Masterarbeit, 2012
165 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Problemstellung
3 Das Alter
3.1 Ganzheitlicher Ansatz – Das Bio-Psycho-Soziale Modell
3.2 Sozialisation im Lebenslauf
3.3 Das biologische Alter
3.4 Das psychologische Alter
3.4.1 Kognitive Entwicklung im Erwachsenenalter
3.4.2 Phasen der psychosozialen Entwicklung nach Erikson
3.5 Das soziale Alter
3.6 Lebenserwartung
4 Alterstheorien
4.1 Alterstheorien und –modelle
4.2 Defizitmodell
4.3 Aktivitätstheorie
4.4 Disengagementtheorie
4.5 Etikettierungsansatz
4.6 Kontinuitätstheorie
4.7 Kompetenzmodell
4.8 SOK-Modell
5 Übergang in die Pension
5.1 Phasenmodell nach Atchley
5.1.1 Entfernte Phase
5.1.2 Nähephase
5.1.3 Euphoriephase
5.1.4 Ernüchterungsphase
5.1.5 Reorientierungsphase
5.1.6 Stabilitätsphase
5.1.7 Endphase
6 Pensionsantritt als Krise
6.1 Krisen
6.1.1 Traumatische Krise
6.1.2 Veränderungskrise
6.1.3 Depression und Suizidalität im Alter
6.2 Faktoren für erfolgreiches Altern
6.3 Veränderungen zum Pensionsantritt
6.3.1 Soziale Unterstützung
6.3.2 Familie
6.3.3 Zeit und Aktivität
6.3.4 Finanzielle Veränderungen
7 Klinische Soziale Arbeit
7.1 Unterstützungsarbeit im Rahmen der klinischen Sozialen Arbeit
7.1.1 Case Management
7.1.2 Netzwerkarbeit
7.1.3 Krisenintervention
7.2 Auswege aus der Krise
7.2.1 SeniorInnenbildung
7.2.2 Mehr-Generationen-Wohnen
7.2.3 Ehrenamtliches Engagement
7.3 Vorbereitungsmaßnahmen auf die Pensionierung
8 Forschungsdesign
8.1 Die Forschungsmethode und Methodenkritik
8.1.1 Pretest
8.2 Der Fragebogen
8.3 Die Stichprobe
8.3.1 Geschlecht
8.3.2 Alter
8.3.3 Jahr der Pensionierung
8.3.4 Familienstand
8.3.5 Schulbildung
8.3.6 Letzte Anstellung
8.3.7 Finanzielles
8.3.8 Überblick über das allgemeine Antwortverhalten
9 Auswertung der quantitativen Befragung
9.1 Fragestellung und Hypothesen
9.2 Veränderungen und Belastungen
9.2.1 Größte Veränderungen, die mit der Pensionierung einher gingen
9.2.2 Veränderung, die als größte Belastung empfunden wurde
9.3 Soziale Kontakte
9.4 Gesundheit
9.4.1 Psychische Gesundheit
9.5 Der „Senior/Seniorin“-Begriff
9.6 Pensionsvorbereitung
9.6.1 Hatten Sie eine Pensionsvorbereitung?
9.6.2 Hätten Sie sich eine Pensionsvorbereitung gewünscht?
9.6.3 Inhalte für Pensionsvorbereitungsmaßnahmen
10 Zusammenfassung und Ausblick
Die Master-Thesis untersucht, ob der Übergang in die Pension für Menschen in Wien eine ersehnte positive Lebensveränderung darstellt oder in eine psychosoziale Krise führt, und bewertet die Rolle der klinischen Sozialarbeit in diesem Prozess.
6.3.3.1 Tagesablauf
Arbeitstätige Menschen haben einen geregelten Tagesablauf, der in erster Linie von der Berufstätigkeit bestimmt wird, in zweiter Linie erst von der Familie und später kommen erst Freizeitbeschäftigungen. Mit dem Pensionsantritt verliert der Mensch jedoch diesen Tagesablauf.
Direkt nach dem Berufsaustritt beginnt die Euphoriephase (siehe Kapitel 5.1). Die ersten Tage der Pensionierung werden wie Urlaub empfunden und auch dementsprechend gestaltet. Nach kurzer Zeit jedoch müssen die Personen feststellen, dass die viele freie Zeit keine tatsächliche Freizeit ist, und brauchen neue Alltagsstrukturen. Von einer gelungenen Bewältigung kann in dieser Phase gesprochen werden, wenn sich der Alltag nach und nach ritualisiert und zur Normalität wird (vgl. Schroeter/Prahl, 1999, S. 99).
