Diplomarbeit, 2003
72 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
2 Meeresverschmutzung
2.1 Verursacher Seeschiff
2.1.1 Öl
2.1.1.1 Folgen
2.1.1.2 Bekämpfung
2.1.2 Schiffsanstrichfarbe TBT
2.1.2.1 Folgen
2.1.2.2 Bekämpfung
2.1.3 Chemikalien
2.1.3.1 Folgen
2.1.3.2 Bekämpfung
2.1.4 Schiffsbetriebsstoffe
2.1.4.1 Folgen
2.1.4.2 Bekämpfung
2.1.5 Schiffsmüll
2.1.5.1 Folgen
2.1.5.2 Bekämpfung
2.1.6 Ladung und Schiffsunglück
2.1.6.1 Folgen
2.1.6.2 Bekämpfung
3 MARPOL
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Inhalte
3.2.1 Anlagen I bis VI
3.2.2 Zeugnisse
3.2.3 Sonderregelungen
3.3 Durchsetzbarkeit
3.3.1 Klassifikationsgesellschaften
3.3.2 Hafenstaatkontrolle
3.4 Effektivität
3.4.1 Hindernisse
3.4.2 Förderung
3.4.3 Gesamteindruck
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die durch die Seeschifffahrt verursachte Meeresverschmutzung sowie die Möglichkeiten zu deren Bekämpfung. Im Fokus steht dabei die Funktionsweise und Effektivität der internationalen MARPOL 73/78-Konvention als präventives Instrument zum Schutz der marinen Umwelt.
2.1.1.1 Folgen
Gelangt erst einmal Öl ins Meer breitet sich dieses als Film auf der Wasseroberfläche aus. Überall dort, wo es nach Öl riecht, verflüchtigen sich die aromatischen Anteile des Öls in die Atmosphäre. Der Rest des Ölfilms schäumt sich aufgrund des Seegangs mit Geschwebe zu einer Emulsion auf. Danach verkleistert sich die gebildete Emulsion mit schwebendem Sediment und getötetem Plankton zu Ölschlick. Der Ölschlick verklumpt dann wiederum zu Teerflocken, die im Wasser treiben und sich mit allem verkleben, was ihnen in die Quere kommt. Zu guter letzt landen die Teerklumpen am Meeresboden und/oder an irgendeiner Küste.
Im Meer bilden die Schwebealgen das erste Glied der Nahrungskette. Diese verkleben, wie zuvor beschrieben, oder vermehren sich so stark, dass sie aufgrund ihrer Stoffwechselprodukte mit dem Zooplankton verkleistern und verpilzen. Die Folge ist eine weitere starke Partikelbelastung. Daraus resultiert als schlimmste Folge der Entzug von Sauerstoff. Aufgrund des Sauerstoff- und Nahrungsmangels stirbt die Fischbrut und die derzeitig ansässigen Fische verlassen dieses Gebiet, was wiederum zu Lasten der Hochseefischerei geht.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der marinen Kontamination durch die Seeschifffahrt ein und definiert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Verschmutzungsursachen und der präventiven Wirkung von MARPOL 73/78.
2 Meeresverschmutzung: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene Verursacher wie Öl, TBT, Chemikalien, Abfälle und Ladungsunfälle und beleuchtet deren ökologische Auswirkungen sowie Bekämpfungsansätze.
3 MARPOL: Hier werden das Übereinkommen MARPOL 73/78, dessen historische Genese, die inhaltlichen Anlagen sowie die Mechanismen zur Durchsetzung und Effektivitätsprüfung detailliert untersucht.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Wirksamkeit der Konvention trotz bestehender Umgehungsmöglichkeiten und unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserungen.
Meeresverschmutzung, Seeschifffahrt, MARPOL 73/78, Ölverschmutzung, Schiffsbetrieb, Umweltschutz, Hafenstaatkontrolle, Schadstoffbekämpfung, Ballastwasser, Schiffsunglück, TBT, Abfallentsorgung, IMO, Klassifikationsgesellschaften, Effektivität.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Meeresverschmutzung, die durch die Seeschifffahrt verursacht wird, und analysiert Möglichkeiten, diese Belastungen zu minimieren.
Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Quellen der Verschmutzung (Öl, Chemikalien, Müll, Schiffsbetrieb) und den rechtlichen bzw. operativen Maßnahmen zu deren Bekämpfung.
Das Ziel ist es, die Funktionalität und die Effektivität des internationalen Abkommens MARPOL 73/78 als präventives Instrument gegen Meereskontamination zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Untersuchung internationaler Konventionen und technischer Berichte zur maritimen Sicherheit.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Aufschlüsselung der Verschmutzungsarten, der rechtlichen Grundlagen von MARPOL 73/78 sowie eine kritische Analyse der Durchsetzungsmechanismen wie der Hafenstaatkontrolle.
Kernbegriffe sind Meeresverschmutzung, Seeschifffahrt, MARPOL 73/78, Umweltstandards, Schadstoffbekämpfung und Hafenstaatkontrolle.
TBT wirkt hochtoxisch als Biozid gegen Bewuchs am Schiffsrumpf, schädigt aber im Wasser auch andere Organismen massiv und führt zu Hormonstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit.
Sie ist das entscheidende Kontrollinstrument, um sicherzustellen, dass internationale Standards eingehalten werden, selbst wenn der Flaggenstaat des Schiffes seiner Verantwortung nur unzureichend nachkommt.
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