Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Arbeit
1.3. Begriffsbestimmung und Abgrenzung
2. Cash Management im internationalen Konzern
2.1. Cash Management Prozess
2.1.1. Liquiditätsplanung und -sicherung
2.1.2. Liquiditätsdisposition
2.1.3. Liquiditätskontrolle
2.1.4. Gestaltung der Zahlungsströme
2.1.5. Management von Währungsrisiken
2.2. interne Liquiditätssteuerung
2.2.1. Konzerninterne Verrechnung (Netting)
2.2.2. Zentralisierung der Kassenhaltung
2.2.3. Reinvoicing
2.2.4. Leading und Lagging
2.2.5. Währungsmanagement
2.3. Bank Relations Management
2.4. Beurteilung
2.4.1. Performance- und Erfolgsmessung
2.4.2. Risiken der zentralen Liquiditätssteuerung
3. empirische Untersuchung
3.1. Ziel der Untersuchung
3.2. empirisches Design der Untersuchung
3.3. Charakteristika der Stichprobe
3.4. Ergebnisse der Untersuchung
3.4.1. Liquiditätsmanagement
3.4.2. Rolle der Bankverbindungen/Bankenpolitik im Konzern
4. Schlussbetrachtung
4.1. kritische Würdigung
4.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen der Euro-Einführung auf die Prozesse und Strukturen des Cash Managements deutscher Unternehmen theoretisch zu fundieren und mittels einer empirischen Untersuchung zu analysieren.
2.2.1. Konzerninterne Verrechnung (Netting)
Unter Netting wird das Aufrechnen von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Geschäftspartnern verstanden. Das Hauptanwendungsgebiet des Netting ist in Konzernen manifestiert. Dabei bestehen zwischen Tochtergesellschaften wechselseitige Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu bestimmten Terminen verrechnet werden. Ziel eines Nettingsystems ist es, Anzahl und Volumen der Zahlungsströme zwischen einzelnen Konzernbereichen oder Divisionen zu reduzieren. Dazu werden die zwischen den Konzernteilen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert und nur die verbleibende Restschuld transferiert.
Das Netting gliedert sich in zwei Teilabschnitte:
Das Matching ermittelt die Verrechnungsmöglichkeiten und ordnet die sich ergebenen Transfers zu.
Das Clearing schließt sich an das Matching an und weist die Netto-Schuldner zur Zahlung an die Netto-Gläubiger an.
Die Vorteile des Netting liegen in der deutlichen Reduktion von Volumen und Anzahl der Zahlungen. Es fallen auf diese Weise geringere Transaktionskosten an und es entsteht die Möglichkeit zum zentralen Management der Cash Position als größere Summe.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Euro-Einführung und dessen Bedeutung für das Cash Management deutscher Unternehmen sowie Problemstellung der Arbeit.
2. Cash Management im internationalen Konzern: Detaillierte Darstellung der theoretischen Konzepte zur Liquiditätssteuerung, Zahlungsstromgestaltung und zum Risikomanagement.
3. empirische Untersuchung: Methodik und Ergebnisse der Befragung zur aktuellen Praxis des Liquiditäts- und Bankenmanagements in deutschen Unternehmen nach der Euro-Einführung.
4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung europäischer Zahlungsverkehrssysteme.
Cash Management, Euro-Einführung, Liquiditätssteuerung, Cash Pooling, Netting, Währungsmanagement, Devisenrisiko, Finanzzentrum, Treasury, Bankenstruktur, Zahlungsverkehr, Unternehmensfinanzierung, Liquidität, Finanzmanagement, Bank Relations Management.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Einführung des Euro auf die Organisation des Cash Managements bei deutschen Unternehmen ausgewirkt hat und wie Unternehmen ihre Liquiditätsprozesse und Bankbeziehungen in diesem Kontext angepasst haben.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Cash Managements, interne Liquiditätssteuerung (Netting, Pooling), Währungsmanagement sowie die Rolle und Auswahl von Bankverbindungen.
Ziel ist es, die Auswirkungen der Euro-Einführung empirisch zu erfassen und zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf Veränderungen in der Liquiditätsorganisation und den Bankbeziehungen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Untersuchung in Form einer schriftlichen Fragebogenaktion an internationale Unternehmen in Deutschland.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Cash-Management-Konzepte und Instrumente sowie einen empirischen Teil, der die tatsächliche Praxis der befragten Unternehmen darstellt.
Wichtige Begriffe sind Liquiditätsplanung, Konzerninterne Verrechnung (Netting), Zentralisierung der Kassenhaltung (Cash Pooling), Währungsrisiken und Bank Relations Management.
Es werden insbesondere Haftungs- und Liquiditätsrisiken für Tochtergesellschaften genannt, die durch die Zentralisierung der Liquidität in einem sogenannten „Cash-Pool“ und die damit einhergehende Abhängigkeit von der Muttergesellschaft entstehen können.
Der Autor stellt fest, dass die Bedeutung großer internationaler Institute für ein effizientes Cash Management steigt, während lokale Banken oft nicht das erforderliche Leistungsspektrum bieten können, was zu einer Reduzierung der Bankenanzahl bei vielen Unternehmen führt.
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