Bachelorarbeit, 2009
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Gang der Untersuchung
2 Definitionen und Abgrenzungen der jeweiligen Begriffe
2.1 Der Begriff der Immobilie
2.2 Eigenschaften von Immobilien
3 Offene Immobilienfonds
3.1 Struktur und Funktionsweise
3.2 Marktentwicklung
3.3 Bewertung innerhalb offener Immobilienfonds
3.4 Kritische Betrachtung
4 Prognosemodelle und ihre Grenzen
4.1 Grundlagen von Prognosemodellen
4.2 Klassifikation der Methoden
4.2.1 Quantitative Methoden
4.2.2 Qualitative Methoden
4.3 Empirische Erkenntnisse
5 Entwicklung eines Prognosemodells für offene Immobilienfonds
5.1 Auswahl des Prognosemodells
5.2 Umsetzung des Prognosemodells
5.2.1 Modellformulierung
5.2.2 Aufbereitung der Daten
5.2.3 Schätzung der Regressionsfunktion
6 Eignung des Indikatorenmodells zur Prognose
6.1 Beurteilung der Datenqualität
6.2 Beurteilung des Ablaufs zur Datenanalyse
6.2.1 Prüfung der Regressionsfunktion
6.2.2 Prüfung der Regressionskoeffizienten
6.2.3 Prüfung der Modellprämissen
6.3 Abschließende Bewertung des Prognosemodells
7 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Modellansatzes zur Prognose der Renditen von offenen Immobilienfonds, um eine Lücke in der bisherigen immobilienökonomischen Forschung zu schließen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit offene Immobilienfonds zukunftsorientierte Renditekennzahlen liefern können, um für Investoren in der Asset Allokation als wertvolles Instrument zu dienen.
3.4 Kritische Betrachtung
In diesem Abschnitt liegt die Betrachtung auf zwei problematischen Aspekten in der Konstruktion der Fonds. Die betrachteten Aspekte sind:
- Liquiditätstransformation
- Bewertung von Immobilienvermögen
Angesichts der ständigen Ausgabe und Rücknahme von Anteilsscheinen ist die Illiquidität von Immobilien als problematisch anzusehen. Nach der Krise der offenen Immobilienfonds im Jahre 2005, als es erstmals zu einer Schließung gekommen war, hatten die Verwerfungen an den weltweiten Finanzmärkten 2008 nach massiven Liquiditätsabflüssen erneut zu Schließungen einzelner Fonds geführt. Eine Möglichkeit, die Anteile trotz der Aussetzung der Rücknahme weiterzuveräußern, ist der Verkauf über die Börse. Dieser Weg ist aber meist mit Abschlägen verbunden. Im Rahmen dieser Arbeit sollen nicht die Risiken, die sich für den Investor aus der Liquiditätstransformation ergeben, diskutiert werden. Notwendig ist es aber darzustellen, dass der Fonds ein gemischter Fonds mit Vermögensgegenständen aus Immobilien sowie Geld- und Kapitalmarktprodukten ist. Je nach Mittelzu- oder -abflüssen schwankt dieser Wert auf Fondsebene erheblich. Der Einfluss der Zinsentwicklung wird deshalb in der folgenden Untersuchung verstärkt mit einbezogen, jedoch an dieser Stelle nicht weiterführend behandelt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert das Ziel der Arbeit, eine Lücke bei der Renditeprognose für offene Immobilienfonds zu schließen, sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Definitionen und Abgrenzungen der jeweiligen Begriffe: Hier werden die theoretischen Grundlagen zum Wirtschaftsgut Immobilie sowie dessen spezifische Eigenschaften im Vergleich zu anderen Investitionsformen dargelegt.
3 Offene Immobilienfonds: Dieses Kapitel erläutert die Struktur und Funktionsweise offener Immobilienfonds und kritisiert zentrale Aspekte wie Liquiditätstransformation und die Bewertungsproblematik von Immobilien.
4 Prognosemodelle und ihre Grenzen: Es erfolgt eine Einführung in theoretische Prognosemodelle, deren Klassifikation in quantitative und qualitative Ansätze sowie ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
5 Entwicklung eines Prognosemodells für offene Immobilienfonds: Dieser Teil beschreibt die praktische Modellentwicklung, von der Auswahl der Methode bis hin zur Modellformulierung und Datengewinnung.
6 Eignung des Indikatorenmodells zur Prognose: Hier wird das entwickelte Modell anhand von Datenqualität, statistischen Abläufen und der Einhaltung von Modellprämissen auf seine Prognosegüte geprüft.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die Einbindung von Risikokomponenten in zukünftige Studien.
Offene Immobilienfonds, Renditeprognose, Prognosemodell, Immobilienmarkt, Multivariate Regression, Asset Allokation, Markttransparenz, Indikatorenmodell, Wirtschaftsindikatoren, Modellgüte, Regressionsanalyse, Investitionsentscheidung, Portfoliodiversifikation, Kapitalanlagegesellschaft, Verkehrswert.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Überprüfung eines quantitativen Prognosemodells zur Ermittlung künftiger Renditen von deutschen offenen Immobilienfonds.
Die zentralen Themen sind die Struktur von Immobilienfonds, die Herausforderungen bei der Immobilienbewertung und die Anwendung ökonometrischer Verfahren zur Vorhersage von Erträgen.
Das Ziel ist es, ein Modell zu schaffen, das Investoren dabei unterstützt, Renditeentwicklungen von offenen Immobilienfonds über einen Zeithorizont von fünf Jahren besser einschätzen zu können.
Es wird eine multivariate lineare Regressionsanalyse angewendet, die ökonomische Indikatoren wie Konjunktur, Inflation und Realzins zur Vorhersage nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Herleitung des Prognosemodells durch statistische Auswahlverfahren und die anschließende Güteprüfung mittels historischer Daten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Renditeprognose, offene Immobilienfonds, multivariate Regression, Markttransparenz und Indikatorenmodell.
Das Modell nutzt die Tatsache, dass deutsche Immobilienanlagen durch Sachverständige bewertet werden, was die Volatilität gegenüber Marktpreisen glättet und eine berechenbarere Datenbasis schafft.
Trotz statistischer Herausforderungen wie Heteroskedastizität zeigen die "pseudo-ex-ante"-Tests, dass das Modell über einen Zeitraum von fünf Jahren hinreichend genaue Ergebnisse für Investitionsentscheidungen liefert.
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