Masterarbeit, 2012
191 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Wortschatzerwerb
2.1 Wortschatz und Wissen
2.2 Die Bedeutung symbolischer Prozeduren für das sprachliche Handeln
2.3 Die Organisation des mentalen Lexikons
3 Handlungsorientierte und mehrdimensionale Wortschatzarbeit: Ein Projekt zum Thema „Körper“ mit mehrsprachigen Kindern einer Kindertagesstätte in Dortmund
3.1 Projektziel
3.2 Zielgruppe
3.3 Thema des Projekts
3.4 Der zu erwerbende Wortschatz
3.5 Didaktisch-methodische Überlegungen
3.5.1 Zusammensetzung der Lerngruppe
3.5.2 Grundprinzipien
3.5.2.1 Vorwissen aktivieren – Motivierend planen
3.5.2.2 Vom Einfachen zum Komplexen
3.5.2.3 Mediales Lernen
3.5.2.4 Wertschätzung
3.5.3 Methodische Überlegungen
3.5.3.1 Wortschatz und Bewegung
3.5.3.2 Wortschatz und Musik
3.5.4 Einbezug der Eltern
3.5.5 Material
3.6 Voraussetzungen zur Durchführung und struktureller Rahmen der Lernszenarien
3.7 Anlage der empirischen Untersuchung
3.7.1 Planung des methodischen Vorgehens – Die Tests
3.7.2 Erhebungsverfahren
3.7.3 Gütekriterien
3.7.4 Datenaufbereitung
3.8 Auswertung der Daten
3.8.1 Einzelfallanalyse Arvid
3.8.2 Einzelfallanalyse Onur
3.9 Gesamtauswertung der Testergebnisse und des Projekts
4 Ausblick
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwiefern der Wortschatz von Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich durch handlungsbegleitende und mehrdimensionale Lernszenarien zum Thema „Körper“ erweitert und vertieft werden kann, um eine positive Entwicklung der sprachlichen Handlungskompetenz zu fördern.
Die Organisation des mentalen Lexikons
„Das mentale Lexikon enthält das gesamte Wissen der Sprachbenutzer hinsichtlich der Wörter seiner Sprache“ (Matzke / Römer 2010: 76). Die Lexeme, die hierin angeordnet werden, werden keineswegs in alphabetischer Reihenfolge gespeichert, sondern auf komplexe Weise netzwerkartig organisiert und strukturiert (vgl. Kühn 2010: 65). Man geht von insgesamt 7 Teilmodulen aus, in die das mentale Lexikon untergliedert werden kann. Matzke und Römer (2010: 76) geben folgende Übersicht:
„1. Das phonologische Modul […] 2. das artikulatorische Modul […] 3. das orthographische Modul […] 4. das lexisch-grammatische Modul […] 5. das lexisch-grammatische Kodierungsmodul […] 6. das lexikalisch-konzeptuelle System […] 7. das lexikalisch-pragmatische System […]“
Unterschiedliche Informationen bezüglich der Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik werden hier entsprechend abgelegt. Aufgrund der Problematik, wie sie für Schüler mit Migrationshintergrund in der Einleitung sowie in Kapitel 2.1 dargestellt wurde, wird das lexikalisch-konzeptuelle System als besonders wichtig erachtet. Es speichert Bedeutungswissen, das heißt gemachte Erfahrungen mit ihren adäquaten sprachlichen Ausdrücken und liegt damit „an der Schnittstelle von sprachlichem und allgemeinem Weltwissen“ (Glück 2007: 47). Da es die Bedeutungen von Wörtern sind, die über Verstehen oder Nicht-Verstehen von Äußerungen und Texten entscheiden, steht die semantisch-konzeptuelle Ebene im Zuge dieser Arbeit im Fokus.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Sprachkompetenz für den Bildungserfolg und problematisiert die bildungspolitische Situation von Kindern mit Migrationshintergrund.
2 Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Wortschatzerwerb: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Wortschatz, mentalem Lexikon und der Bedeutung von Wortarten für den Spracherwerb.
3 Handlungsorientierte und mehrdimensionale Wortschatzarbeit: Ein Projekt zum Thema „Körper“ mit mehrsprachigen Kindern einer Kindertagesstätte in Dortmund: Das Kapitel beschreibt ein praktisches Förderprojekt, dessen methodisches Design und die anschließende empirische Untersuchung der Wortschatzveränderungen.
4 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Bedeutung kontinuierlicher Sprachförderung und Ansätze wie Scaffolding für den weiteren Bildungsweg von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Projekterfolge und fordert eine verstärkte fachkräfteübergreifende Verantwortung für sprachliche Bildung.
Wortschatz, Wortschatzerwerb, Sprachförderung, Elementarbereich, Migration, mentale Lexikon, Deutsch als Zweitsprache, Körper, Mehrdimensionalität, Handlungsorientierung, Semantik, Bildungssetting, Sprachstandserhebung, Sprachhandlungskompetenz, Spracherwerbsprozess.
Die Arbeit untersucht, wie Wortschatzarbeit bei mehrsprachigen Kindern im Elementarbereich effektiv gestaltet werden kann, um sie auf den Schulalltag vorzubereiten.
Im Zentrum stehen der Wortschatzerwerb, die Struktur des mentalen Lexikons und die Verzahnung von Sprach- und Weltwissen in der kindlichen Entwicklung.
Das Ziel ist es, durch gezielte, mehrdimensionale Lernszenarien zum Themenfeld „Körper“ den deutschen Wortschatz der Kinder zu erweitern und zu vertiefen.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Einzelfallanalysen basiert, um Lernergebnisse und individuelle Lernprozesse transparent zu machen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Planung, Durchführung und Auswertung eines sechswöchigen Sprachförderprojekts in einer Kindertagesstätte.
Die zentralen Konzepte sind Wortschatzarbeit, Deutsch als Zweitsprache, Elementarbereich, mentale Repräsentation und Sprachhandlungskompetenz.
Das Thema ist im Lehrplan Sachunterricht der ersten Klasse verankert und bietet den Kindern einen direkten, sinnlich erfahrbaren Bezug zur eigenen Person.
Es bezeichnet einen Ansatz, bei dem neben der Sprache auch motorische, musikalische und sinnliche Wahrnehmungsbereiche integriert werden, um eine vernetzte Speicherung der Wörter zu fördern.
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