Masterarbeit, 2006
102 Seiten
1) Einführung
1.1) Problemstellung und Relevanz
1.2) Forschungsfrage
1.3) Aufbau der Arbeit
2) Ökonomischer und kommunikationswissenschaftlicher Forschungsstand
2.1) Definition von Presseverlagen
2.2) Wertschöpfungsstrukturen von Presseverlagsunternehmen
2.3) Bisherige Einbindung von Lesern in das Verlagsgeschäft
2.3.1) Erstellung und Einkauf
2.3.2) Aggregation und Aufbereitung
2.3.3) Marketing und Distribution
2.4) Partizipative Wertschöpfungskette von Verlagsunternehmen
2.4.1) Individuelle und gemeinschaftliche Erstellung von Nutzer-Inhalten
2.4.2) Individuelle und gemeinschaftliche Nutzer-Aggregation von Inhalten
2.4.3) Individuelles und Gemeinschaftliches Nutzer-Marketing und Nutzer-Distribution
2.5) Konkretisierung der Forschungsfrage
3) Methodischer Ansatz
3.1) Stichprobenziehung
3.2) Instrument und Dimensionalisierung
3.2.1) Basisdaten
3.2.2) Site-User-Interaktion
3.2.3) Reichweitenerfolg
3.2.4) Geschäftsmodell
3.2.5) Anbindungsmöglichkeiten für Verlage
4) Beispiele für die nutzergesteuerte Erstellung und Aggregation von Inhalten
4.1) Angebote für die nutzergesteuerte Erstellung von Inhalten
4.1.1) Individuelle Erstellung von Inhalten
4.1.2) Gemeinschaftliche Erstellung von Inhalten
4.1.3) Anbindungsmöglichkeiten für Verlage
4.2) Angebote für die nutzergesteuerte Aggregation von Inhalten
4.2.1) Individuelle Aggregation und Aufbereitung von Inhalten
4.2.2) Gemeinschaftliche Aggregation und Aufbereitung von Inhalten
4.2.3) Anbindungsmöglichkeiten für Verlage
5) Zusammenfassung und Bewertung
5.1) Implikationen für Verlagsunternehmen
5.2) Implikationen für die Forschung
6) Anhang
6.1) Best-Practice-Beispiel: Leseransprache von Dagbladet
6.2) Best-Practice-Beispiel „BILD-Leser-Reporter“
Diese Master-Thesis untersucht, wie Presseverlage ihre Leser systematisch und nutzbringend in die eigene Wertschöpfungskette integrieren können. Angesichts des sinkenden Einflusses traditioneller Medienhäuser und des Aufstiegs partizipativer Online-Plattformen erforscht die Arbeit, auf welchen Ebenen – etwa bei der Erstellung oder Aggregation von Inhalten – eine solche Einbindung ökonomisch sinnvoll ist.
2.2 Wertschöpfungsstrukturen von Presseverlagsunternehmen
Eine Betrachtung von Unternehmen anhand ihrer Wertschöpfungskette soll typischerweise Stärken und Schwächen offenbar machen. Das System der Wertschöpfungskette ist dabei ursprünglich von der Unternehmensberatung McKinsey entwickelt worden (vgl. Gluck, 1980, S. 28).
Der Kerngedanke von McKinsey lag darin, idealtypische Aktivitätsbereiche in der Unternehmung zu unterscheiden, die in ihrer Reihenfolge den Prozess der Leistungsstellung abbilden. Dieser Prozess wird auch Wertschöpfungsprozess genannt (vgl. Welge & Al Laham, 2001, S. 237). Dabei können Wettbewerbsvorteile sowohl dadurch entstehen, dass einzelne Funktionen überlegen ausgeführt werden, wie auch durch die gesamte Konfiguration der Wertschöpfungskette und ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den einzelnen Funktionen.
Porter (1996) untersuchte den Entstehungsprozess von Wettbewerbsvorteilen genauer und präzisierte das Modell einer Wertschöpfungskette weiter.
