Diplomarbeit, 2012
144 Seiten, Note: 2
2 ALLGEMEINE EINLEITUNG
3 POLITIKWISSENSCHAFTLICHE RELEVANZ DER SPORT STUDIES
3.1 Sport und Wissenschaften – die Entwicklung der Sport Studies
3.2 Soziologische Konstruktionsmerkmale des Leistungssports
3.3 Leistungssport und Politik in Österreich – Fragestellung, Gegenstandsbereich und Hypothesen
3.3.1 Leistungssport und Politik in Österreich – Fragestellung und Gegenstandsbereich
3.3.2 Leistungssport und Politik in Österreich – Hypothesen
3.3.3 Leistungssport und Politik in Österreich – Theoriekonzept
3.3.3.1 Leistungssport und Politik in Österreich – Policy – Polity – Politics
3.3.3.2 Leistungssport und Politik in Österreich – ideengeschichtliche Verankerung der Politikfeldanalyse
3.3.3.3 Leistungssport und Politik in Österreich – Entwicklungslinien der Politikfeldanalyse in den USA und im deutschsprachigen Raum
3.4 Sport und Politik – vom Alltagsverständnis zur Begriffsdefinition
4 SPORT UND GESELLSCHAFT – NICHT-INSTITUTIONELLE FAKTOREN DES SPORTLICHEN FELDES
4.1 Allgemein
4.2 Gesellschaft und Sport – historische Entwicklung
4.3 Gesellschaft und Sport – Sportgroßveranstaltungen am Beispiel der olympischen Bewegung
4.4 Sport und Massenmedien
4.5 Funktionen des Sports für die Politik
5 SPORT UND POLITIK IN ÖSTERREICH
5.1 Allgemein
5.2 Sport und Politik in Österreich – historische Entwicklung
5.3 Österreichischer Sport und Olympische Spiele
5.4 Österreichische Sportpolitik – Institutionen
5.4.1 Staatliche Institutionen in der Sportpolitik
5.4.1.1 Gesetzliche Grundlagen
5.4.1.2 Politikfeld Sport und das österreichische politische System
5.4.1.2.1 Parlament und Sport
5.4.1.2.2 Regierung und Sport
5.4.1.3 Das Sportministerium
5.4.1.4 Bundesministerien und Sport
5.4.2 Nicht-staatliche Institutionen in der Sportpolitik
5.4.2.1 Nicht-staatliche Institutionen: die Bundes-Sportorganisation
5.4.2.2 Nicht-staatliche Institutionen – das ÖOC
5.4.2.3 Nicht-staatliche Institutionen – der Behindertensportverband, das Paralympische Committee und die Special Olympics
5.4.3 Österreichische Sportpolitik – sonstige Institutionen
5.4.3.1 Nationale Anti-Doping Agentur (NADA)
5.4.3.2 Die Österreichische Sporthilfe
5.4.3.3 Österreichisches Institut für Schul- und Sportstättenbau
5.4.3.4 Bundessporteinrichtungen GesmbH
5.4.3.5 Österreichisches Institut für Sportmedizin
5.4.3.6 Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB)
5.4.3.7 Sonstige Institutionen – Zusammenfassung
5.4.4 Akteure der österreichischen Sportpolitik – Zusammenfassung
5.5 Die Finanzierung des österreichischen Sports
5.6 Österreichische Anti-Dopingpolitik
6 SCHLUSSBEMERKUNGEN
6.1 Zu Hypothese 1
6.2 Zu Hypothese 2
6.3 Zu Hypothese 3
6.4 Zu Hypothese 4
Die Diplomarbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Leistungssport, Gesellschaft und der österreichischen Politik. Ziel ist es, die spezifischen Strukturen, Inhalte und Prozesse zu verstehen, die den Sport als Politikfeld definieren und die Einbindung staatlicher Akteure sowie die Abhängigkeit von nicht-institutionellen Faktoren in diesem Bereich zu analysieren.
Soziologische Konstruktionsmerkmale des Leistungssports
„Sieg oder Niederlage- das sind die Kategorien, die den Sport für den Zuschauer so faszinierend machen ...“ (Sachslehner 2011, 8).
