Diplomarbeit, 1995
64 Seiten, Note: 3
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMHINTERGRUND
1.2 PROBLEMSTELLUNG
1.3 GANG DER UNTERSUCHUNG
2 DAS PIMS-PROGRAMM
2.1 URSPRÜNGE UND ZIELSETZUNGEN
2.2 DATENBASIS DER PIMS-UNTERSUCHUNGEN
2.3 BEZUGSOBJEKTE DER DATEN
2.4 BASISERGEBNISSE DER PIMS-FORSCHUNG
2.4.1 Die PAR-ROI-Gleichung
2.4.2 Die Marktanteils-Rentabilitäts-Beziehung
3 DIE QUALITÄT IM LICHTE DER TRADITIONELLEN PIMS-FORSCHUNG
3.1 OPERATIONALISIERUNG DER QUALITÄTSVARIABLE
3.2 ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN DER RELATIVEN PRODUKT-QUALITÄT UND VERSCHIEDENEN UNTERNEHMENSVARIABLEN
3.2.1 Zusammenhang zwischen relativer Produktqualität und Rentabilität
3.2.2 Zusammenhang zwischen relativer Produktqualität und Preisen
3.2.3 Zusammenhang zwischen relativer Produktqualität und Kosten
3.2.4 Zusammenhang zwischen relativer Produktqualität und Marktanteil
3.2.5 Relative Qualität als Variable im Marketing-Mix
3.3 EINFLUßFAKTOREN DER QUALITÄTSWAHRNEHMUNG
3.4 DIE RELATIVE QUALITÄT AUS DER SICHT DER TRADITIONELLEN PIMS-FORSCHUNG
4 DIE QUALITÄT IM LICHTE DER NEUEN PIMS-FORSCHUNG UND DER PIMS-KRITIK
4.1 ANALYSEMETHODEN DER NEUEN PIMS-FORSCHUNG
4.2 ANALYSE DER GESAMTWIRKUNG DER QUALITÄT
4.2.1 Die Untersuchung von Phillips, Chang und Buzzell
4.2.2 Die Untersuchung von Jacobson und Aaker
4.2.3 Die Untersuchung von Hildebrandt und Buzzell
4.3 ANALYSEN DER WIRKUNG DER QUALITÄT IN ABHÄNGIGKEIT VERSCHIEDENER UMWELTSITUATIONEN
4.3.1 Die Untersuchung von Hildebrandt: Qualität in Abhängigkeit der Marktstellung
4.3.2 Die Untersuchungen von Fritz
4.4 QUALITÄT AUS DER SICHT DER NEUEN PIMS-FORSCHUNG
5 ABLEITUNG VON ENTSCHEIDUNGSHILFEN AUS DEN PIMS-DATEN
5.1 ZIELSETZUNGEN VON ENTSCHEIDUNGSHILFEN
5.2 ANSÄTZE ZUR ABLEITUNG VON ABSATZELASTIZITÄTEN
6 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert kritisch die Ergebnisse des PIMS-Programms hinsichtlich der Wirkung der Produktqualität als strategische Variable des Marketings auf betriebswirtschaftliche Zielgrößen. Dabei steht die Untersuchung des Ursache-Wirkungszusammenhangs zwischen Produktqualität, Marktanteil, Rentabilität und anderen Faktoren im Mittelpunkt, um Entscheidungshilfen für das strategische Marketing abzuleiten.
1.1 Problemhintergrund
Die Qualität ist für den Absatz eines Produktes und somit für den Gewinn und die Wettbewerbsstellung einer Unternehmung von großer Bedeutung.
Die Erfolge japanischer und europäischer Produkte auf dem amerikanischen Markt während der 70er und 80er Jahre werden von vielen Autoren u.a. den gegenüber den amerikanischen Herstellern überlegenen Produktqualitäten zugeschrieben.1 Die internationalen Exporte bundesdeutscher Unternehmungen wurden lange Zeit und werden z.T. noch heute zu einem Gutteil auf das weltweit bestätigte Qualitätssiegel "Made in Germany" zurückgeführt.
