Examensarbeit, 2012
81 Seiten, Note: 1,5
1.0 Einleitung
2.0 Körperbehinderung und Kommunikation
2.1 Begriffsklärung
2.2 Auswirkung auf einzelne Entwicklungsbereiche
3.0 Computer als Lehr- und Lernmittel für körperbehinderte Kinder und Jugendliche
3.1 Entwicklungen in den einzelnen sonderpädagogischen Fachrichtungen
3.2 Einbeziehung in die didaktisch-methodische Planung des Unterrichts
3.3 Möglichkeiten und Grenzen
3.4 Einsatzgebiete
3.5 Rahmenbedingungen
3.6 Lernsoftware
4.0 Alternative Computersteuerung mit Hilfsmitteln
4.1 Adaptionen
4.2 Programme zur Kompensation einer Beeinträchtigung
4.3 Hilfsmitteleinführung und -versorgung
4.4 Interview mit Cedric
5.0 Computereinsatz im Bereich der Unterstützten Kommunikation
5.1 Einfache Kommunikationshilfen
5.2 Komplexe Kommunikationshilfen: Talker
5.3 Möglichkeiten und Grenzen des Talkereinsatzes
6.0 Brieffreundeportal postrohr.de
6.1 Kommunikation im Web
6.2 Konzeption und Zielsetzung des Projektes postrohr.de
6.3 Durchführung
6.4 Erste Erfahrungen mit postrohr und Erwartungen für die Zukunft
7.0 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Computers als unterstützendes Lehr-, Lern- und Kommunikationsmittel für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderungen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie durch barrierefreie technische Lösungen und angepasste Didaktik die schulische Teilhabe, soziale Interaktion und die Autonomie der betroffenen Schüler gefördert werden können.
4.4 Interview mit Cedric
Im Rahmen der vorliegenden wissenschaftlichen Hausarbeit führte ich ein Leitfadeninterview (vgl. Mayer 2009, 37) mit einem Schüler der Berufsvorbereitenden Einrichtung der Gustav-Heinemann-Schule in Pforzheim durch. Cedric (Name aus Gründen der Anonymisierung geändert) ist 18 Jahre alt, er ist im 12. Schulbesuchsjahr und wird nach dem Bildungsgang G unterrichtet. Laut seiner Akte hat er eine spastische Tetraparese, Dysarthrie und eine starke Sehbehinderung. Cedric kann sich verbalsprachlich zwar langsam aber gut ausdrücken. Seit in seiner Klasse der Computer eingesetzt wurde, zeigt er stets großes Interesse und arbeitet lange und ausdauernd daran. Regelmäßig wird das Hilfsprogramm SAW (siehe Kapitel 4.2) in der Einzelförderung an Cedrics Bedürfnisse angepasst. Mithilfe dieses Programmes kann er den PC ansteuern.. Er bedient den Computer mithilfe von zwei Tastern, die er mit seiner rechten Hand und seinem rechten Knie bedienen kann. So erstellt er Anwesenheitslisten (siehe Video im Anhang: Anwesenheitsliste ausfüllen), schreibt Emails (siehe Video im Anhang: Email schreiben) oder telefoniert über das Internet. Der Klassenlehrer arbeitet engagiert daran, das Medium Computer in der Klasse vertraut zu machen und seine Vorteile zu verdeutlichen. Auch andere Schüler der Klasse arbeiten regelmäßig am PC. Zu diesem Zweck wurden für jeden Schüler individuelle, auf die jeweiligen Fähigkeiten und Fertigkeiten abgestimmte Profile, angelegt. Die Oberflächen (Auswahlsets) wurden für jeden Schüler individuell gestaltet (Audio-Wiedergabe, Größe der Tasten und Komplexität der Menüs).
1.0 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Computers als Hilfsmittel für körperbehinderte Schüler im schulischen Kontext.
2.0 Körperbehinderung und Kommunikation: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Körperbehinderung sowie den Auswirkungen auf Sprache, Motorik und Kognition.
3.0 Computer als Lehr- und Lernmittel für körperbehinderte Kinder und Jugendliche: Darstellung der didaktischen Möglichkeiten, Grenzen und Einsatzbereiche des Computers im Unterricht.
4.0 Alternative Computersteuerung mit Hilfsmitteln: Untersuchung technischer Adaptionen und spezieller Programme zur Kompensation motorischer Beeinträchtigungen sowie ein Fallbeispiel durch ein Schülerinterview.
5.0 Computereinsatz im Bereich der Unterstützten Kommunikation: Analyse von Kommunikationshilfen, von einfachen Mitteln bis hin zu komplexen Sprachcomputern (Talkern).
6.0 Brieffreundeportal postrohr.de: Dokumentation der Entwicklung, Konzeption und Erprobung eines barrierefreien Internetportals zur sozialen Vernetzung von Schülern.
7.0 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Herausforderungen beim Einsatz von Computern als Werkzeug zur Inklusion und Teilhabe.
Körperbehinderung, Unterstützte Kommunikation, Talker, Computer als Hilfsmittel, Inklusion, Barrierefreiheit, sonderpädagogische Förderung, Softwareadaption, soziale Teilhabe, Schulentwicklung, assistive Technologie, Medienkompetenz, Kommunikation, Internetportal, Schülermotivation.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Computers als technisches Hilfsmittel für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderungen, um ihre kommunikativen und schulischen Möglichkeiten zu verbessern.
Die zentralen Felder umfassen die Auswirkungen von Körperbehinderungen auf die Entwicklung, die Anpassung von Computer-Hardware und -Software sowie die praktische Nutzung von Internetplattformen zur sozialen Inklusion.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische technische Hilfsmittel (Adaptionen, Talker) und geeignete didaktische Ansätze die Teilhabe behinderter Schüler am sozialen und schulischen Leben nachhaltig gefördert werden kann.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die durch ein praktisches Leitfadeninterview mit einem betroffenen Schüler und die exemplarische Entwicklung eines Webportals (postrohr.de) ergänzt wird.
Der Hauptteil behandelt die technische Ansteuerung von Computern (Adaptionen), den Einsatz spezialisierter Lern- und Kommunikationssoftware sowie die Konzeption eines barrierefreien Portals für den E-Mail-Kontakt unter Schülern.
Körperbehinderung, Unterstützte Kommunikation, Computer als Hilfsmittel, Inklusion, Barrierefreiheit, Talker und digitale Teilhabe.
Die Arbeit betont, dass Hard- und Software nicht standardisiert bleiben dürfen, sondern individuell an die spezifischen motorischen und kognitiven Fähigkeiten des jeweiligen Kindes angepasst werden müssen, um eine effektive Bedienung zu ermöglichen.
Es belegt, dass auch mit sehr eingeschränkten motorischen Fähigkeiten soziale Netzwerke über das Internet genutzt werden können, sofern die Webseiten konsequent nach Prinzipien der Barrierefreiheit gestaltet sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

