Magisterarbeit, 2012
115 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Überblick über den Forschungsstand
2.1 Der Terminus des unreliable narrators
2.2 Jüngste theoretische Ansätze zur Definition und Analyse von Filmen mit einer unzuverlässigen Erzählperspektive
3 Inhaltsangaben der Filme FIGHT CLUB, THE USUAL SUSPECTS und MEMENTO
3.1 Inhaltsangabe: FIGHT CLUB
3.2 Inhaltsangabe: THE USUAL SUSPECTS
3.3 Inhaltsangabe: MEMENTO
4 Die klassische Hollywood-Narration als Vergleichsfolie
5 Ordnung, Stimme und Modus der filmischen Erzählung
5.1 Narratologische Terminologie
5.2 Die Voice-over
5.2.1 Die Voice-over in FIGHT CLUB
5.2.2 Die Voice-over in THE USUSAL SUSPECTS
5.2.3 Die Voice-over in MEMENTO
5.3 Zeitstruktur und narrative Ebenen
5.3.1 Zeitstruktur und narrative Ebenen in FIGHT CLUB
5.3.2 Zeitstruktur und narrative Ebenen in THE USUAL SUSPECTS
5.3.3 Zeitstruktur und narrative Ebenen in MEMENTO
5.4 Zusammenfassung des Kapitels „Ordnung, Stimme und Modus der filmischen Erzählung“
6 Identitätsproblematik des Protagonisten
6.1 Identitätsproblematik des Protagonisten in MEMENTO
6.2 Identitätsproblematik des Protagonisten in FIGHT CLUB
6.3 Identitätsproblematik des Protagonisten in THE USUAL SUSPECTS
6.4 Zusammenfassung des Kapitels „Identitätsproblematik des Protagonisten“
7 Die Bildkonzeption im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive
7.1 Die Bildkonzeption in FIGHT CLUB im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive
7.2 Die Bildkonzeption in THE USUAL SUSPECTS im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive
7.3 Die Bildkonzeption in MEMENTO im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive
7.4 Zusammenfassung des Kapitels „Die Bildkonzeption im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive“
8 Abschließende Zusammenfassung
8.1 Zusammenfassung der Analyseergebnisse
8.2 Vergleich mit der klassischen Hollywood-Narration
8.3 Auslösende Faktoren der Welle von Filmen mit einer unzuverlässigen Erzählperspektive im US-amerikanischen Kino
8.4 Das Ende der Welle von Filmen mit einer unzuverlässigen Erzählperspektive im US-amerikanischen Kino
Ziel der Arbeit ist die Analyse ausgewählter US-amerikanischer Filme der Jahrtausendwende, die sich durch unzuverlässige Erzählformen auszeichnen, um diese vor der Vergleichsfolie der klassischen Hollywood-Narration zu untersuchen und zu prüfen, ob sie ein alternatives Erzählmodell etablieren.
5.2 Die Voice-over
Nach der allgemein anerkannten Definition von Sarah Kozloff bezeichnet man als Voice-over “oral statements, conveying any portion of a narrative, spoken by an unseen speaker situated in a space and time other than that simultaneously being presented by the images on the screen” (Kozloff 1988, 5). Die Voice-over kann von einem heterodiegetischen oder von einem homodiegetischen Erzähler gesprochen werden. In den untersuchten Filmen wird mittels des narrativen Elements der Voice-over ein autodiegetischer Erzähler (Ich-Erzähler) etabliert und damit eine interne handlungslogische Fokalisierung auf den Protagonisten erzielt. Diese Verbindung von Voice-over mit einem autodiegetischen Erzähler bewirkt eine verstärkte Subjektivität der Erzählung. Zugleich wird durch die Voice-over beim Rezipienten die Bereitschaft geweckt, sich auf den psychischen und emotionalen Zustand des Protagonisten einzulassen. Ein Grund hierfür ist ein Charakteristikum der menschlichen Stimme:
Als Schall oder Klang – beide Begriffe können synonym gebraucht werden – ist die Stimme etwas Besonderes, weil sie nicht durch Naturereignisse entsteht oder von gebauten Instrumenten stammt, sondern von Menschen oder Tieren erzeugt wird. […] Die Produktion der Stimme geht also auf lebende, atmende Körper zurück, ist von dorther ganz individuell determiniert und zugleich variierbar. (Kolesch 2004, 124)
1 Einleitung: Einführung in das Phänomen der unzuverlässigen Erzählweise im US-amerikanischen Kino der Jahrtausendwende und Definition der zentralen Forschungsfragen.
