Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
17 Seiten, Note: 1,3
1 Rekonstruktion
1.1 Behauptende Kraft und Gedanke
1.1.1 Behauptende Kraft
1.1.2 Gedanke
1.2 Das Dritte
1.2.1 Negative Definition
1.2.2 Skala
1.2.3 Praktische Beispiele
1.2.4 Appendix
2 Kritik
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und kritisiert Gottlob Freges Unterscheidung zwischen dem Inhalt einer Satzäußerung und dem in ihr ausgedrückten Gedanken, mit besonderem Fokus auf Freges Konzept des "Dritten". Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Freges Kategorisierung ausreicht, um alle logisch relevanten Bestandteile einer Satzäußerung zu erfassen, oder ob eine Grauzone existiert, die eine Erweiterung seiner Theorie erfordert.
1.2.1 Negative Definition
Frege definiert das Dritte negativ als das, . . . auf das sich die Behauptung nicht erstreckt. ([2] S. 63, Z. 24). Zusammen mit der obigen Definition ([2] S. 63, Z. 1–16) der behauptenden Kraft als formales Mittel zum Ausdruck der Anerkennung der Wahrheit eines Gedankens folgt: Das Dritte ist der Teil einer sprachlichen Äußerung, den der Sprecher nicht als wahr behauptet.
Nach dieser kurzen und abstrakten negativen Definition gibt Frege die erste funktionale Bestimmung des Dritten, das häufig . . . auf das Gefühl, die Stimmung des Hörers wirken oder seine Einbildungskraft . . . anregen soll ([2] S. 63, Z. 25).
1 Rekonstruktion: Dieses Kapitel arbeitet Freges begriffliche Unterscheidung zwischen der behauptenden Kraft, dem Gedanken und dem "Dritten" innerhalb von Satzäußerungen heraus.
1.1 Behauptende Kraft und Gedanke: Hier wird die Rolle der behauptenden Kraft als Ausdruck der Anerkennung von Wahrheit sowie die Bestimmung des Gedankens als wahrheitswertfähiger Sinn eines Satzes analysiert.
1.1.1 Behauptende Kraft: Dieser Abschnitt erläutert die formale Funktion der behauptenden Kraft und diskutiert Fälle, in denen Behauptungssätze ohne diese Kraft auftreten.
1.1.2 Gedanke: Hier wird der Gedanke als der für die Logik relevante, wahrheitswertfähige Kern einer Satzäußerung definiert.
1.2 Das Dritte: Dieses Kapitel untersucht die nicht zum Gedanken gehörenden Bestandteile einer Äußerung, die Frege als "das Dritte" bezeichnet.
1.2.1 Negative Definition: Dieser Abschnitt definiert das "Dritte" als jenen Teil einer Äußerung, auf den sich die Behauptung nicht erstreckt.
1.2.2 Skala: Hier wird Freges Einteilung von sprachlichen Äußerungen auf einer Skala von "strenger Wissenschaft" bis zur "Dichtung" hinsichtlich ihres Anteils am "Dritten" dargestellt.
1.2.3 Praktische Beispiele: Dieses Kapitel demonstriert anhand von Konnotationen und Umformungen, wie das "Dritte" den ausgedrückten Gedanken unberührt lässt.
1.2.4 Appendix: Dieser Teil reflektiert die zweckrationale Begründung von Freges Konzentration auf logische Phänomene in der Sprache.
2 Kritik: Das Kapitel kritisiert Freges Einordnung der Beispiele des "Dritten" und führt eine eigene Differenzierung ein, um logisch relevante "unausgedrückte" Gedanken zu erfassen.
Gottlob Frege, Der Gedanke, Logik, Behauptende Kraft, Das Dritte, Satzäußerung, Wahrheitswert, Sprachphilosophie, Konnotation, Nebengedanken, Satzbedeutung, logische Analyse, Sprachwissenschaft, Urteil, Satzgefüge.
Die Arbeit analysiert und hinterfragt Gottlob Freges logische Unterscheidung zwischen dem eigentlich ausgedrückten Gedanken einer Satzäußerung und den begleitenden, nicht wahrheitsrelevanten Elementen, die er als "das Dritte" bezeichnet.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des logischen Gedankens, die Funktion behauptender Kraft, die Analyse von sprachlichen Konnotationen sowie die Differenzierung zwischen explizit ausgedrückten und lediglich nahegelegten Informationen.
Das Ziel ist es, Freges Trennung des Gedankens von sprachlichen Umhüllungen zu überprüfen und aufzuzeigen, dass es eine Grauzone an Inhalten gibt, die logisch relevant sind, obwohl sie nicht explizit behauptet werden.
Die Arbeit nutzt die Methode der Rekonstruktion und kritischen Analyse von Freges Originaltexten ("Der Gedanke") und vergleicht diese mit weiteren Schriften Freges, wie der "Logik", um durch eigene Gedankenexperimente die Konsistenz der Theorie zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Rekonstruktion von Freges Trias (Kraft, Gedanke, Drittes) und eine anschließende Kritik, in der anhand von Beispielen gezeigt wird, warum Freges Einteilung in manchen Fällen unzureichend ist.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Freges "Dritte", behauptende Kraft, logische Notwendigkeit, Wahrheitswertbedingungen und die Unterscheidung zwischen ausgedrückten und unausgedrückten Gedanken geprägt.
Der Autor argumentiert, dass Frege bestimmte Inhalte als "Dritte" abtut, obwohl sie logisch relevant sind; stattdessen sollten sie als "unausgedrückte" Gedanken kategorisiert werden, die dennoch mit behauptender Kraft geäußert werden.
Der Autor verwendet das Beispiel "Michael Dahnke hat aufgehört, seinen Hund zu schlagen", um zu zeigen, dass die darin enthaltene Information über das frühere Schlagen des Hundes logisch notwendig wahr sein muss, was sie von Freges harmlosen "Dritten" (wie bei "Köter") unterscheidet.
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