Masterarbeit, 2012
104 Seiten, Note: 2,6
1. Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Fragestellungen
1.3 Aufbau und Methodik
2. Die Dimensionen des demografischen Wandels in Deutschland
2.1 Die wichtigsten demografischen Entwicklungen
2.2 Herausforderungen für die Stadtentwicklung durch demografische Rahmenbedingungen
3. Altersgerechtes Wohnen im Kontext der Stadtentwicklung
3.1 Der Begriff „Altersgerechtes Wohnen“
3.2 Rahmenbedingungen des Lebens und Wohnens im Alter
3.3 Aktualität des Themas „Wohnen im Alter“
3.4 Aufgaben einer altersgerechten Stadtentwicklung
3.4.1 Handlungsfeld Wohnen
a) Barrierefreiheit oder -armut
b) Ausstattung der Wohnung
c) Vielfältiges Wohnungsangebot
d) Bezahlbares Wohnen
3.4.2 Handlungsfeld altersbezogene Infrastruktur
a) Öffentlicher Raum und Verkehr (technische Infrastruktur)
b) Nahversorgung (soziale Infrastruktur)
c) Freizeit (kulturelle Infrastruktur)
3.4.3 Handlungsfeld Unterstützung und soziale Integration
a) Unterstützung zum Verbleib in der eigenen Wohnung
b) Unterstützungsorientierte Wohnformen
c) Soziale Integration
d) Beratung
3.5 Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern
3.6 Zwischenfazit
4. Fallbeispiel Potsdam
4.1 Strukturdaten
4.1.1 Bevölkerungsstruktur
4.2.2 Altersstruktur
4.2.3 Wohnsituation älterer Menschen
4.2 Untersuchungsergebnisse der Expertenbefragung zum Thema „Altersgerechtes Wohnen“ in der Landeshauptstadt Potsdam
4.2.1 Die Bedeutung des demografischen Wandels für Potsdam
4.2.2 Wahrnehmung des Begriffes „Altersgerechtes Wohnen“
4.2.3 Anforderungen für die Stadtentwicklung in Bezug auf das altersgerechte Wohnen
4.2.4 Aufgaben für die Gestaltung einer altersgerechten Stadt
4.2.5 Rahmenbedingungen für das altersgerechte Wohnen in Potsdam
4.2.6 Instrumente und Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen in Potsdam
a) Wohnen
b) Infrastruktur
c) Unterstützung und soziale Netze
4.2.7 Potsdam – eine altersgerechte Stadt?
a) Wohnen
b) Infrastruktur
c) Unterstützung und soziale Netze
4.2.8 Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern
4.2.9 Handlungsbedarf
4.2.10 Herausforderungen und Chancen des altersgerechten Wohnens für die Stadt
4.3 Zwischenfazit
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit altersgerechtes Wohnen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine Chance oder eine Herausforderung für die Stadtentwicklung darstellt, wobei der Fokus auf dem Beispiel der Stadt Potsdam liegt. Es wird analysiert, wie kommunale Strategien dazu beitragen können, die Lebensqualität und Selbstständigkeit älterer Menschen zu sichern, ohne dabei andere Bevölkerungsgruppen zu vernachlässigen.
1.1 Hintergrund und Problemstellung
Eine Stadt ist der Ort des Zusammenlebens aller Generationen, die den Menschen in ihrer ursprünglichen sozialen Lebensform am meisten entspricht. Die Lebenszufriedenheit der Bewohner einer Gemeinschaft hängt insbesondere von der Qualität der Lebensbedingungen ab. Einige Faktoren spielen bei der Erhöhung dieser Qualität und damit des Wohlbefindens eine große Rolle, so z. B. die Wohnung und deren Umgebung, die Sicherheit in einem Wohngebiet, eine gute Verkehrsanbindung an Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten und an eine medizinische Versorgung.
