Magisterarbeit, 2008
78 Seiten
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
1. EINLEITUNG
1.1 Der Nordirlandkonflikt in Literatur und Forschung
1.2 Vorgehensweise
2. DER VERLAUF DER „TROUBLES“ VON 1968 BIS 1972
2.1 Der Beginn der Eskalation
2.2 Vom „Internment without Trial“ bis zum „Bloody Sunday“
3. HISTORISCHER RÜCKBLICK
3.1 Das Jahr 1169 und seine Folgen
3.2 Die Unterwerfung Irlands im 16. und 17. Jahrhundert
3.3 Das 18. Jahrhundert – vom „Treaty of Limerick“ bis zum „Union Act“
3.4 Das 19. Jahrhundert als Epoche der Einheit
3.5 Von der irischen Renaissance bis 1921
3.6 Die Zeit nach der Teilung bis zum Ausbruch den Troubles
4. URSACHENANALYSE DER ESKALATION VON 1968 BIS 1972
4.1 Das Problem der „doppelten Minderheit“
4.2 Das politische System als Faktor der Eskalation
4.2.1 Die Besonderheiten des Wahlsystems
4.2.2 „law and order“
4.2.3 Politik und „sectarianism“
4.3 Ethnische und konfessionelle Unterschiede als Ursache
4.3.1 Die ethnische Konfliktlinie
4.3.2 Die religiöse Konfliktlinie
4.4 Der ökonomische Aspekt als Ursache
4.5 Die soziale Benachteiligung als Konfliktursache
4.6 Der Faktor Segregation als Ursache
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der Eskalation des Nordirland-Konflikts zwischen 1968 und 1972. Ziel ist es, die komplexen historischen, politischen, sozialen und konfessionellen Faktoren herauszuarbeiten, die zu der massiven Gewaltentwicklung in diesem Zeitraum führten.
1. EINLEITUNG
Kaum ein Land auf der Welt kann von sich behaupten, es hätte noch nie in der Geschichte seines Bestehens unter inneren Auseinandersetzungen, seien sie ethnisch religiöser oder politischer Art, gelitten. Gerade in den letzten Wochen und Monaten erreichen uns beinahe täglich Berichte über solche Konfliktherde nicht nur aus Fernost, wo zurzeit die gewaltige Armee Chinas wieder einmal mit brachialer Gewalt gegen tibetische Mönche und die Bevölkerung vorgeht. Nein, man denke nur an das Konfliktgeschehen auf der geteilten Mittelmeerinsel Zypern. Dort streiten sich seit Jahrzehnten griechische und türkische Zyprioten um die Berechtigung des Seins. Erst seit wenigen Tagen werden Worte der Mäßigung, der Annäherung, ja der Versöhnung laut.
Doch es kann mit Bestimmtheit gesagt werden, dass sich in keinem Land der Welt die Konfliktursachen derart weit zurückverfolgen lassen wie in Nordirland. Seit nunmehr 840 Jahren kämpfen zwei Bevölkerungsgruppen um die Vorherrschaft auf der grünen Insel am äußersten Rand Europas, von wenigen und vor allem kurzlebigen Friedenszeiten abgesehen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Nordirland-Konflikts und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Ursachenanalyse.
2. DER VERLAUF DER „TROUBLES“ VON 1968 BIS 1972: Überblick über die Ereignisse der Eskalationsphase, beginnend mit zivilen Protesten bis hin zur Einführung von Internierung ohne Gerichtsverfahren.
3. HISTORISCHER RÜCKBLICK: Darstellung der historischen Entwicklungen in Irland seit dem 12. Jahrhundert bis zum Vorabend der „Troubles“, um die tieferen Wurzeln des Konflikts aufzuzeigen.
4. URSACHENANALYSE DER ESKALATION VON 1968 BIS 1972: Detaillierte Untersuchung der Hauptfaktoren für die Eskalation, insbesondere des politischen Systems, konfessioneller Unterschiede sowie sozio-ökonomischer Benachteiligung und Segregation.
Nordirland, Troubles, Eskalation, Katholiken, Protestanten, Unionisten, Nationalisten, Diskriminierung, Segregation, politische Ursachen, Konfession, Geschichte, Rebellion, Wahlsystem, Bürgerrechte
Die Arbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe der gewaltsamen Eskalation des Nordirland-Konflikts in den Jahren 1968 bis 1972.
Zentrale Themen sind die historischen Entwicklungen in Irland, das politische System in Nordirland, die Auswirkungen konfessioneller Unterschiede sowie ökonomische und soziale Faktoren.
Das Ziel ist die Identifizierung und Analyse der wesentlichen Faktoren, die zur Verschärfung des Konflikts und zum Ausbruch der Gewalt in diesem spezifischen Zeitraum führten.
Die Arbeit nutzt eine umfassende historische und politikwissenschaftliche Ursachenanalyse auf Basis vorliegender Literatur und Berichte.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick und eine tiefgehende Analyse verschiedener Faktoren, wie die „doppelte Minderheit“, das Wahlsystem, religiöse Konfliktlinien und den Faktor Segregation.
Wichtige Begriffe sind Nordirland, Troubles, Eskalation, Diskriminierung, Segregation, Unionisten, Nationalisten und Konfession.
Durch Manipulationen wie das „Gerrymandering“ und das veraltete Zensuswahlrecht wurde die katholische Minderheit systematisch benachteiligt und von politischer Mitbestimmung ausgeschlossen.
Die willkürliche Internierung katholischer Personen führte zu massiver Empörung, zur Verhärtung der Fronten und stärkte den Republikanismus sowie die militante IRA.
Die Wandbilder sind ein sichtbares Zeichen der gesellschaftlichen Segregation und dienen dazu, die historische Identität der jeweiligen Bevölkerungsgruppen in den geteilten Vierteln zu manifestieren.
Die Kirche war ein politischer Faktor, der durch das Konfessionsschulsystem zur weiteren Segregation beitrug, auch wenn sie offiziell die Gewalt ablehnte.
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