Die Qualität eines Produktes wird in der Regel auf zweierlei Weise, nämlich anbieterseitig bzw. kundenseitig definiert.
Anbieterseitig wird der Begriff Qualität oft als Eignungsgrad definiert, der angibt, inwieweit die an ein Produkt gestellten technisch-funktionalen Vorgaben oder Spezifikationen erfüllt werden.2 Hohe Qualität bedingt, daß die Ausführung eines Produktes dem Produktentwurf entspricht.
Die kundenseitige Qualitätsdefinition geht von dem Nutzen aus, der dem Konsumenten durch ein Produkt gestiftet wird.3 In diesem Fall wird von Qualität gesprochen, wenn die vom Konsumenten an das Produkt gestellten Erwartungen erfüllt werden.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der Produktqualität für den Unternehmenserfolg und Vorstellung der PIMS-Forschung als zentralem Datenpool.
2 DAS PIMS-PROGRAMM: Darstellung der Ursprünge, Datenbasis und grundlegender Erfolgsmodelle (PAR-ROI-Gleichung) des Strategic Planning Institute.
3 DIE QUALITÄT IM LICHTE DER TRADITIONELLEN PIMS-FORSCHUNG: Analyse der Zusammenhänge zwischen relativer Produktqualität und Variablen wie Rentabilität, Preisen und Marktanteil mittels einfacher Regressionsansätze.
4 DIE QUALITÄT IM LICHTE DER NEUEN PIMS-FORSCHUNG UND DER PIMS-KRITIK: Untersuchung komplexerer Wirkungszusammenhänge durch Kausalanalyse (LISREL) und kritische Auseinandersetzung mit den methodischen Grundlagen.
5 ABLEITUNG VON ENTSCHEIDUNGSHILFEN AUS DEN PIMS-DATEN: Diskussion der Berechnung von Absatzelastizitäten und deren Nutzen für die Dosierung von Marketing-Instrumenten.
6 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Aussagekraft der PIMS-Ergebnisse für die strategische Planung und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
Produktqualität, PIMS-Programm, Strategisches Marketing, Rentabilität, Marktanteil, Kausalanalyse, PAR-ROI-Gleichung, Wettbewerbsposition, Absatzelastizitäten, Erfolgsfaktorenforschung, Marketing-Mix, Strategische Planung, Unternehmensgewinn, Preispolitik, Differenzierung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle der Produktqualität als strategische Variable im Marketing und analysiert kritisch die empirischen Erkenntnisse, die aus der PIMS-Datenbank (Profit Impact of Market Strategies) gewonnen wurden.
Zentral sind die Zusammenhänge zwischen relativer Produktqualität und ökonomischen Zielgrößen wie Rentabilität (ROI), Preisen und Marktanteilen sowie der Einfluss verschiedener Umweltfaktoren auf diese Zusammenhänge.
Das Ziel ist es, auf Basis der PIMS-Ergebnisse zu bewerten, inwieweit Produktqualität als Instrument zur Steigerung von Unternehmenserfolg eingesetzt werden kann und welche Wirkungsmechanismen dabei existieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung der PIMS-Forschung, wobei sowohl traditionelle Regressionsanalysen als auch neuere Kausalanalyse-Modelle (LISREL-Ansatz) betrachtet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der PIMS-Daten, die Analyse der traditionellen Forschungsergebnisse, die Auseinandersetzung mit neueren kausalanalytischen Studien sowie die Ableitung von Entscheidungshilfen für das Marketing.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Produktqualität, PIMS-Datenbank, strategisches Marketing, Rentabilität, Marktanteil, Erfolgsfaktoren, Kausalanalyse und Absatzelastizitäten.
Die traditionelle Forschung nutzt vorwiegend einfache Quer- und Längsschnittanalysen, um isolierte Zusammenhänge zu prüfen, während die neuere Forschung komplexe Wirkungsgefüge mittels Kausalanalyse modelliert.
Die Analyse zeigt, dass beide Faktoren eng miteinander korrelieren, wobei insbesondere die indirekten Effekte der Qualität über den Marktanteil auf den Unternehmenserfolg eine wesentliche Rolle spielen.
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