Studienarbeit, 2012
21 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Internationale Organisationen aus institutionalistischer Sicht
2.1. Mechanismen zur Friedenswirkung internationaler Organisationen
3. Die Vereinten Nationen als Friedensvermittler
4. Die damalige Situation in Mosambik
4.1. Bürgerkrieg zwischen FRELIMO und RENAMO
4.2. Das Ende des Bürgerkrieges
4.3. Die Akteure innerhalb des mosambikanischen Bürgerkriegs
5. Die Resolution 782 des Sicherheitsrates
5.1. Inhalt des Mandats / Aufgaben der Vereinten Nationen
6. Der Friedenseinsatz / Der Allgemeine Friedensvertrag
6.1. Umsetzung der Resolution/en
6.2. Relation der Kosten bzw. der Einsatzstärke
6.3. Die ersten Demokratischen Wahlen
7. Fazit des Friedenseinsatzes ONUMOZ
7.1. Fazit aus Sicht des utilitaristischen Institutionalismus
Die vorliegende Arbeit analysiert den Einsatz der Vereinten Nationen (ONUMOZ) in Mosambik. Dabei wird untersucht, inwieweit die Friedensmission die Erwartungen des utilitaristischen Institutionalismus erfüllt hat und ob der Einsatz als erfolgreich oder erfolglos zu bewerten ist.
4.2. Das Ende des Bürgerkrieges
Im Oktober 1986 kam der erste Präsident der FRELIMO, Samora Machel durch einen Flugzeugabsturz ums Leben. Machels Nachfolger, Joaquim Chissano, leitete entscheidende Veränderungen ein, die zu einer Umorientierung der Regierungspolitik und zur vorsichtigen Öffnung der Staates führten. Chissano begann außenpolitische Kontakte zu knüpfen, um die RENAMO zu isolieren. Eine militärische Entscheidung des Bürgerkrieges war nicht möglich. Die RENAMO konterkarierte mit Massakern und Verwüstungen alle Annäherungsversuche der FRELIMO.
Vom 08.07.1990 bis zum 10.07.1990 kam es in Rom endlich zu den ersten Friedensverhandlungen zwischen dem Präsidenten der FRELIMO, Joaqium Chissano und dem Präsidenten der RENAMO, Afonso Dhlakama, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio vermittelt worden war. Sant'Egidio hatte es in den zweijährigen harten Verhandlungen geschafft das Misstrauen der beiden Kriegsparteien mit viel Geduld, Zurückhaltung und Einfühlungsvermögen zu brechen. Nachdem Sant'Egidio in der zweiten Hälfte der 80er Jahre das Leid der Bevölkerung während der Hungersnöte durch humanitäre Hilfe zu lindern versuchte, hoffte die Gemeinschaft mit ihren Bemühungen ein „Tauwetter“ zwischen der Regierung und der katholischen Kirche herbeizuführen, die bis dahin als „Feindin des Volkes“ angesehen wurde. Doch jede Hilfe schien von den Kampfhandlungen zwischen der RENAMO und der FRELIMO verschlungen zu werden, welche die Bemühungen für den Aufbau des Landes zunichte machten. Man musste einsehen, dass nur die Lösung des Hauptkonfliktes zwischen der RENAMO und der FRELIMO zu einem Ende des Bürgerkrieges führen würde.
1. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, den Einsatz der ONUMOZ anhand des utilitaristischen Institutionalismus auf seinen Erfolg hin zu prüfen.
2. Internationale Organisationen aus institutionalistischer Sicht: Erläutert theoretische Grundlagen der Regimetheorie und definiert Mechanismen zur Friedenswirkung.
3. Die Vereinten Nationen als Friedensvermittler: Beschreibt die Rolle der UNO bei der kollektiven Sicherheit und unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Friedensmissionen.
4. Die damalige Situation in Mosambik: Analysiert die historische Entwicklung, den Bürgerkrieg zwischen FRELIMO und RENAMO sowie die notwendigen Schritte zum Verhandlungsbeginn.
5. Die Resolution 782 des Sicherheitsrates: Behandelt die rechtliche Basis der UN-Mission und die spezifischen Aufgabenbereiche des Mandats.
6. Der Friedenseinsatz / Der Allgemeine Friedensvertrag: Dokumentiert die operative Umsetzung, die Kosten, Einsatzstärken und die Durchführung der ersten Wahlen.
7. Fazit des Friedenseinsatzes ONUMOZ: Zieht ein positives Resümee über die Mission und bestätigt die Wirksamkeit der institutionellen Mechanismen.
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Die Arbeit analysiert den Erfolg der UN-Friedensmission ONUMOZ in Mosambik unter Anwendung des theoretischen Rahmens des utilitaristischen Institutionalismus.
Die Themen umfassen die Regimetheorie, die Rolle internationaler Organisationen, die Geschichte des mosambikanischen Bürgerkriegs und die praktische Umsetzung von Friedensmandaten.
Ziel ist es, eine begründete Aussage darüber zu treffen, ob die ONUMOZ-Mission aus der Perspektive des utilitaristischen Institutionalismus als erfolgreich bezeichnet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch den Institutionalismus, kombiniert mit einer historischen Analyse der Ereignisse in Mosambik und der Auswertung von UN-Resolutionen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Genese des Friedensprozesses, den Inhalten des UN-Mandats sowie der praktischen Umsetzung der Entwaffnung, Demobilisierung und Durchführung der Wahlen.
Wichtige Begriffe sind ONUMOZ, FRELIMO, RENAMO, Friedenssicherung, institutionelle Mechanismen und Demokratisierung in Mosambik.
Sie fungierte als Vermittler zwischen der FRELIMO-Regierung und der RENAMO und schaffte durch jahrelange Verhandlungen ein Vertrauensklima, das den Friedensvertrag von Rom ermöglichte.
Die Autorin bewertet die Mission insgesamt als erfolgreich, da sie zur Beendigung des Bürgerkriegs, zur politischen Stabilität und zur demokratischen Legitimität der Regierung beigetragen hat.
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