2 Überblick über den Forschungsstand: Erörterung der literaturwissenschaftlichen Ursprünge des Terminus des "unreliable narrators" und dessen Übertragung auf filmwissenschaftliche Analysen.
3 Inhaltsangaben der Filme FIGHT CLUB, THE USUAL SUSPECTS und MEMENTO: Bereitstellung einer handlungsorientierten Inhaltsangabe der drei im Fokus stehenden Spielfilme als Basis für die Analyse.
4 Die klassische Hollywood-Narration als Vergleichsfolie: Zusammenfassung der Merkmale der klassischen Hollywood-Narration, um diese als Referenzmodell für die untersuchten Filme zu etablieren.
5 Ordnung, Stimme und Modus der filmischen Erzählung: Untersuchung narrativer Elemente wie Voice-over, Zeitstruktur und narrative Ebenen hinsichtlich ihrer Funktion für die unzuverlässige Erzählperspektive.
6 Identitätsproblematik des Protagonisten: Analyse der Identitätskrise der männlichen Protagonisten, oft verbunden mit psychischen Störungen oder der Konstruktion von Doppelgängern.
7 Die Bildkonzeption im Kontext von Markierung und Auflösung der unzuverlässigen Erzählperspektive: Untersuchung der Rolle von Bildern und deren Manipulierbarkeit bei der Etablierung einer unzuverlässigen Erzählperspektive.
8 Abschließende Zusammenfassung: Synthese der Analyseergebnisse und Beantwortung der Leitfragen hinsichtlich des alternativen Erzählmodells und dessen Auslösern.
Unzuverlässiges Erzählen, Unreliable Narrator, Filmwissenschaft, Narratologie, Hollywood-Narration, Identitätskrise, Voice-over, Zeitstruktur, Bildkonzeption, Mind-game Film, Post-mortem Kino, Erzählperspektive, Rezipient, Manipulation, Filmkorpus.
Die Arbeit untersucht US-amerikanische Filme der Jahrtausendwende, die durch eine unzuverlässige Erzählperspektive geprägt sind, und analysiert deren narrative Strukturen im Vergleich zum klassischen Hollywood-Erzählmodell.
Die zentralen Themen sind die narrative Konzeption unzuverlässiger Erzählverfahren, die Identitätsproblematik männlicher Protagonisten sowie die Rolle der Bildkonzeption bei der Täuschung des Rezipienten.
Das Ziel ist zu analysieren, wie unzuverlässige Erzählperspektiven konstituiert werden und ob diese Filme ein alternatives Erzählmodell zur klassischen Hollywood-Narration darstellen.
Es wird eine filmanalytische Methode angewandt, die auf der narratologischen Terminologie von Gérard Genette basiert, ergänzt durch filmwissenschaftliche Ansätze zur Definition unzuverlässigen Erzählens.
Der Hauptteil analysiert die narrative Konstruktion durch Voice-over, Zeitstrukturen, Ebenen, Identitätskonstruktionen der Protagonisten sowie die Bildkonzeption anhand der drei Beispielfilme FIGHT CLUB, THE USUAL SUSPECTS und MEMENTO.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Unzuverlässiges Erzählen, Narratologie, Identitätskrise, Mind-game Film und Bildkonzeption charakterisiert.
MEMENTO zeichnet sich durch eine konsequente, rückwärts erzählte Zeitstruktur und das Fehlen einer unpersönlichen Erzählinstanz aus, die dem Zuschauer am Ende eine "objektive" Wahrheit liefert.
Die Voice-over dient primär der Etablierung einer internen Fokalisierung auf den Protagonisten und der gezielten Sympathielenkung, um den Rezipienten enger an die subjektive und teils gestörte Wahrnehmung der Figur zu binden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

