Masterarbeit, 2011
98 Seiten, Note: 2,15
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Hintergrund der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
1.3 Methodik
1.4 Einführung in den elektrischen Antrieb von Automobilen
1.4.1 Geschichtliche Entwicklung
1.4.2 Antriebskonzepte
2. Funktionale Differenzierung
2.1 Ursprung der Systemtheorie
2.2 Grundbegriffe und Aufbau der Systemtheorie
2.3 Funktionale Differenzierung
2.4 Funktionale Differenzierung als Bezugsrahmen für die Stakeholderanalyse
3. Stakeholderanalyse
3.1 Anwendung der Stakeholderanalyse
3.2 Verlauf der Stakeholderanalyse in der vorliegenden Arbeit
3.3 Stakeholderanalyse: Ermittlung der Stakeholder
3.3.1 Politik
3.3.2 Wirtschaft
3.3.3 Wissenschaft
3.3.4 Massenmedien
3.3.5 Sonstige
3.4 Stakeholderanalyse: Ausarbeitung der Positionen
3.4.1 Politik
I. Regierung
II. Opposition
3.4.2 Wirtschaft
I. Automobilindustrie (deutsche Unternehmen)
II. Automobilindustrie (ausländische Unternehmen)
III. Automobilzulieferer
IV. Elektroindustrie
V. Energieversorger
VI. Chemieindustrie
VII. Mineralölindustrie
3.4.3 Wissenschaft
I. Hochschulen
II. Forschungseinrichtungen
3.4.4 Massenmedien
I. Tageszeitungen
II. Wochenmagazine
3.4.5 Sonstige
I. Bevölkerung
II. Naturschutzorganisationen
III. Verkehrspolitische Verbände
3.4.6 Zusammenfassung der Positionen
3.5 Untersuchung der Verflechtungen mithilfe der strukturellen Kopplung
3.5.1 Kooperationen zwischen Organisationssystemen
3.5.2 Forschungsgelder (Politik – Wissenschaft)
3.5.3 Aufbau von Großkonzepten und Netzwerken zwischen allen Beteiligten
3.5.4 Zwischenfazit strukturelle Kopplungen
3.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.7 Maßnahmen und Strategien
3.8 Kritische Würdigung
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zukünftige Bedeutung von Elektroautos in Deutschland durch eine fundierte Stakeholderanalyse zu untersuchen. Dabei soll ermittelt werden, welche Akteure maßgeblich an der Entwicklung und Markteinführung beteiligt sind, welche Ziele und Erwartungen diese verfolgen und inwieweit sie durch strukturelle Kopplungen innerhalb der Gesellschaft miteinander verflochten sind, um daraus Maßnahmen für den weiteren Entwicklungsprozess abzuleiten.
1.4.1 Geschichtliche Entwicklung
Elektrisch angetriebene Automobile besitzen eine über hundert Jahre alte Geschichte. Im Jahre 1886 wurde bereits das weltweit erste elektrisch angetriebene Automobil in London vorgeführt. Drei Jahre später wurde Thomas A. Edisons Elektroauto „Electric Runabout“ in den USA vorgestellt. Von diesem Fahrzeug wurden über 2.000 Exemplare verkauft.
Nur drei Jahre später (1899) entwickelte Camille Jenatzky ein Elektroauto mit dem Namen „La Jamais Contente“, das erstmalig eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern überschritt. Bereits zu dieser Zeit spielten Elektrofahrzeuge auf diversen internationalen Motorwagenausstellungen (z. B. Chicago, Berlin oder Paris) eine bedeutende Rolle. Die in dieser Zeit entwickelten Elektrofahrzeuge gehörten zu der ersten Generation dieser Art.
Die zweite Generation von Elektrofahrzeugen begann um die Jahrhundertwende. Die Beliebtheit der Elektrofahrzeuge war in diesem Zeitraum sehr hoch, in den USA waren sie mit 15.000 Stück weiter verbreitet als die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dies war bedingt durch die niedrige Geräuschentwicklung des Motors und die einfache Bedienung, da sie nicht angekurbelt werden mussten. In vielen Großstädten ersetzten elektronisch angetriebene Fahrzeuge die Pferdekutschen. Bereits zu dieser Zeit gab es eine durchorganisierte Infrastruktur, die sich durch zahlreiche Lade- und Wartungsstationen auszeichnete und so die private und öffentliche Benutzung von Elektrofahrzeugen ermöglichte. Batterien konnten an den Ladestationen entweder gegen eine Gebühr geladen und gewartet oder ausgeliehen werden.
1. Hintergrund der Arbeit: Einführung in die Problematik des Klimawandels und des steigenden Ölpreises als Antrieb für die Suche nach alternativen Mobilitätskonzepten.
2. Funktionale Differenzierung: Darstellung der systemtheoretischen Grundlagen nach Luhmann, um die Gesellschaft und ihre Teilsysteme als Bezugsrahmen für die Analyse zu verstehen.
3. Stakeholderanalyse: Kern der Arbeit, in dem die relevanten Akteure in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien identifiziert und ihre Positionen sowie strukturelle Kopplungen analysiert werden.
4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Rolle von Elektroautos im deutschen Mobilitätsmarkt.
Elektromobilität, Elektroautos, Stakeholderanalyse, Systemtheorie, Funktionale Differenzierung, Strukturelle Kopplung, Klimawandel, Verbrennungsmotor, Batterieentwicklung, Automobilindustrie, Nachhaltigkeit, Innovationsmanagement, Politische Strategie, Energiewende, Infrastruktur
Die Arbeit untersucht die Positionen verschiedener gesellschaftlicher Akteure zur Entwicklung und Einführung von Elektroautos in Deutschland, um deren zukünftige Bedeutung im Mobilitätssektor einzuschätzen.
Die Analyse betrachtet die Perspektiven der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Massenmedien sowie die Rolle der Bevölkerung und von Naturschutzorganisationen.
Ziel ist es zu klären, ob Elektroautos eine ernstzunehmende Alternative zum Verbrennungsmotor darstellen oder lediglich ein Nischenmarkt bleiben werden.
Die Untersuchung basiert auf einer Stakeholderanalyse, die durch systemtheoretische Konzepte wie die funktionale Differenzierung und strukturelle Kopplung nach Niklas Luhmann ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung mittels Systemtheorie und die empirische Identifikation sowie Ausarbeitung der Positionen der unterschiedlichen Stakeholdergruppen.
Zentrale Begriffe sind Elektromobilität, Stakeholderanalyse, Systemtheorie, funktionale Differenzierung und die Untersuchung der strukturellen Kopplungen zwischen gesellschaftlichen Teilsystemen.
Der Autor stellt fest, dass eine direkte Ermittlung der Position des Teilsystems Recht schwierig ist, auch wenn gesetzliche Rahmenbedingungen die Entwicklung der Elektromobilität maßgeblich beeinflussen können.
Die Mineralölindustrie wird als eine der wenigen Stakeholdergruppen identifiziert, die dem Elektroauto kritisch bis ablehnend gegenübersteht und den Verbrennungsmotor auch langfristig favorisiert.
Strukturelle Kopplungen dienen dazu, die Interdependenzen und wechselseitigen Einflüsse zwischen den Teilsystemen, wie etwa Politik und Wissenschaft durch Forschungsgelder, sichtbar zu machen.
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