Seminararbeit, 2007
21 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die dunklen Jahre 218-211 v. Chr.
3. Der Silberstreif am Horizont. Die Jahre 211-205 v. Chr.
3.1. Scipios Imperium und der Fall Carthago Novas
3.2. Entscheidung in Ilipa
3.3. Spanischer Herbst und römischer Winter
3.4. Von Rom über Sizilien nach Afrika
4. Scipio ad portas. Die Jahre 204-201 v. Chr.
5. Fazit
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
6.1. Quellen
6.2. Literatur
Die Arbeit untersucht die historische Karriere des Publius Cornelius Scipio Africanus bis zum Jahr 201 v. Chr. und analysiert kritisch die antiken Überlieferungen von Livius und Polybios, um ein differenziertes Bild des Feldherrn jenseits seiner späteren Legendenbildung zu zeichnen.
3.2. Entscheidung in Ilipa
Mit Cartagena besaß Publius Cornelius Scipio nun die Schlüsselstellung in Spanien und zwang damit die Karthager zum Handeln. Sie mussten zwangsläufig mit Versorgungsengpässen rechnen, wenn sie die Stadt nicht zurückeroberten, zumal die mächtigstens spanischen Anführer auf die Seite Roms gewechselt waren und diesen noch mehrere Stämme folgten. Hasdrubal, der Bruder Hannibals musste also einen Angriff wagen. Scipio entschloss sich, ihm entgegen zutreten, auch um eine Verschmelzung der karthagischen Heere, zu dieser Zeit standen drei in Spanien, zuvor zu kommen. Es kam zur Schlacht bei Baecula, wo Hasdrubal durch einen Zangenangriff Scipios geschlagen wurde. Der Punier konnte aber mit einem Großteil seiner Truppen entkommen.
Im Jahr 206 v. Chr. unternahmen die Karthager unter Hasdrubal und Mago, mit einem gewaltigen Heer von ca. 70.000 Mann, 4.000 Reitern und 32 Elefanten einen weiteren Vorstoß, diesmal in Richtung Ilipa. Scipio zog ihnen entgegen, als er aber von der Größe des punischen Aufgebots erfuhr, war ihm klar, dass seine Legionen nicht ausreichen würden. Dennoch wollte er aber nicht den selben Fehler wie sein Vater und Onkel begehen und sich zu sehr von den spanischen Verbündeten abhängig machen. So ersonn er eine List. Einige Tage verbrachten die beiden Heere damit, voreinander aufzumarschieren, wobei aber keine Seite zum Angriff überging, so dass sich die Armeen müde vom Stehen abends ins Lager zurückzogen. Dabei baute Scipio sein Heer immer in der selben Ordnung auf, die Legionen in der Mitte, die spanischen Truppen an den Flanken. Des weiteren erschienen beide Fraktionen immer zur selben Zeit auf dem Schlachtfeld. Das nun folgende lässt sich leicht erahnen, Publius griff viel früher an als gewohnt, überraschte die Karthager geradezu im Schlaf und wechselte die Aufstellung seines Heeres. Während die Spanier in der Mitte das karthagische Zentrum blockierten, schwenkten die römischen Legionen nach links und rechts aus, und fielen dann in die Flanken ein. Diese Taktik verhinderte eine Einkesselung wie in Cannae.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der außergewöhnlichen Karriere Scipios ein und legt den quellenkritischen Fokus auf die Schriften von Polybios und Livius.
2. Die dunklen Jahre 218-211 v. Chr.: Dieses Kapitel beleuchtet Scipios erste Erfahrungen in den Schlachten am Ticinus und bei Cannae sowie den Tod seines Vaters und Onkels in Spanien.
3. Der Silberstreif am Horizont. Die Jahre 211-205 v. Chr.: Hier wird Scipios Übernahme des Oberbefehls in Spanien, die Eroberung von Carthago Nova und die strategische Neuausrichtung des Krieges beschrieben.
3.1. Scipios Imperium und der Fall Carthago Novas: Dieser Unterpunkt analysiert die Verleihung des Imperiums an den jungen Scipio und die listige Eroberung der karthagischen Basis.
3.2. Entscheidung in Ilipa: Der Text behandelt die strategische Meisterleistung Scipios in der Schlacht bei Ilipa, die zur Vertreibung der Karthager aus Spanien führte.
3.3. Spanischer Herbst und römischer Winter: Dieses Kapitel thematisiert die Disziplinierung spanischer Stämme und die Meuterei unter Scipios Legionen.
3.4. Von Rom über Sizilien nach Afrika: Hier wird der Konflikt im Senat über die Invasionspläne für Afrika und Scipios Vorbereitungen auf Sizilien dargestellt.
4. Scipio ad portas. Die Jahre 204-201 v. Chr.: Das Kapitel schildert den Feldzug in Afrika, die entscheidende Begegnung mit Hannibal und den Sieg bei Zama.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und ordnet Scipios historische Bedeutung sowie die Problematik seiner historiographischen Stilisierung ein.
6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies enthält die verwendeten historischen Primärquellen und die moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur.
6.1. Quellen: Auflistung der verwendeten Ausgaben antiker Quellen.
6.2. Literatur: Verzeichnis der herangezogenen modernen Forschungsliteratur.
Scipio Africanus, Zweiter Punischer Krieg, Hannibal, Römische Republik, Quellenkritik, Livius, Polybios, Ilipa, Zama, Militärstrategie, Imperium Romanum, Karthago, antike Geschichtsschreibung, Nobilität, Feldherrnkunst.
Die Arbeit analysiert die militärische und politische Karriere von Publius Cornelius Scipio Africanus während des Zweiten Punischen Krieges bis zum Ende der Kämpfe in Afrika im Jahr 201 v. Chr.
Im Mittelpunkt stehen die strategischen Erfolge Scipios, die kritische Auseinandersetzung mit antiken Überlieferungen sowie die politische Spannungsdynamik zwischen Scipio und der römischen Führung.
Das Ziel ist es, ein historisch fundiertes Bild von Scipio zu gewinnen, das die spätere heldenhafte Stilisierung durch antike Autoren wie Livius hinterfragt und seine Taten objektiv bewertet.
Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Quellenkritik, wobei die Schriften von Polybios und Livius gegenübergestellt werden, um Verzerrungen und redaktionelle Einflüsse aufzudecken.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den frühen Kriegsjahren in Italien über die Eroberung Spaniens und die Invasion Afrikas bis hin zur entscheidenden Schlacht von Zama.
Wichtige Begriffe sind Scipio Africanus, Zweiter Punischer Krieg, Quellenkritik, Strategie, Hannibal und römische Historiographie.
Der Senatsstreit vor der Afrika-Invasion dient als Beispiel für die livianische Tendenz, Scipio als zukunftsorientierten Reformer gegen einen konservativen Senat zu stilisieren.
Da viele antike Werke verloren gingen und die überlieferten Texte bereits starke propagandistische Verzerrungen enthalten, bleibt eine klare Trennung zwischen dem fiktiven Legendenbild und der realen Persönlichkeit Scipios unmöglich.
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