Wettbewerbsvorteile entstehen demnach durch die Schaffung von Kosten- oder Differenzierungsvorteilen. Dahinter steht die Idee, dass der Nettonutzen durch ein Produkt oder eine Dienstleistung erhöht wird (Welge & Al Laham, S. 238). Der Nettonutzen ist definiert als Differenz aus Nutzen und Kosten für den Kunden. Deshalb kann der Nettonutzen erhöht werden, indem entweder der Gesamtnutzen steigt, oder die Gesamtkosten, bzw. Verkaufskosten gesenkt werden (vgl. Welge & Al Laham, S. 238). Die Differenzierungsstrategie hat also das Ziel, den Nutzen des Kundens zu erhöhen. Damit ist eine Qualitätssteigerung verbunden, die optimalerweise durch höhere Preise gegenfinanziert werden kann. Die Kostenführerschaftsstrategie strebt eher danach, bei gleichbleibendem Kundennutzen die Kosten zu senken.
1) Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Journalismus durch das Internet und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Integration von Lesern in die Wertschöpfungskette von Verlagen.
2) Ökonomischer und kommunikationswissenschaftlicher Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert Presseverlage, analysiert deren traditionelle Wertschöpfungsstrukturen und ordnet das Phänomen des User Generated Content theoretisch ein.
3) Methodischer Ansatz: Hier wird das methodische Vorgehen der Angebotsanalyse erläutert, inklusive der Auswahl der untersuchten Online-Plattformen und der Kriterien für deren Bewertung.
4) Beispiele für die nutzergesteuerte Erstellung und Aggregation von Inhalten: Dieses Hauptkapitel analysiert konkrete Best-Practice-Beispiele außerhalb des Verlagssektors, um Potenziale für die Einbindung von Nutzern bei der Erstellung und Aggregation von Inhalten aufzuzeigen.
5) Zusammenfassung und Bewertung: Das Fazit leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen Implikationen für Medienunternehmen ab und skizziert weiteren Forschungsbedarf.
6) Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Fallbeispiele und Dokumentationen zur praktischen Leseransprache.
Presseverlage, Wertschöpfungskette, User Generated Content, Leserbindung, Online-Plattformen, Partizipation, Nutzerschaft, Aggregation, Content-Erstellung, Geschäftsmodelle, Medienmanagement, Internet, Journalismus, Reichweitenanalyse, Interaktivität
Die Arbeit untersucht, wie Presseverlage das Potenzial von Online-Plattformen nutzen können, um ihre Leser aktiv in die Wertschöpfungskette einzubinden.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Analyse von Medienhäusern, der Modellierung partizipativer Prozesse und der Untersuchung erfolgreicher Web-2.0-Plattformen.
Das Hauptziel ist es, Strategien zu entwickeln, durch die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ihre Leser systematisch und ökonomisch sinnvoll in Erstellungs- und Aggregationsprozesse einbinden können.
Es wird eine strukturierte Angebotsanalyse von Best-Practice-Beispielen aus dem Bereich der Online-Plattformen durchgeführt, die auf der Modellierung einer partizipativen Wertschöpfungskette basiert.
Im Hauptteil werden Plattformen wie OhmyNews, Flickr, Digg oder Reddit analysiert, um zu verstehen, wie diese Nutzer motivieren und organisieren, und wie sich diese Prinzipien auf Verlage übertragen lassen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem User Generated Content, Wertschöpfungskette, Leserbindung, Online-Plattformen und partizipativer Journalismus.
Der Autor zeigt auf, dass viele Verlage das Potenzial aktuell nur zögerlich oder unstrukturiert nutzen, oft begrenzt auf klassische Leserbriefe oder einfache Fotowettbewerbe.
RSS-Feeds werden als zentrale technologische Brücke identifiziert, die es Verlagen ermöglicht, ihre Inhalte in die personalisierten Umgebungen der Nutzer zu integrieren.
Die Arbeit empfiehlt, zwischen aktiven Nutzergruppen (die Premium-Inhalte erstellen) und passiven Konsumenten zu differenzieren und gezielte Anreize für die Interaktion zu schaffen.
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