Betreibt man selbst Sport oder konsumiert man die Fernsehbilder der zahlreichen Sportgroßveranstaltungen, fragt man sich eigentlich selten, welche Funktionen der Sport für die Gesellschaft erbringt. Zu sehr ist man im „eigenen Tun“ oder in den eindrucksvollen Bildern versunken, um hinter die Kulissen zu blicken. Sport scheint in völliger Abkoppelung anderer gesellschaftlicher Teilbereiche zu funktionieren. So hochkomplex, ausdifferenziert und unübersichtlich verschiedenste Gesellschaftsbereiche geworden sind, so einfach und unveränderlich scheinen die Vorgänge in der Welt des Sports abzulaufen. Aus systemtheoretischer Perspektive bildet der Code „Leisten/Nicht Leisten“ den Primärcode des gesamten Sportsystems. Diese Codierung formt den Wesenszusammenhang des Sports, koppelt von anderen Teilsystemen ab, führt zur Entwicklung zum eigenen Teilsystem und garantiert Einheit und Autonomie trotz Heterogenität im Handlungsvollzug. Die allgemeine Funktion des Sports liegt darüber hinaus in der „Kommunikation körperlicher Leistungsfähigkeit“ (vgl. Stichweh 1990, 373 – 389).
Der Wettkampfcharakter des Leistungssports verschärft dabei die Primärcodierung zusätzlich. Aus dem Code „Leisten/Nicht Leisten“ leitet sich der Zweitcode „Sieg/Niederlage“ ab, der im Leistungs- und Hochleistungssport nahezu an die Stelle des Primärcodes tritt (vgl. Anders 2008, 208 – 312).
ALLGEMEINE EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet anhand des historischen "Spiels von Córdoba" 1978 die emotionale und gesellschaftliche Bedeutung des Sports in Österreich.
POLITIKWISSENSCHAFTLICHE RELEVANZ DER SPORT STUDIES: Dieses Kapitel erörtert die Entwicklung der Sportwissenschaften und die methodische Herangehensweise zur Analyse des Sports als eigenständiges Politikfeld.
SPORT UND GESELLSCHAFT – NICHT-INSTITUTIONELLE FAKTOREN DES SPORTLICHEN FELDES: Hier werden historische Entwicklungen, die Bedeutung der Olympischen Spiele und der Einfluss der Medien auf den Sport untersucht.
SPORT UND POLITIK IN ÖSTERREICH: Dieser Hauptteil analysiert die österreichische Sportlandschaft, die Rolle von Institutionen wie der BSO und dem ÖOC sowie die staatliche Finanzierung durch das Sporttoto.
SCHLUSSBEMERKUNGEN: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Netzwerkstruktur und Autonomie des österreichischen Sportfeldes evaluiert.
Leistungssport, Österreich, Sportpolitik, Politikwissenschaft, Sport Studies, BSO, ÖOC, Systemtheorie, Finanzierung, Doping, Massenmedien, Sportförderung, Akteurszentrierter Institutionalismus, Verein, Olympische Spiele.
Die Diplomarbeit beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Sport, Gesellschaft und dem österreichischen politischen System sowie die spezifischen Bedingungen, unter denen sportpolitische Entscheidungen getroffen werden.
Zentral sind die Organisationsstrukturen des Sports, die Rolle staatlicher und nicht-staatlicher Akteure, die Bedeutung der Sportfinanzierung und die Mediatisierung des Sports.
Das Ziel ist es, die spezifischen "Konstruktionsprinzipien" des Teilsystems Sport zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Politik in diesen Bereich steuernd oder unterstützend eingreift.
Die Arbeit nutzt politikwissenschaftliche Ansätze, insbesondere den "Akteurszentrierten Institutionalismus" nach Mayntz und Scharpf, kombiniert mit einer historischen Analyse und der Auswertung von Regierungsdokumenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung nicht-institutioneller Faktoren (Medien, Geschichte) und eine tiefgehende Analyse des österreichischen sportpolitischen Systems, inklusive der Akteure und Finanzierungsmodelle.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Leistungssport, Sportpolitik, Österreich, Systemtheorie, BSO und Sportfinanzierung prägnant zusammenfassen.
Er dient als heuristisches Forschungskonzept, um die Interaktionen zwischen den verschiedenen Akteuren im österreichischen Sportfeld besser zu verstehen und zu modellieren.
Sie sind laut Autor die Hauptakteure im Sport, da sie eine formelle Autonomie besitzen und der Großteil der sportpolitischen Verantwortung bei ihnen liegt, nicht beim Staat.
Es wird als zentrales Finanzierungsinstrument gesehen, dessen starre Regeln einerseits Sicherheit bieten, andererseits den politischen Spielraum für neue Entwicklungen durch das Ministerium einschränken.
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