Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
30 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Hauptteil – Führertum und Charisma
2.1. Max Webers Herrschaftssoziologie in ,,Wirtschaft und Gesellschaft‘‘
2.2. 1989 – 1919, Hitlers ,,unpolitisches‘‘ Leben
2.3. 1919 – 1923, Der ,,Trommler‘‘ des kommenden Führers
2.4. Exkurs: ,,Mein Kampf‘‘ und die Selbststilisierung zum ,,Führer‘‘
2.5. 1924-1933: ,,Führer‘‘ der Partei und des kommenden Deutschlands
2.6. 1933-1945: Ausblick - Der ,,Führer-Mythos‘‘ im Dritten Reich
3. Fazit. ,,Synergetisches Charisma‘‘ und Führer-Mythos
4. Anhang
4.1. Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert die Entwicklung Adolf Hitlers vom frühen politischen Akteur zum charismatischen Führer, indem sie die historische Biographie und den Aufstieg der NSDAP mittels der Herrschaftssoziologie von Max Weber untersucht und kritisch hinterfragt.
2.1. Max Webers Herrschaftssoziologie in ,,Wirtschaft und Gesellschaft‘‘
Die Anwendung von Theorien als ein Analyseinstrumentarium für historische Prozesse birgt allgemeine Gefahren in sich. Der Historiker, der bei der Analyse seiner empirischen Forschungen Theorien hinzuzieht, muss bei deren Anwendung stets vorsichtig agieren, da es sich bei Theorien meist um Idealtypen von Wirklichkeit handelt. Zu leicht lässt sich eine Theorie als ein Design für die Wirklichkeit auffassen, in das empirische Erkenntnisse ,,hineingezwängt‘‘ werden, wodurch der Erkenntniswert einer Theorie überstrapaziert wird, d.h. eine Theorie ,,unkritisch‘‘ gebraucht wird. Wie Ludolf Herbst aufzeigt, besteht diese Gefahr bei der Analyse der nationalsozialistischen Herrschaft anhand der Herrschaftssoziologie Max Webers in besonderem Maße, sollte die Soziologie Webers unkritisch oder unvollständig, also beschränkt auf die Kategorie der ,,charismatischen Herrschaft‘‘ Webers, verwendet werden.
Um dieser Gefahr zu entgehen, muss daher eine allgemeine Darstellung der Theorien Webers erfolgen, allerdings unter besonderer Berücksichtigung des Typus der charismatischen Herrschaft, da diese, trotz aller Einschränkungen, das Kerninstrumentarium der folgenden Analyse bilden soll. Weber unterscheidet in seiner Herrschaftssoziologie drei Typen von legitimer Herrschaft: die des legalen, rational-bürokratischen, die des traditionalen und die des charismatischen Charakters.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Ursprung und der Wirkung von Hitlers Charisma vor und erläutert die methodische Herangehensweise unter Nutzung von Webers Herrschaftssoziologie.
2. Hauptteil – Führertum und Charisma: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert Hitlers biografische Entwicklung, seine ideologische Radikalisierung sowie die propagandistische Konstruktion und Institutionalisierung des Führer-Mythos von der Nachkriegszeit bis zum Zusammenbruch des NS-Regimes.
3. Fazit. ,,Synergetisches Charisma‘‘ und Führer-Mythos: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Begriff des synergetischen Charismas die Verbindung von Hitlers charismatischer Ausstrahlung mit der bürokratischen Struktur der NSDAP treffend beschreibt.
4. Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis der verwendeten Quellen.
Adolf Hitler, Charisma, Herrschaftssoziologie, Max Weber, Nationalsozialismus, NSDAP, Führer-Mythos, Propaganda, Antisemitismus, synergetisches Charisma, Ideologie, Herrschaft, Politik, Veralltäglichung, Idealtypen.
Die Arbeit untersucht die Entstehung und Etablierung des Führer-Mythos um Adolf Hitler unter theoretischer Einbeziehung von Max Webers Soziologie.
Die Themenfelder umfassen die Rolle des Charismas, die Bedeutung politischer Propaganda, die Entwicklung der NSDAP und die historische Analyse von Hitlers Aufstieg zur Macht.
Das Ziel ist es, zu klären, worin Hitlers Charisma begründet lag und wie sich die NSDAP zu einer bürokratischen Führerpartei entwickelte.
Die Arbeit nutzt die Herrschaftssoziologie von Max Weber, insbesondere die Kategorie der charismatischen Herrschaft, sowie deren Erweiterung durch den Begriff des synergetischen Charismas.
Der Hauptteil analysiert chronologisch Hitlers Leben, seine politische Radikalisierung nach 1919, seine Selbststilisierung in "Mein Kampf" und die Konsolidierung des Führerkults bis 1945.
Charisma, Nationalsozialismus, Weber, Führer-Mythos, Propaganda und synergetisches Charisma sind zentral.
Die Arbeit betont, dass die Reichswehr eine entscheidende Rolle bei der Entdeckung und Schulung Hitlers als Redner spielte, bevor er zum führenden Politiker der NSDAP wurde.
Der Autor argumentiert, dass Hitler anfangs keineswegs charismatisch auftrat, sondern seine Wirkung erst durch gezielte Propaganda und die Projektion von Erwartungen durch seine Anhängerschaft in einem synergetischen Prozess konstruierte.
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