Diplomarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und abgeleitete Fragestellung: Die Existenz von Unsicherheiten bei der Deckung des Informationsbedarfs im Vergütungsbereich
1.2 Gang der Arbeit
2 Vergütungsvergleiche
2.1 Definition und Aufgaben
2.2 Arten von Vergütungsvergleichen
2.3 Idealtypischer Vergütungsvergleichsprozess
2.4 Die Informationsökonomik als Betrachtungsansatz
3 Grundlagen der Informationsökonomie
3.1 Unsicherheiten in der Informationsökonomie
3.1.1 Typologie der Leistungseigenschaften
3.1.2 Unsicherheitsreduktion in der Informationsökonomie
3.1.3 Systematisierung der Unsicherheitsreduktionsstrategien
3.2 Informationsökonomische Betrachtung von Vergütungsvergleichen
3.2.1 Dienstleistungsbegriff
3.2.2 Vergütungsvergleiche - eine professionelle Dienstleistung
3.2.3 Vergütungsvergleiche in der Informationsökonomie
4 Konzepte zur Bewältigung von Unsicherheitsproblemen bei Vergütungsvergleichen
4.1 Unsicherheitsprobleme bei Vergütungsvergleichen
4.2 Identifikation relevanter Leistungsindikatoren
4.3 Leistungsindikatoren in der Praxis – eine Voruntersuchung
5 Empirische Analyse
5.1 Zielsetzung
5.2 Allgemeine Überlegungen zum methodischen Vorgehen
5.3 Untersuchung der Nachfrager
5.3.1 Design des Fragebogens
5.3.2 Aufbau des Fragebogens
5.3.3 Stichprobe
5.3.4 Güte des Erhebungsinstruments
5.3.5 Beschreibung des Datensatzes
5.3.6 Ergebnisse
5.4 Untersuchung der Anbieter
5.4.1 Erhebungsinstrument und Untersuchungsablauf
5.4.2 Ergebnisse
6 Fazit und kritische Reflektion
Diese Diplomarbeit untersucht die Unsicherheitsproblematik von Unternehmen bei der Beschaffung von Vergütungsvergleichen. Ziel ist es, auf Basis der Informationsökonomie praxistaugliche Leistungsindikatoren zu identifizieren, die es Nachfragern ermöglichen, die Qualität solcher Dienstleistungen besser zu bewerten und damit einhergehende Informationsasymmetrien zu reduzieren.
2.1 Definition und Aufgaben
Vergütungsvergleiche bieten grundsätzlich Antworten auf die Frage, wie vergleichbare Funktionen am Arbeitsmarkt vergütet werden. Die systematische Erhebung und Analyse von Marktdaten bildet somit die Grundlage für eine wettbewerbsfähige und marktorientierte Vergütung im Unternehmen und ist ein entscheidender Faktor bei der Rekrutierung, Motivation und Bindung von Mitarbeitern. Insbesondere vor dem in Kapitel 1 bereits angesprochenen „War for Talent“ und dem steigenden Wettbewerbsdruck erscheint dieser „Blick auf den Markt“ unumgänglich.
Inhaltlich geben Vergütungsvergleiche Auskunft über die Höhe des Vergütungsniveaus, die Struktur der am Markt bezahlten Vergütung sowie die Verbreitung und Ausgestaltung von Zusatzleistungen. Der Mehrwert, den Unternehmen aus diesen Informationen ziehen können, ist vielfältig. So können Unternehmen Vergütungsvergleiche als… Orientierungshilfe für eine marktorientierte, wettbewerbsfähige Vergütungsstrategie, Basis für individuelle Einkommensentscheidungen, Basis für die Weiterentwicklung der internen Vergütungsstruktur nutzen.
Wie bereits in Kapitel 1 erwähnt, hat die Bereitstellung von Marktinformationen in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen. Vor diesem Hintergrund hat sich eine eigene, recht heterogene Branche gebildet, deren Akteure Vergütungsvergleiche in unterschiedlichsten Ausgestaltungen, Aufbereitungen und Preiskategorien anbieten. Der Markt für Vergütungsinformationen ist dabei relativ unübersichtlich. Zwar teilen sich wenige international tätige Beratungsfirmen den Markt für Großunternehmen, unterhalb dieser Ebene gibt es jedoch unzählige lokale Beratungsunternehmen, die sich meist auf eine bestimmte Branche oder geographische Region spezialisiert haben.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Unsicherheit bei der Vergütungspolitik und Definition der Forschungsfrage.
2 Vergütungsvergleiche: Detaillierte Darstellung des Untersuchungsgegenstands, der verschiedenen Arten von Vergleichen sowie des idealtypischen Prozesses.
3 Grundlagen der Informationsökonomie: Theoretische Fundierung durch die Analyse von Informationsasymmetrien, Leistungseigenschaften und Unsicherheitsreduktionsstrategien.
4 Konzepte zur Bewältigung von Unsicherheitsproblemen bei Vergütungsvergleichen: Identifikation konkreter Unsicherheitsprobleme und theoretische Ableitung relevanter Leistungsindikatoren.
5 Empirische Analyse: Durchführung einer explorativen Studie zur Überprüfung der Praxisrelevanz der theoretisch abgeleiteten Indikatoren mittels Expertenbefragungen.
6 Fazit und kritische Reflektion: Zusammenfassende Würdigung der Ergebnisse sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Vergütungsvergleiche, Informationsökonomie, Qualitätsunsicherheit, Signaling, Screening, Leistungsindikatoren, professionelle Dienstleistungen, Informationsasymmetrie, Personalwesen, Vergütungspolitik, Marktdaten, empirische Analyse, Dienstleistungsqualität, Unsicherheitsreduktion, Expertenbefragung.
Die Arbeit analysiert die Unsicherheiten, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, wenn sie externe Vergütungsvergleiche erwerben, da die Qualität dieser Dienstleistungen oft schwer einzuschätzen ist.
Die zentralen Felder sind die Informationsökonomie, das Dienstleistungsmarketing, die Vergütungspolitik und die empirische Forschung zu qualitätssichernden Signalen.
Das Ziel ist die Erarbeitung von praxistauglichen Leistungsindikatoren, die als Signale dienen, um die Qualität von Vergütungsvergleichen besser beurteilen zu können.
Es wurde eine explorative Studie kombiniert aus einer quantitativen Online-Befragung von Vergütungsexperten und qualitativen Experteninterviews mit Anbietern durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Unsicherheitsproblematik im informationsökonomischen Kontext und eine anschließende empirische Validierung dieser Theorien anhand der Befragungsergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Vergütungsvergleiche, Informationsökonomie, Qualitätsunsicherheit, Signaling und Leistungsindikatoren.
Da Vergütungsentscheidungen einen direkten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit im „War for Talents“ haben, ist die Verlässlichkeit der zugrunde liegenden Marktinformationen kritisch.
Anbieter stehen in der Pflicht, durch Signaling-Strategien Vertrauen aufzubauen und ihre Qualität transparent zu machen, um die Unsicherheit der Nachfrager abzubauen.
Überraschenderweise wurden leistungsbezogene Informationen, wie die Aktualität der Daten, höher bewertet als rein unternehmensübergreifende Reputationssignale.
Ja, die Studie hat aufgrund des kleinen Stichprobenumfangs keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität und dient als explorative Basis für weitere Forschungen.
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