Ab dem Pensionsantritt müssen sich die Personen nicht mehr mit ihrer Zeitplanung beschäftigen. Dies kann als Belastung empfunden werden, da sich die Personen, die gerade in Pension gegangen sind, keine Gedanken mehr über ihre Zeiteinteilung und –planung machen müssen.
Personen, die sich besser auf einen neuen Tagesablauf einstellen können und diesen aktiv gestalten, sind zufriedener.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung dar, beleuchtet die Bedeutung von Arbeit in der Leistungsgesellschaft und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Problemstellung: Beschreibt die demografische Situation in Wien und führt in die Fragestellung ein, was Älterwerden und Pensionierung für den Einzelnen bedeuten.
3 Das Alter: Definiert Alter und Altern aus biologischer, psychologischer und soziologischer Sicht unter Einbeziehung des Bio-Psycho-Sozialen Modells.
4 Alterstheorien: Erläutert verschiedene psychologische und kognitive Modelle, um Alter und Altern in der Gesellschaft theoretisch einzuordnen.
5 Übergang in die Pension: Analysiert den Übergang in den Ruhestand anhand des bekannten Phasenmodells von Robert C. Atchley.
6 Pensionsantritt als Krise: Thematisiert Ursachen von Krisen bei Pensionierung, beleuchtet Depressionen und Suizidalität und untersucht Faktoren für erfolgreiches Altern.
7 Klinische Soziale Arbeit: Stellt Unterstützungs- und Interventionsmethoden vor, die bei der Krisenbewältigung und zur Prävention hilfreich sind.
8 Forschungsdesign: Legt die quantitative Methodik, den Fragebogen und die Stichprobenauswahl der empirischen Untersuchung dar.
9 Auswertung der quantitativen Befragung: Präsentiert die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich Zufriedenheit, Belastungsfaktoren und dem Wunsch nach Pensionsvorbereitung.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung von Pensionsvorbereitung ab.
klinische Sozialarbeit, Soziale Arbeit, Altern, Pension, Pensionsantritt, Pensionsschock, Krise, Veränderungskrise, Lebensqualität, Tagesablauf, soziale Unterstützung, psychische Gesundheit, Suizidalität, Senioren, Altersmodelle
Die Arbeit untersucht den Übergang vom Erwerbsleben in die Pension und analysiert, ob dieser Schritt für die betroffenen Personen eine positive Veränderung darstellt oder zu einer existenziellen Krise führt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Alter, verschiedenen Alterstheorien, dem psychologischen Übergang in den Ruhestand, der Rolle der klinischen Sozialarbeit und der empirischen Untersuchung von Lebenszufriedenheit und Belastungen bei Pensionierten.
Ziel ist es zu klären, unter welchen Umständen der Pensionsantritt in eine Krise führt, und Handlungsmöglichkeiten für die klinische Sozialarbeit aufzuzeigen, um betroffene Personen präventiv oder interventionell zu unterstützen.
Es handelt sich um eine quantitative Forschungsarbeit, bei der ein standardisierter Fragebogen eingesetzt wurde, um Daten von kürzlich pensionierten Personen in Wien zu erheben und auszuwerten.
Der Hauptteil befasst sich theoretisch mit dem Altern und dem Pensionsübergang sowie praktisch mit der Auswertung einer quantitativen Befragung, die Belastungsfaktoren wie finanzielle Einbußen, Tagesstrukturverlust und soziale Veränderungen analysiert.
Die wesentlichen Begriffe sind klinische Sozialarbeit, Pensionsantritt, Veränderungskrise, Altersmodelle, Lebensqualität und soziale Netzwerke.
Es wird strikt zwischen traumatischen Krisen, die durch plötzliche Schicksalsschläge ausgelöst werden, und Veränderungskrisen unterschieden, wobei der Pensionsantritt als klassisches Beispiel für eine Lebensveränderungskrise betrachtet wird.
Die Analyse zeigt, dass eine signifikante Abnahme der finanziellen Mittel nach der Pensionierung oft als Belastung empfunden wird und eine Korrelation zwischen der Zufriedenheit mit der finanziellen Lage und der allgemeinen Lebenszufriedenheit besteht.
Soziale Kontakte und die Einbindung in Netzwerke sind entscheidend für die psychische Stabilität; die Arbeit stellt fest, dass insbesondere das Ausbleiben beruflicher Kontakte durch andere soziale Beziehungen kompensiert werden muss.
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