Hausarbeit, 2012
19 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Fähigkeiten als Persönlichkeitsbereich
2.2 Assessment Center
2.3 Validität
3 Ergebnisse zur Validität von Assessment Centern
3.1 Ergebnissse zur Kriteriumsvalidität
3.2 Ergebnisse zur Inhaltsvalidität
3.3 Ergebnisse zur Konstruktvalidität
4 Diskussion
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Validität von Assessment Centern in der personaldiagnostischen Praxis, um zu klären, ob dieses Verfahren tatsächlich ein valides Instrument zur Prognose beruflichen Erfolgs darstellt oder lediglich eine subjektive Akzeptanz genießt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Diskrepanz zwischen der nachgewiesenen prädiktiven Validität und den häufigen Defiziten in der Konstruktvalidität sowie den Mechanismen, die diesen Zusammenhang beeinflussen.
3.3 Ergebnisse zur Konstruktvalidität
Um die Konstruktvalidität hingegen scheint es nicht gut bestellt zu sein. Schuler (1989) hält hierzu fest: „… der festgestellte Mangel an Konstruktvalidität sollte uns darauf hinweisen, dass wir noch weit davon entfernt sind, zu verstehen, was in einem Assessment-Center vor sich geht und wie die Urteile der Beobachter Zustandekommen. Um die Methode wesentlich zu verbessern, werden wir um forcierte Konstruktaufklärung nicht herumkommen.“ (Schuler, 1989, S. 241f.)
Bei der Feststellung der Konstruktvalidität ist dabei die Multitrait-Multimethod-Methode (MTMM-Methode) eine gängige Methode zur Messung der konvergenten und diskriminanten Validität (vgl. hierzu und im Folgenden Campbell & Fiske, 1959). Gedanke dieser Methode ist, dass Messungen unterschiedlicher Messverfahren (Methods) bei einer Anforderungsdimension (Traits) eine hohe Übereinstimmung im Sinne der konvergenten Validität haben sollten und dementsprechend müsste die korrelative Übereinstimmung innerhalb eines Messverfahrens bei unterschiedlichen Anforderungsdimensionen im Sinne der diskriminanten Validität möglichst niedrig sein. In einer Studie von Russell (1987) wurden diese Hypothesen zur Konstruktvalidität daher für Assessment Center überprüft. Das Gegenteil war der Fall, denn die konvergente Validität beträgt durchschnittlich nur .25, wohingegen die diskriminante Validität für verschiedene Übungen Korrelationen von ca. .50 zeigten (vgl. Russell, 1987, S. 821f.). Das heißt man erhält in einer Übung ähnliche Urteile über verschiedene Anforderungsdimensionen und bei unterschiedlichen Übungen unterschiedliche Bewertungen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die weite Verbreitung von Assessment Centern in der Praxis ein und stellt die kritische Frage nach deren tatsächlicher Validität.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen, insbesondere Fähigkeiten als Persönlichkeitsbereich, das Assessment-Center-Verfahren und die verschiedenen Arten der Validität.
3 Ergebnisse zur Validität von Assessment Centern: Der Hauptteil analysiert empirische Befunde zu Kriterien-, Inhalts- und Konstruktvalidität und beleuchtet moderierende Faktoren.
4 Diskussion: Die Diskussion erörtert das Paradoxon, warum Assessment Center trotz Mängeln in der Konstruktvalidität prädiktive Gültigkeit besitzen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Verbesserung der diagnostischen Mechanismen.
Assessment Center, Validität, Kriteriumsvalidität, Konstruktvalidität, Inhaltsvalidität, Personalauswahl, Personalentwicklung, Persönlichkeitspsychologie, Potenzialanalyse, Leistungsbeurteilung, MTMM-Methode, Diagnostik, Prognosevalidität.
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Gültigkeit (Validität) von Assessment Centern als Methode der Personalauswahl und Personalentwicklung.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Validität, der empirischen Studienlage zu verschiedenen Validitätsarten und den Faktoren, die die diagnostische Qualität beeinflussen.
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand kritisch aufzuarbeiten, um zu klären, ob Assessment Center tatsächlich halten, was sie in der betrieblichen Praxis versprechen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Forschungsergebnisse sowie Metaanalysen zur Validität von Assessment Centern zusammenfasst und diskutiert.
Im Hauptteil werden die Ergebnisse zur Kriteriums-, Inhalts- und Konstruktvalidität detailliert dargestellt und analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Validität, Assessment Center, prädiktive Validität und Konstruktvalidität.
Das Paradoxon beschreibt den Umstand, dass Assessment Center eine gute prädiktive Validität aufweisen, während gleichzeitig erhebliche Mängel in der Konstruktvalidität bestehen.
Die Autorin empfiehlt, Assessment Center insbesondere bei hochpreisigen Fehlbesetzungen einzusetzen und die Qualität durch moderierende Faktoren wie geschulte Beobachter und klare Anforderungsdimensionen zu erhöhen.
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