Bachelorarbeit, 2012
78 Seiten
1. Einleitung
2. Integration im Sport
2.1 Begriff Integration
2.2 Historische Einordnung
2.3 Terminus Migrant
2.4 Differenzierung der Migrantensportvereine
2.5 Theoriediskurs der Integrationswirkung durch den Sport
2.6 Integrationsverständnis
2.7 Beweggründe
3. Methodik der qualitativen Sozialforschung
3.1 Methode der Interviewform
3.2 Durchführung der Interviews
3.3 Qualitative Inhaltsanalyse
4. Auswahl der Interviewpersonen
5. Auswertung der Interviews
5.1 Einordnung des Sportvereins
5.1.1 Kampfsportverein Boxorina
5.1.2 Migrantensportverein Wumpers
5.2 Integrationsbeitrag und Beweggründe zum Vereinseintritt
5.2.1 Vereinsstruktur
5.2.2 Nationalitäten
5.2.3 Beweggründe
5.2.4 Engagement von Migranten
5.2.5 Umgangsformen und Geselligkeitsformen
5.2.6 Kulturelle Differenzen
5.2.7 Identifikation der Mitglieder
5.2.8 Wahrnehmung
5.2.9 Problemfelder
5.2.10 Leistungen
5.2.11 Besonderheiten
6. Fazit
7. Literatur
8. Anhang
Die Arbeit untersucht aus sportsoziologischer Perspektive die Integrationsbeiträge von Migrantensportvereinen sowie die Beweggründe von Migranten für einen Vereinseintritt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Sichtweise von Vereinsführungskräften und analysiert, wie Sportvereine zur sozialen Integration beitragen und welche Motive bei den Mitgliedern zur Teilnahme führen.
2.5 Theoriediskurs der Integrationswirkung durch den Sport
In der sportwissenschaftlichen Literatur wird die Integrationswirkung des Sports breit diskutiert. Es erfolgt eine Abwägung positiver sowie negativer Aspekte. Ebenso wird die Wirkung für die Mitglieder im organisierten Sport herausgearbeitet. Hierbei handelt es sich um eine theoretische Darlegung des Diskurses und es besteht noch kein Zusammenhang zu meiner eigenen empirischen Untersuchung.
Nach HEINEMANN (2007, S. 204) beschreibt der DOSB den Sport als ideales Instrument der Integration. Ebenso schildert BAUR (2003, S. 13) den Sport als integrierende einzigartige Kraft. Durch den zwanglosen Kontakt zwischen Einheimischen und Ausländern sowie der Charakterisierung wird die Aussage »Sport spricht alle Sprachen« begründet (vgl. HEINEMANN 2007, S. 204).
Ebenfalls werden im Rahmen des Deutschen Olympischen Sportbundes Förderprogramme für die Integration von Migranten, wie „Integration durch Sport“, „Mehr Migrantinnen in den Sport“ und „spin- sport interkulturell“, gefördert (vgl. BRAUN et al. 2011, S. 13).
Es wird einerseits argumentiert der Sport baue die Fremdheitsgefühle ab und er helfe soziale Barrieren und Vorurteile zu überwinden (vgl. RUMMELT 1995, S. 148). Andererseits können die distanzierenden und konfliktfördernden Ursachen der interethnischen Beziehungen innerhalb des Sports sich auch negativ auf die gesamtgesellschaftliche Beziehungen der Akteure übertragen (vgl. STAHL 2009, S. 106). Der Sport kann folglich auch Negativereignisse wie Konflikte und Abgrenzungsmechanismen der Migranten bewirken, sodass sich die Migranten von der Mehrheitsgesellschaft segmentieren (vgl. STAHL 2009, S. 7). Nach AKGÜN (1995, S. 125) wirkt explizit im Kampfsport das Feindbild polarisierend und trennt mehr als das der Sport verbindet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die sportsoziologische Thematik ein und definiert das Ziel, Integrationsbeiträge und Eintrittsmotive aus Sicht der Vereinsführung zu untersuchen.
2. Integration im Sport: Hier werden theoretische Grundlagen des Integrationsbegriffs sowie der historische Kontext und die verschiedenen Typen von Migrantensportvereinen dargestellt.
3. Methodik der qualitativen Sozialforschung: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, insbesondere die Wahl von problemzentrierten Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
4. Auswahl der Interviewpersonen: Hier werden die befragten Vereinsvorsitzenden und deren persönliche Hintergründe sowie die Auswahlkriterien für die Untersuchung dargelegt.
5. Auswertung der Interviews: Dieses Hauptkapitel analysiert das erhobene Datenmaterial hinsichtlich Vereinsstrukturen, Nationalitäten, Beweggründen und anderen integrationsrelevanten Faktoren.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei die Bedeutung individueller Betrachtungen betont und die Integrationsfunktion des Sports kritisch hinterfragt wird.
Integration, Migrantensportverein, Sportsoziologie, Beweggründe, Vereinseintritt, Ehrenamt, Identifikation, Qualitativen Sozialforschung, Mehrspartenverein, Kampfsport, Sozialkapital, Inklusion, Sprachkompetenz, Migrationshintergrund, Vereinsführung.
Die Arbeit analysiert aus sportsoziologischer Sicht, wie Migrantensportvereine zur Integration in Deutschland beitragen und was Menschen mit Migrationshintergrund dazu bewegt, in diese Vereine einzutreten.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretische Definition von Integration, die Organisationsstruktur der untersuchten Vereine, das ehrenamtliche Engagement sowie die Bedeutung von Sprache und sozialen Kompetenzen im Sport.
Ziel ist es, die Integrationsbeiträge von Migrantensportvereinen explizit aus der Sicht von Vereinsführungskräften zu beleuchten und Motivationsgründe für Mitglieder zu identifizieren.
Es wurde eine qualitative Sozialforschung durchgeführt, die auf problemzentrierten Experteninterviews mit zwei Vereinsvorsitzenden und der anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung sowie die detaillierte Auswertung der Interviews, in der Kategorien wie Vereinsstruktur, Identifikation, Umgangsformen und Problemlösung im Sport diskutiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Integration, Migrantensportvereine, Beweggründe, Vereinseintritt, soziales Miteinander und qualitative Forschung geprägt.
Die Studie zeigt auf, dass überwiegend Migranten der zweiten und dritten Generation in den Sportvereinen aktiv sind, was den Integrationsfortschritt im Vergleich zu Erstimmigranten beeinflusst.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Trainer als direkte Ansprechpartner eine zentrale Rolle bei der Wertevermittlung, Gewaltprävention und der Gewinnung von Mitgliedern spielen.
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