zu identifizieren und wirksame Strategien zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung der psychosozialen Gesundheit betroffener Mitarbeiter abzuleiten.
1.3.1 Das Verlaufsmodell von Freudenberger & North
FREUDENBERGER & NORTH unterteilten ihren Entwurf in zwölf Stadien. Stadium 1: Der Zwang sich zu beweisen (vgl. ebd., S. 122-126) In unserer sogenannten „Leistungsgesellschaft“ erwächst der Wunsch, sich gegenüber anderen Menschen positiv hervorzuheben. Entwickelt sich dieses Bedürfnis zu einem zwanghaften Verhalten, tritt eine selbstschädigende Wirkung ein: „Stadium 1 wurzelt in einer Reihe von Vorstellungen im Zusammenhang mit Selbsteinschätzung, Erwartungen und Werten. Häufig ist es gekennzeichnet durch verbissene Entschlossenheit zu Erfolg, Leistung und Eroberung sowie durch Einsamkeitsgefühle, ausgelöst durch übertriebene Erwartungen an sich selbst“ (ebd., S. 122).
Stadium 2: Verstärkter Einsatz (vgl. ebd., S. 126-129) Durch den Druck im Stadium 1 richtet sich das persönliche Augenmerk verstärkt entweder auf die beruflichen oder privaten Angelegenheiten. Das betroffene Individuum legitimiert dieses Verhalten durch Bezeichnungen wie Gewissenhaftigkeit oder Engagement; verwechselt dieses Handeln jedoch mit Verausgabung. Es ist nicht mehr in der Lage, Aufgaben zu delegieren und sieht sein Ansehen an Leistung gekoppelt. Es entstehen Ängste, die sozialen Kontakte (Freunde, Familie) zu vernachlässigen und gesellschaftlichen Idealen nicht zu genügen. Der persönliche Einsatz wird daraufhin verstärkt.
Stadium 3: Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse (vgl. ebd., S. 129-131) „Stadium 3 ist gekennzeichnet durch reduzierte Aufmerksamkeit für sich selbst und die persönlichen Bedürfnisse“ (ebd., S. 129). Es kommt zu einer zeitlichen und kräftemäßigen Überlastung durch berufliche und private Angelegenheiten und der Empfindung von Pflichten und Freuden des Alltags als Belastung. Dem betroffenen Menschen ist es nicht mehr möglich, zwischen beruflichen und privaten Themen zu differenzieren. Alltägliche Dinge werden vernachlässigt und die emotionale Befriedigung in beruflichen Tätigkeiten gesucht. Die Folge ist ein sozialer Rückzug und vermehrter Genuss von Rauschmitteln.
1. Spezifikation des Burnout: Dieses Kapitel definiert den Begriff, beschreibt die Symptomatik und den Verlauf des Phänomens unter Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Modelle.
2. Ursachen und Erklärungsansätze: Hier werden individuelle, psychologische und gesellschaftliche Ursachen von Burnout analysiert, wobei besonders die Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit beleuchtet werden.
3. Handlungsansätze: Dieses Kapitel stellt Methoden wie Selbstreflexion, Supervision und soziale Unterstützung vor, die präventiv oder intervenierend gegen Burnout eingesetzt werden können.
4. Zusammenfassung der Erkenntnisse: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Ergebnisse und zieht Rückschlüsse auf die eingangs formulierten Forschungsfragen.
Burnout, Soziale Arbeit, Helfersyndrom, Arbeitsbedingungen, Psychische Belastung, Supervision, Prävention, Stress, Überdruss, Salutogenese, Achtsamkeit, Soziale Unterstützung, Berufskrankheit, Psychohygiene, Arbeitsmotivation
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Burnout-Syndrom, insbesondere in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit, und untersucht dessen Hintergründe sowie Handlungsstrategien.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Burnout, die Analyse von Ursachen (individuell und strukturell) sowie die Darstellung präventiver und kurativer Handlungsansätze.
Ziel ist es, die Ursachen für Burnout in der Sozialen Arbeit zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie die psychosoziale Gesundheit der Mitarbeiter erhalten oder wiederhergestellt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, wissenschaftlichen Studien und der Analyse gängiger Erklärungs- sowie Verlaufsmodelle von Burnout.
Der Hauptteil gliedert sich in die Spezifikation des Burnout, eine tiefergehende Untersuchung von Ursachenmodellen (wie der Helferansatz oder organisationstypische Faktoren) sowie die Vorstellung praktischer Handlungsansätze für die Soziale Arbeit.
Die wichtigsten Schlagworte sind Burnout, Soziale Arbeit, Helfersyndrom, Supervision, Arbeitsbedingungen, psychosoziale Gesundheit und soziale Unterstützung.
Während SCHMIEDEL primär körperliche und organische Prozesse des Burnouts in den Fokus rückt, betonen PINES et al. stärker die sozialen und organisationstypischen Faktoren innerhalb des Burnout-Prozesses.
Es beschreibt das Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Auftrag zur Hilfe und dem Kontrollauftrag, den Sozialarbeiter in Ämtern gegenüber Klienten wahrnehmen müssen, was oft zu Frustration führen kann.
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