Zurzeit befindet sich Deutschland in einem Prozess der „demografischen Alterung“ (vgl. Kreuzer 2006: 11). So werden nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes im Jahre 2050 doppelt so viele 60jährige wie Neugeborene in Deutschland leben (vgl. Magazin für Infrastruktur und die neuen Länder 2008), d. h., dass im Gegensatz zu den sinkenden Geburtenraten die Anzahl der älteren Menschen steigt und damit auch ihre Bedeutung für die Stadtentwicklung.
Die Kommunen stehen vor großen Herausforderungen: Um die Attraktivität der Städte für die überwiegend ältere Bevölkerung aufrecht zu erhalten, muss eine Anpassung an deren Bedürfnisse wie z. B. an die ökonomische Situation und an den Gesundheitszustand stattfinden. Besonders der Wunsch nach einer selbständigen und selbstbestimmten Lebensführung dominiert die Ansprüche dieser Zielgruppe an Wohnung, an Wohnumfeld und an möglichst wohnungsnahe Dienstleistungen. Um solche und ähnliche Probleme bewältigen zu können, müssten vor allem Kommunen den oben erwähnten und anderen Rahmenbedingungen mehr Beachtung schenken.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die demografische Problematik ein und erläutert die Relevanz des Themas für die städtische Entwicklung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Die Dimensionen des demografischen Wandels in Deutschland: Hier werden die zentralen demografischen Trends, wie Bevölkerungsrückgang und Alterung, analysiert und deren Auswirkungen auf die Stadtentwicklung aufgezeigt.
3. Altersgerechtes Wohnen im Kontext der Stadtentwicklung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des altersgerechten Wohnens und leitet aus den Rahmenbedingungen spezifische Handlungsfelder für die Stadtplanung ab.
4. Fallbeispiel Potsdam: Die empirische Untersuchung präsentiert Strukturdaten und Expertenmeinungen zur Situation in der Landeshauptstadt Potsdam und bewertet die lokale Strategie.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, ob altersgerechtes Wohnen als Chance oder Herausforderung für die kommunale Stadtentwicklung zu werten ist.
Altersgerechtes Wohnen, Demografischer Wandel, Stadtentwicklung, Potsdam, Barrierefreiheit, Wohnumfeld, Soziale Netzwerke, Generationengerechtigkeit, Nahversorgung, Wohnungsmarkt, Expertenbefragung, Selbstbestimmtes Leben, Kommunale Infrastruktur, Wohnungsbau, Integrierte Stadtplanung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Kommunen auf den demografischen Wandel reagieren können, um die Wohn- und Lebensbedingungen für ältere Menschen bedarfsgerecht zu gestalten.
Die Schwerpunkte liegen auf den Handlungsfeldern Wohnen, altersbezogene Infrastruktur sowie Unterstützung und soziale Integration.
Das primäre Ziel ist es, am Beispiel von Potsdam zu verstehen, ob altersgerechte Maßnahmen eine Belastung für die Stadt bedeuten oder einen nachhaltigen Nutzen bringen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eine qualitative Expertenbefragung von neun Vertretern der Stadtverwaltung und Wohnungswirtschaft in Potsdam.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen die empirischen Ergebnisse aus Potsdam detailliert dargestellt, einschließlich der Herausforderungen bei Sanierung und Neubau.
Die wesentlichen Begriffe sind Demografischer Wandel, Altersgerechtes Wohnen, Stadtentwicklung, Barrierefreiheit und Generationengerechtigkeit.
Die Experten betonen, dass Potsdam eine wachsende Stadt mit konkurrierenden Nutzerbedürfnissen ist, weshalb Maßnahmen nicht nur auf Senioren fokussiert sein sollten, sondern für alle Generationen einen Mehrwert bieten müssen.
Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, Wohnungsunternehmen und sozialen Trägern wird als essenziell bewertet, da die Stadt allein aufgrund knapper Budgets die Aufgaben nicht bewältigen kann.
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