Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
21 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
2 Private Equity als Finanzierungsform
2.1 Definition von Private Equity
2.2 Beteiligten einer Private Equity-Gesellschaft
2.3 Abgrenzung zu ähnlichen Beteiligungsformen
2.3.1 Venture Capital
2.3.2 Hedgefonds
2.3.3 Mezzanine Finanzierung
2.4 Entwicklung und wirtschaftlich Relevanz
3 Private Equity Wertschöpfungsprozess
3.1 Pre-Investment-Phase
3.1.1 Fundraising
3.1.2 Akquise der Portfoliounternehmen
3.1.3 Due Diligence Analyse
3.2 Investment-Phase
3.2.1 Finanzielle Strukturierung
3.2.2 Rechtliche Strukturierung
3.2.3 Vertragsabschluss
3.2.4 Betreuung - Postinvestmentphase
3.3 Exit-Phase
3.3.1 Trade Sale
3.3.2 Secondery Bay-Out
3.3.3 Initial Public Offering
3.3.4 Buy-Back
3.3.5 Liquidation
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen von Private Equity als Finanzierungsform, beleuchtet den mehrstufigen Wertschöpfungsprozess von der Akquise bis zum Exit und analysiert dabei insbesondere die Chancen und Risiken für Unternehmen im deutschen Mittelstand sowie die kritische öffentliche Wahrnehmung.
3.1.3. Due Diligence Analyse
Im dritten Schritt wird nach einer ersten standardisierten Prüfung, eine intensive Prüfung und Bewertung der potenziellen Beteiligungsunternehmen mit Hilfe des Business Plans vorgenommen. Dieser Vorgang wird auch Evolution genannt. Bei der ersten Grobanalyse wird die erste Einschätzung der Übereinstimmungen des Unternehmens und der Anforderungen, sowie die grundsätzlich Machbarkeit der Transaktion geprüft. Hier werden schon bis zu 75% der Beteiligungsprojekte ausgeschlossen. Die darauffolgende Detailanalyse mit Prüfung unter dem Kriterium der Managementqualität, Marktpotenzialen und Produktpräferenzmerkmalen verringert die Auswahl weiter. Nach diesen Prüfungsschritten finden auch erste Treffen mit dem Management und ein Besuch des Unternehmens statt. In die zeit- und kostenintensive Due Diligence Analyse schaffen es nur wenige Beteiligungsprojekte. Sie sichert die mit gebührender und angemessener Sorgfalt durchgeführte Untersuchung mit Blick auf die Unternehmenschancen und Unternehmensrisiken.
Hierbei werden die nachfolgenden Bereiche ausgewertet. In der Human Resources Due Diligence werden die Führungsqualitäten des Management, die Qualifikation und die Loyalität der Mitarbeiter und die Unternehmenskultur untersucht. Die Market Due Diligence in der die gegenwärtige Marktlage und die aktuelle und zukünftige Positionierung des Unternehmens im Wettbewerb analysiert wird. Parallel wird auch die Bezeichnung Commercial Due Diligence verwendet um die Bereiche Markt, Kunden und Wettbewerb zu untersuchen. Die Financial Due Diligence betrachtet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vergangener Perioden mit Hilfe von Jahresabschlüssen. Abschließend wird die Legal Due Diligence auf interne Rechtsstrukturen, hier die gesellschaftsrechtlichen, vermögensrechtlichen und die vertragsrechtlichen Aspekte, untersucht werden und externe Rechtsstrukturen wo die Verträge des Unternehmens mit Dritten geprüft werden z.B. Verträge mit Lieferanten, Kunden und Wettbewerbern. In dieser Phase werden meist externe Sachverständige hinzugezogen. Die Finanzinvestoren nutzen ihr Netzwerk aus Unternehmensberatungen und Industrieexperten. In der Regel ist die Due Diligence Analyse sehr umfangreich, sie wird deshalb in der SWOT-Analyse zusammengefasst. Die Bewertung des Transaktionsziel wird übersichtlich vermittelt. Mögliche Defizite und Inkonsistenzen sind einfacher zu erkennen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der öffentlichen Wahrnehmung von Private Equity ein und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Private Equity als Finanzierungsform: Das Kapitel definiert Private Equity, identifiziert die beteiligten Akteure und grenzt die Form von anderen Investitionsarten wie Venture Capital, Hedgefonds und Mezzanine-Kapital ab.
3 Private Equity Wertschöpfungsprozess: Dieses Hauptkapitel erläutert detailliert die drei zentralen Phasen – Pre-Investment, Investment und Exit – sowie die strategische Managementbetreuung im Zeitverlauf.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Private Equity für die Unternehmensentwicklung zusammen und adressiert die Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation zur Überwindung von Misstrauen.
Private Equity, Beteiligungsmanagement, Wertschöpfungsprozess, Due Diligence, Mittelstand, Finanzierung, Venture Capital, Mezzanine, Exit-Strategien, Postinvestmentphase, Monitoring, Mentoring, Investor, Kapitalgeber, Unternehmensentwicklung
Die Arbeit behandelt Private Equity als Instrument zur Finanzierung von Unternehmen und analysiert dessen Rolle im deutschen Mittelstand.
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur von Private Equity Gesellschaften, dem dreistufigen Prozess der Wertschöpfung und der aktiven Unterstützung der Portfoliounternehmen.
Ziel ist es, die Wirkungsweise und Handlungsfelder von Private Equity aufzuzeigen sowie Chancen und Risiken für beteiligte Unternehmen transparent darzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse von Branchenstatistiken sowie einschlägigen Wirtschaftsstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Pre-Investment-Phase, die Investment-Phase mit aktiver Betreuung sowie die Exit-Phase mit den verschiedenen Ausstiegsmöglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind Private Equity, Wertschöpfungsprozess, Due Diligence, Mittelstand, Managementunterstützung und Exit-Strategien.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Phase des Unternehmenslebenszyklus: Während Venture Capital primär in Start-Ups investiert, konzentriert sich Private Equity in der Regel auf bereits etablierte Unternehmen.
Sie dient als intensive Prüf- und Bewertungsphase, um die Machbarkeit der Transaktion zu beurteilen und Chancen sowie Risiken vor dem endgültigen Vertragsabschluss zu identifizieren.
Die Kritik gründet oft in einem mangelnden Verständnis und der wahrgenommenen Intransparenz der Gesellschaften, was zu dem metaphorischen Vergleich mit Heuschrecken geführt hat.
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